| turbo21. 09. 2020 09:02:55 |
Freitag, 18.9.2020 Früher gab es Zeiten, da haben mir Zweier und Dreier auf Weglosen keine Kopfschmerzen gemacht, im Gegenteil, sie waren mir ein Genuss. Auch Wege wie Amalia auf Montaz, Via della Vita auf Vevnica, Überquerung der Ratešken Ponke bis Mangart, Gola NE auf Viš und mehr waren mir große Freude. Dann kam die Zeit für andere Freuden in den Bergen, Skier und Hund verlangten andere Wege, nicht weniger schön und freudig. Am Anfang dieser zweiten Freude lud mich Igor im September 2011 zum Cinquanta ein, komm mit uns (GRS Bovec), die Ferrata ist wirklich toll. Ich war nicht mehr "eingeübt", der Schritt nicht mehr so schnell wie einst, daher bedankte ich mich artig für die Einladung. Und lange Zeit habe ich mich gequält, welche Gelegenheit hast du verpasst... Nun, vor einem oder zwei Jahren bin ich wieder auf anspruchsvollere Wege gestiegen, diesmal allein, "solo" modern gesagt, und Schritt für Schritt fast dahin gekommen, wo ich einmal war. Dreier allein (noch nicht), Zweier und anspruchsvolle Ferraten ja und mit Freude. Alle paar "begleiche" ich ein "altes Defizit" und diesmal kam Ferrata dei 50 del Clap dran. Um 7 Uhr war ich auf Piani di Casa ganz kribbelig, dann beruhigte ich mich und oberhalb der De Gasperi-Hütte startete die Tour wie es sich gehört. Sicherungen bis zum Gipfel Creton di Culzei in gutem Zustand, am Anfang, wo man die richtige Grätsche treffen muss, jetzt Schild "F50", da der Start des Weges eingestürzt und fast unsichtbar ist. Ein paar Meter höher besser, bei den Stahlseilen hören Orientierungsprobleme auf, allerdings Vorsicht in den Grätschen nicht überflüssig, da Markierungen stark verblasst sind. Abstieg vom Gipfel bis Forca dell'Alpino stellenweise lästig, da das Seil für Selbstsicherung stellenweise seltsam hoch über dem Boden gespannt ist. Da ich hier vor zwei Monaten nach Ferrata Simone abgestiegen bin, wusste ich, was kommt, und habe einen längeren Prusik vorbereitet, den ich zweimal gut genutzt habe. Von Forca dell'Alpino zur Hütte abgestiegen durch die Grätsche, da ich Cinquanta in Originalausführung machen wollte. Die Grätsche ist ein einziger Einsturz, so vorsichtig auch, ohne rollende Steine und Felsen bergab geht's nicht. Gott behüte, dass jemand unten ist, nicht weniger furchtbar, wenn jemand über dir ist. Deshalb habe ich die Tour freitags angepackt, da rechnete ich mit nicht vielen auf dem Weg, am Ende war ich den ganzen Tag allein zur großen Freude. Sicherungen in der Grätsche, soweit vorhanden, auch gut und ich habe sie gerne genutzt. Die Grätsche ist relativ kurz und wenn man nicht trödelt, ist man schnell sicher draußen. Dann gemütlich zur Hütte, dazwischen Einstürze - dort auf Markierungen und Steinmänner achten - und weiter ins Tal. Heute noch lache ich, es war so flott  http://tubojan.blogspot.com/2020/09/ferrata-dei-50-del-clap.html
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