Bučer-Kristan-Route im Kleinen Oltar
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| dprapr24. 07. 2018 22:02:37 |
Heute haben Tone (lijaneja) und ich einen schönen Tag in Martuljek verbracht. Über die Drei Lärchen sind wir zur Wand des Kleinen Oltar hochgestiegen und haben ihn über die Bučer-Kristan-Route begangen. Unter der Höhle gibt es noch ein steiles Schneefeld, für das man gut Crampons oder mindestens Werkzeug haben sollte. Die Wand selbst ist sehr kompakt, die Route eine der schönsten in dieser Schwierigkeit. Der Fels (weniger scharf) ist der in Paklenica sehr ähnlich, obwohl in Martuljek. Von der Höhle, wo es eigentlich richtig losgeht, bis zum Gipfel pure Poesie des Kletterns. Abstieg (außer dem ersten Abseilen vom Gipfel) ist etwas ganz anderes. Wieder im Martuljek-Universum, wo Fehler nicht erlaubt sind. Der Schutt zum Kotel ist sehr bröckelig, Abseilstände unzählige, überall, auch wo sie keinen Sinn machen. Wir sind nur in den "Canyon" abgestiegen und dann weiter unten, wo gerade ein sehr schön eingerichteter Stand war. Den Rest haben wir lieber abgeklettert und unter der Wand über die kurze Rinne zum Schneefeld gesprungen und hinunter ins Tal. Unter dem Kotel gab es noch zwei Schneefelder zum Rutschen. Unter den Lärchen hat uns schon morgens eine Kanonnade von Steinen überrascht, keine kleinen, und nachmittags beim Rückweg dröhnte es von der Široka Peč. Auf jeden Fall ein Tag für die Seele.
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| lijaneja25. 07. 2018 12:27:12 |
Gestern ist mir noch ein super Abenteuer 'passiert', wofür Drago 'schuld' ist, der es makellos durchgezogen hat. Technische Sachen hat er schon notiert, ich mach die emotionaleren . Da diesen Berg, der nebenbei auch ganz hoch ist, die Leute offensichtlich gar nicht kennen, https://www.hribi.net/trenutnerazmere.asp?slo=1&gorovjeid=10001&id=1432&stran=1 widme ich ihm umso mehr Aufmerksamkeit. Klar hab ich ihm nicht mal annähernd das Wasser reichen können, mit Dragos Hilfe war der Besuch pure Freude. Leider hat er das Seil meist allein getragen, da er gemerkt hat, dass ich ihn auch ohne kaum einhole Frühmorgens rasen wir auf der leeren Autobahn, keine Staus mehr, nicht mal in den Ruten, daher verlassen wir den Parkplatz schon kurz vor sechs. Schatten und Kühle sind sehr angenehm, die Sonne zeigt sich über Široka peč erst gegen neun. Trotz meiner Langsamkeit und 'Seilziehen', erreichen wir den Gipfel genau mittags. Das Klettern (ca 400m) im festen Fels war echt super. Einige Abschnitte schwache Vierziger könnte man wegen toller Griffe mit einer guten Zweier vergleichen, Schwierigkeit wäre nur psychisch wegen der großen Luft. Leute haben wir praktisch nicht getroffen, außer auf dem Weg unter der Gaststätte.
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| bbugari125. 07. 2018 13:53:02 |
Bravo Tone und Drago, ihr wart sehr aktiv! Gratulation!
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| dprapr25. 07. 2018 23:27:46 |
Danke. Wie ich oben schon erwähnt habe, beim Abstieg gibt es reichlich verschiedene Absicherungen, wahrscheinlich für 30- und 60-Meter-Abseilungen. Wirklich nötig sind nur die oben (und selbst da könnte man den Gully dahinter absteigen) und die über dem "Mini-Couloir oder Mini-Canyon", wie auch immer. Darunter kann man nach Grlo queren oder runter in den Kotel. Wahrscheinlich auch darüber nach Grlo. Auch in der Route selbst haben sich in den letzten Jahren einige Haken angesammelt. Tone lobt mich ein bisschen zu sehr, ihm ging es auch ausgezeichnet.
