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| ksena26. 07. 2014 16:38:08 |
Ararat ist mit 5165 m der höchste Gipfel der Türkei und für Armenier, die seinen Verlust nicht verwinden können, der heilige Berg. Der vulkanische Kegel, der seit mehr als 150 Jahren nicht aktiv ist, ist bedeckt mit ewigem Schnee und liegt 16 km von der iranischen und 32 km von der armenischen Grenze. Sein niedrigerer Nachbar Kleiner Ararat ist 3896 m hoch und liegt SO vom Hauptgipfel Ararats. Darauf sind wir am 23.7.2014 gestiegen, vorher haben wir uns gründlich akklimatisiert, so dass der Aufstieg zum Gipfel kein Problem dargestellt hat. Wir flogen aus Ljubljana über Ankara zur Stadt Van, die am gleichnamigen See liegt, dann mit Kombis zur Stadt Dogubayazit. Mit dem Aufstieg haben wir in Eli Vilage auf Höhe 2200 m begonnen und ersten Tag 1000 m Höhe zum ersten Lager Yesil Yayala gemacht, zweiten Tag sind wir bis zur Höhe 4200 m gestiegen und wieder auf 3200 m abgestiegen, wo wir zum zweiten Mal geschlafen haben. Dritter Tag haben wir uns umgesiedelt und auf 4200 geschlafen. Dieser Tag hat uns ein Unwetter mit Hagel erwischt, der unfreundliche Tag hat sich fortgesetzt in sternenklare Nacht und gewaschenen, sonnigen nächsten Tag. Etwas nach eins nachts sind wir Richtung Gipfel Ararats aufgebrochen. Auf 5000 m ist es hell geworden und auf dieser Höhe haben wir uns auch mit Steigeisen ausgerüstet. Schnee fängt zwar bei ca. 4300 m an, der Pfad verläuft zwischen Felsen und Schnee. Wir stiegen in idealen Bedingungen auf. Vom Gipfel öffnete sich der Blick bis Armenien und Iran. Ins Lager auf 4200 sind wir um 8.00 zurückgekehrt. Richtige Zeit, denn der Gipfel hat begonnen, sich in Bewölkung und Nebel zu hüllen. Selber Tag haben wir langen Abstieg fast 3000 m bis Eli Vilage gemacht. Schöne Tour, die nach Erzählung unserer lokalen Führerin immer mehr Bergsteiger und Tourenski-Fahrer anzieht.
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| nacka.18. 04. 2015 13:59:27 |
Ksena, hallo. Ararat habe ich nur aus dem Tal bewundert, bei der Reise durch nördliches Mesopotamien. Ich vermute, dass Landschaft und Ararat selbst euch gepackt haben. Von iranischer Seite habe ich ihn nicht gesehen, wir waren zu weit entfernt. Ich hoffe, ihn nächstes Jahr zu sehen, wenn wir mit dem Mann eine Reise durch westlichen Iran planen. Wenn ich ihn sehe, hänge ich ein Foto bei. Schöne Grüße und sicheren Schritt, Nacka
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| svpopotnik28. 09. 2015 14:44:54 |
Hallo. 5 Kollegen von uns überlegen, nächstes Sommer auf den Ararat zu gehen, und mich interessiert, wie ihr mit den lokalen Organisatoren in Kontakt gekommen seid. Vielleicht habt ihr einen Kontakt von eurer Führerin, damit wir sie kontaktieren können. Danke und Grüße. 
