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| bagi30. 08. 2025 11:44:15 |
Cima dell’Uomo ist kein leichter Berg. Er ist einer der schwierigsten zugänglichen, die wir in unserer Kletterkarriere besucht haben. Dabei gibt es keine besondere Kletterei, höchstens wackelige II. Und darüber hinaus ist die Route mit uralten, verblassten Markierungen versehen. Aber das ist nur eine Seite der Medaille. Die andere ist die extreme Enge der Übergänge und die Instabilität des steinigen Untergrunds auf dem Weg. Alles musst du zweimal prüfen, bevor du richtig auftretest, und selbst dann hast du ein schlechtes Gefühl. An vielen Stellen weißt du genau, dass abwärts nur eine Einbahnstraße ist. Und damit kein Zweifel bleibt, alles das hat uns schon beim Aufstieg erwartet, der Abstieg war noch anspruchsvoller. Und warum sind wir überhaupt auf diesen Berg gestiegen? He, he … um unsere Schuld von vor ein paar Jahren abzutragen . Damals haben wir diesen Teil der Marmolada-Gruppe erkundet und sind wegen schlechter Beschilderung genau Richtung Cima dell’Uomo ordentlich abgedriftet (hier). Wegen schwerer Rucksäcke und langer Route haben wir glücklicherweise rechtzeitig umgedreht. Schon damals sagten wir nie wieder hier hoch, aber die Zeit macht ihr Werk und die Erinnerung verblasst . Also sind wir gegangen, zuerst auf dem schönen Bepi-Zac-Weg, den ich jedem mit etwas Erfahrung wärmstens empfehle, dann auf den respektablen Berg. Und gerade auf der Cima dell’Uomo haben wir etwas erlebt, das in den letzten Jahren offenbar überall passiert. Auf dem Gipfel trafen wir fünf französische Kinder und ihren Vater, alle touristisch ausgerüstet und wie sich später herausstellte auch ohne passende Erfahrung. Wir haben fast vergessen, den Mund zuzumachen vor Verwunderung . Warum sie diesen Gipfel unter einer Menge zugänglicherer gewählt haben, bleibt für mich ewig ein Rätsel. Aber Ähnliches haben wir auch bei uns erlebt. Der Gipfelabschnitt des Abstiegs war gemeinsam und dort waren die Franzosen noch völlig souverän. Später erfuhren wir, dass es bei ihnen sehr schnell hängen blieb und ohne Hilfe zweier lokaler Bergsteiger nicht hinuntergekommen wären. Diese beiden Bergsteiger haben wir getroffen und beide waren ziemlich wütend über die extrem unverantwortliche Tat des Vaters. Sie sagten, dass das in den Dolomiten in letzter Zeit üblich ist und deswegen in einem einzigen Monat mehr als 80 Menschen gestorben sind. Wie auch immer, Cima dell’Uomo erfordert einen erfahrenen Bergsteiger. Das sei Leitfaden für alle, die den Aufstieg planen. Mehr zur gesamten Route in der Fotogeschichte ... Koordinaten des Ausgangspunktes (Passo San Pellegrino): 46°22'41.336"N, 11°47'40.176"E
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| bbugari13. 09. 2025 14:28:10 |
bagi, wenn ich richtig verstehe, der markierte Weg von Forc. dell Om nach Forcelle Laghet, also die Verbindung Costabelle mit Ombretto ist nicht begehbar (Bild 63 und 81)?
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| bagi3. 09. 2025 16:30:08 |
@bbugari1 ... schau dir diesen meinen Link von vor zwei Jahren an ... Link. Schau Beitrag vom 29.8.2023. Diesmal bis Foto 71 auf dem Link gekommen, Fortsetzung auf Fotos 72 und 73 jetzt in noch viel schlechterem Zustand als damals. Massen neuer Schutt und noch mehr umgestürzte Bäume auf schon konkret steilem Gelände. Mit viel mehr Zeit vielleicht wenigstens probieren, aber angesichts des Gesehenen lieber umgedreht. Diesmal schon Problem, zur Brücke zu kommen (Foto 81 hier), da schon dort alles zerbröselt und gar nicht weißt, wie hinkommen. Also gangbar ja oder nein ... wahrscheinlich ja, aber definitiv weit von einfach und mit Haufen Zeit 
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