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| Gorska planika26. 07. 2018 08:50:59 |
Wow, Gratulation an beide! Ich glaube, das war gut für die Seele...Man wünscht sich richtig, mit euch in so schönen Felsen zu sein... 
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| lijaneja26. 07. 2018 19:29:02 |
Ja, Neža, alles hat sich schön gefügt und ich könnte locker auch auf Oltarček steigen - wenn es wenigstens vor drei Jahren gewesen wäre Wo bist du abgeblieben? Seit Grossi bist du im Untergrund.
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| SilvestrO27. 07. 2018 10:51:55 |
Ich habe eine Frage an die Kenner...(lijaneja -sl.40), geht der Übergang vom Kotel zum Grlo durch die rechte Rinne oder noch etwas weiter rechts, was auf dem Bild nicht sichtbar ist?
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| dprapr27. 07. 2018 11:10:45 |
Auf Bild 40 gehst du links am Schuttkegel hoch bis zum Ende und dann noch ein bisschen links hoch klettern. Ausstieg ist ganz schön über dem Grlo.
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| Gorska planika27. 07. 2018 16:50:22 |
Tone, ich wandere fröhlich herum Gerade heute haben Rajko und ich geredet, dass wir eine gemeinsame Tour machen müssen 
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| lijaneja28. 07. 2018 12:46:36 |
Super, Neža. Ich habe schon einen Plan. Schau auf ZS!
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| Gorska planika30. 07. 2018 09:55:08 |
Tone, danke! Habe schon geantwortet! Auch dir, Drago, habe ich eine Nachricht geschickt Viel Erfolg!
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| franc.rozman@adventure.si31. 08. 2022 12:37:49 |
Hallo. Danke für die begeisternde Beschreibung. Weiß nicht, ob noch jemand das liest, da schon etwas Zeit seit dem Post vergangen ist. Dieses Jahr bin ich dort vorbeigekommen 8.2022, zur Mala Ponca. Der Fels am Kl. Oltar sieht extrem einladend aus. Interessiert mich, ob genug Haken in der Route oder was vom Schmied mitnehmen? Welcher Platz erfordert die meiste Aufmerksamkeit beim Aufstieg und Abstieg? Habe Beschreibungen gesucht aber erfolglos. Danke für Antwort. lg, Franc
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| Lunatixz31. 08. 2022 13:04:57 |
Ich hoffe du bist dir bewusst, dass es trotz niedriger Bewertung ein ernsthafter Alpinaufstieg ist und ohne nötige Kenntnisse aus Erfahrung das definitiv nicht anzugehen. Füge dir Ausschnitt/Bilder aus Slovenske Stene (T. Mihelič) bei, wo alle nötigen Daten sind.
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| Urbban31. 08. 2022 15:38:03 |
Haken in der Route sind wenige, aber der Fels ist so, dass Sichern nicht schwer ist. Die Route selbst ist nicht schwer - im Kletter-Sinn, aber natürlich alpinistischer Aufstieg. Die Orientierung ist auch nicht schwer. Der Fels ist für unsere Berge sehr gut. Oben bist du noch nicht mal halb fertig - Abstieg ist eine eigene Geschichte. Schwerer als hoch ist runterzukommen - Gelände ständig am Rand zwischen Abklettern und Abseilen, Fels orange, bröselig. Einige Abseilstände sind gemacht, weiß nicht, in welchem Zustand sie sind. Viel Glück!
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| dprapr31. 08. 2022 23:34:45 |
Ich weiß nicht, wie eine Route aussieht, wo viele Haken sind, wenn hier wenige sind.  In solchen leichten Routen gab es nie viele Haken. Noch weniger in solchen mit langem Anmarsch. Die Schwierigkeit der Route ist auch etwas übertrieben. Wahrscheinlich wegen der Steilheit. Wegen kleiner Griffe sicher nicht. Für solche Routen brauchen wir etwas mehr Kilometer, denn es ist nicht alles in der Route, sondern auch im Anstieg und Abstieg.
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