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| palček plezalček3. 08. 2018 19:02:27 |
Auf der Straße nach Morkrine/Passo Pramolo/Nassfeldpass beginnt in ca. 1290 m Seehöhe der mit orange-blauen Markierungen gekennzeichnete, aber nur an drei Abschnitten gesicherte Weg Alta Via CAI Pontebba. Die Verlängerung der Route, 1972 fertiggestellt, hat keine Sicherungen. An manchen Stellen muss gekraxelt werden. Der orange Teil der Markierung zeigt immer den Weg nach Osten und blau nach Westen. Vom Ausgangspunkt zuerst stieg ich ab auf der weißen Straße, dann Aufstieg durch den Wald zur Scharte Glome. Direkt davor ein paar Meter Ketten und eine kurze Leiter. Darüber öffnet sich die Landschaft und bald bin ich am Sattel zwischen niedrigem und hohem Malvuerico. Von dort kann man links zum niedrigeren ‘Bruder’ spaziieren, offiziell geht der Weg aber rechts zum höheren, d.h. M. Malvueric Alto (1899 m). Danach Abstieg zum Pridola-Sattel mit Exposition und morgens nassem grasig-felsigem Gelände. Als ich weiter beim Schuttfeld unter der Ostwand von Crete di Pricot ankam, habe ich die Augen verdreht, weil ich nicht ganz sicher war, ob es ohne Seil geht. Klar geht’s, sogar pure Freude bis zur Scharte (Bild 5: links vom Sattel und rechts vom Geröll folge der Rampe), wo Fels weicht und grasigeres Gelände kommt. Dann zum Grat und langes Schlendern, bevor ich den nicht sehr ausgeprägten Gipfel von Crete di Pricot erreiche (2252 m, auf manchen Karten 2231 m). Nur ein paar Minuten von ihrem Gipfel entfernt ist Konjski špik/Monte Cavallo/Rosskofel (2239 m). Die Ausblicke sind weit, aber auf italienischer Seite schöner als österreichischer; die nördlichen Nachbarn haben sich ‘Skifahren wir Leute’ ausgesucht. Als ich zum Sella di Aip/Rudnig Sattel abstieg, hatte ich links eine nette rote ‘Dose’ nach Kletterer Lomasti benannt, rechts eine moderne Gondel. Weiter habe ich die Originalversion der Alta Via verlassen und statt des gesicherten Wegs von österreichischer Seite bin ich zum Veliki Koritnik/Creta di Aip/Trogkofel (2279 m) über Via ferrata Crete Rosse aufgestiegen. Dann noch zum westlichen Gipfel von V. Koritnik gesprungen (nicht markiert) und weiter auf dem Gratweg. Bald nach dem westlichen Gipfel Weggabelung. Der übliche Weg mit rot-weißen Markierungen ist auch orange-blau markiert, nur dass in Abstiegsrichtung an der linken Kurve auch eine leicht verblasste orange-blaue Markierung geradeaus sichtbar ist und ich habe sie gewählt, da sie den Gratweg markiert. Weiter verschwinden die Markierungen - vielleicht habe ich sie verloren. Bald sah ich einen Steinmann und weitere und kam genau dahin, wo ich wollte, unter den Gipfel Torreja bzw. Trogkofel Turma. Hinauf darauf und dann weiter in eine immer ursprünglichere Welt von Türmen und Felsfiguren. Plötzlich wieder vor Markierung und dann vor neu gesichertem Abschnitt, der zur Scharte vor dem großen Turm mit unbekanntem Namen absteigt. Von dort beginnt für mich der ursprünglichste-magischste Teil der Tour, der zum Sattel vor Zottach Kopf führt, wo die Alta Via endet. Ich habe sie bis Zottach Kopf (2046 m) verlängert, dann über CAI 403 zurück nach Mokrine und vom Pass auf der Straße zum tiefer geparkten Auto.
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| VanSims21. 09. 2020 09:21:23 |
Lecker echt! Diesen Teil der Alta Via vom Start bis zum Gipfel Koritnik (Trogkofel) habe ich gestern gemacht. Schade wegen Nebel (Markierungen ziemlich häufig und nachvollziehbar, vielleicht weniger beim Abstieg) und konnte nicht alle Schönheiten des Wegs sehen, außer nahen Türmen, Felsen, Schutt. Oben aber Sonne und Hitze! Den Rest der Alta Via habe ich früher gemacht als ich zu Konjski špik und Malurh ging und fragte mich immer was diese blau-roten Markierungen sind Jetzt weiß ich’s! Aber dieser Teil zum Veliki Koritnik ist der schönste!
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| ločanka13. 08. 2021 13:50:25 |
Jetzt kenne ich etwas von diesem Weg und so habe ich beide Beschreibungen erst verstanden . Beide Beiträge ausgezeichnet und motivierend !
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