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| nejcf17. 09. 2022 10:30:12 |
Das dieses Sommer sind meine Mama und ich der Agentur Izimanija beigetreten und haben den höchsten türkischen Gipfel Ararat erobert. Für diese Tat haben wir uns entschieden als Feier aller Wanderjahre und meiner abgeschlossenen Matura. Gleichzeitig hat mich interessiert, wie die Höhe mich auf 5000 Metern beeinflussen würde, da ich auch viel höhere Berge plane. Ararat ist technisch ganz einfach und daher geeignetes Ziel. Von Ljubljana über Istanbul geflogen nach Igdir und nach Dogubayazit auf über 1600 Höhenmeter gefahren. Nächsten Morgen über eine wirklich schlechte Straße vorbei am Dorf Cevirme und am Straßenende mit dem Gehen begonnen. Der Weg zum Lager 1 auf 3200 m war ziemlich flach und grasig, aber ziemlich lang. Wir haben auch eine riesige iranische Gruppe überholt. Nach einer ziemlich schlecht geschlafene Nacht folgte der Aklimatisationstag zum Lager 2 (4200 m) und Abstieg zurück. Meistens stiegen wir in unzähligen Serpentinen auf Schuttgelände auf. Oft mussten wir Pferden und Mauleseln ausweichen, die Ausrüstung, Essen o.a. ins Lager brachten. Nach kurzer Pause wieder abwärts. Nächsten Morgen mussten wir die 1000 Höhenmeter wieder machen. Zum Lager 2 kamen wir mittags und nach dem Mittagessen etwas in Zelten geruht. Den ganzen Nachmittag und Abend wehte unbarmherzig starker Wind, der das erfolgreiche Erledigen der "langen" Bedürfnisse am Felsrand über dem Lager stark erschwerte. Vom Rand sah ich alle 5 Min. einen Felssturz, der von unter dem Gipfel in die nahe Rinne donnerte. Abendessen war schon um 17:30, nach sechs gingen wir alle langsam schlafen. Nachts gestartet kurz nach eins und schnell in die lange steinige Flanke über Lager 2 gekommen. Sie erinnerte mich stark ans Dach des Grintovca, nur steiler und ekligeres Gelände. Nach unter 3 Stunden dämmerte es, Blick öffnete sich auf den Schatten des Ararats und Lager 2 weit unten. Dann kamen wir zum Grätchen und bei ca. 5000 m zum Schnee. Hier begann starker Wind zu wehen, der das Anlegen der Steigeisen stark behinderte. Auf Schnee bekamen alle neuen Schwung und in gut einer halben Stunde standen wir auf dem Gipfel des Ararats. Wind wehte so stark, dass wir momentan nicht ganz aufrecht stehen konnten. Auf demselben Weg abgestiegen vorbei Lager 2 bis Lager 1 und so für nächsten Tag nur den letzten Stück gespart. Es war wirklich eine außergewöhnliche Woche, die Worte nicht annähernd beschreiben können. Wir hatten auch das Glück, eine super Gruppe und Führer zu bekommen, mit denen wir uns von Anfang an super verstanden haben.
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| GITA17. 09. 2022 13:12:43 |
Glückwunsch euch beiden zum Aufstieg, und dir Nejc auch Danke für den schönen und interessanten "Fotobericht"!
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| ločanka17. 09. 2022 15:41:38 |
Super, super! Mir gefällt auch, dass ihr mit Mama gegangen seid . Ich vermisse solche Beschreibungen von Erlebnissen auf höheren Bergen! Sonst haben sich die Türken den Ararat angeeignet ja, kein Wunder, dass er für Armenier immer noch der höchste Berg ist.
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| miranm17. 09. 2022 16:36:15 |
Bravo, Glückwunsch und schöne Beschreibung deines Erlebens des Aufstiegs auf Ararat. Meine Frau und ich waren die andere Gruppe, der der Aufstieg auch voll gelang und die Eroberung dieses prächtigen Berges.
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| nejcf18. 09. 2022 13:27:33 |
Danke allen für die Rückmeldung! Ja, Höhen haben wirklich ihren Charme, besonders in etwas anderen Teilen der Welt. Für nächstes Jahr habe ich neue Ziele geplant, wenn die Zeit es erlaubt. Miran, ich glaube, ich erinnere mich an euch von unserem Treffen in Brdo pri Lukovici.
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