| palček plezalček24. 08. 2020 21:35:57 |
Cima di Mezzo/Kellerwarte und Creta Monumenz Ausgangspunkt - dritte Serpentine auf der Straße zum Pass und Grenzübergang Passo di Monte Croce Carnico, der Italien und Österreich trennt. Hier zweigt eine Forststraße nach Val Collini ab und direkt nach der Serpentine ist rechts an der Hauptstraße ein kleiner Parkplatz. Derzeit kann man fast bis zur Alpe (Casera di Val di Collina) fahren, aber immer wenn ich vorher dort geklettert bin, war es verboten. Wie es in Zukunft ist, weiß ich nicht, aber kürzlich haben sie die Straße repariert. Auch diesmal lasse ich das Auto an der Hauptstraße und gehe zuerst die Forststraße, dann durch den Wald, bis sich CAI 161 mit CAI 148 vereinigt. Am nächsten markierten Abzweig biege ich rechts ab und setze auf CAI 149 fort. Vom Abzweig CAI 141 und CAI 171 gehe ich noch ein Stück auf CAI 141 weiter, verlasse sie aber bald und biege in das Kesselchen unter Creta di Chianevate ein. Hier beginnt die wilde Welt grauer Schuttfelder, die nördlich von der Wand der Crete della Chianevate begrenzt wird, südlich von Creta Monumenz. Vallone della Chianevate rechtfertigt voll seinen Namen eines dunklen, stillen, man könnte sagen morbiden Kessels, aber eines, das eine besondere Schönheit, Sinnlichkeit und Schärfe birgt. Überreste von Minen, Dosen und Holz erinnern an die Schrecken vergangener Zeiten, die uns so viele malerische Wege hinterlassen haben, die es ohne Kriegsverrücktheit nicht gäbe. Durch das Tal führt kein Weg, nur hier und da ein Steinmann (ich habe 3 gezählt). Auch sie sind nicht nötig, man muss nur in den Talkopf kommen, um über die Wand zur Scharte zwischen Cima di Mezzo und Creta Monumenz zu gelangen. Der Übergang über die Wand ist auch auf hribi.net beschrieben. Danke dem Autor für die Idee. Die erste Hälfte des Übergangs ist ungesichert und keine echte Bank, auf der man zur im Beschrieb genannten Seil schlendern könnte. Es hängt noch und ist dasselbe, nur in ziemlich fragwürdigem Zustand, daher habe ich es unberührt gelassen. Als "Wegweiser" ist es aber schon vom Einstieg in die Wand sichtbar. Wenn jemand die Tour plant, sehr empfehlenswert 15 m Seil mitzunehmen und es auszutauschen. Nach dem Seil noch ein Stück quer links, dann entlang des dünnen Stahlsseils hoch. Wo das Seil beginnt, wird der Fels besser. Eigentlich ist er davor auch nicht schlecht, nur auf "Frnikole" achten, die sich auf weniger steilen Wandteilen abgelagert haben. Das Klettern ist nicht schwer, aber luftig unter den Füßen. Mit dem Erreichen der Scharte endet der wegloze Anstieg, da wir auf den markierten Weg stoßen, der über den Vorgipfel zum Hauptgipfel führt, von dem Monte Coglianis und sein Antecima Est auf der Hand liegen. Ebenso haben wir Chianevate direkt vor der Nase in Gegenrichtung. Blick talabwärts nach O-SO sehe ich mir die geplante Fortsetzung über den Grat der Crete Monumenz an, dann abwärts. Der Weg führt nicht zum Monumenz-Gipfel, daher verlasse ich ihn vor dem Gipfelteil und steige an der angedeuteten Rinne zum Gipfel auf, steige auf der anderen Seite ab, bis ich wieder auf den Weg stoße und den Eingang ins Vallone della Chianevate erreiche. Dieser (Unter-)Gratweg ist im Forum nicht beschrieben. An Stellen mit Drahtseil gesichert, das leider alt und vielerorts gerissen ist. Wenn es jemanden reizt, ist es einmalig. So kunstvoll über die Wand geführt, dass ich die fehlenden Seile gar nicht vermisst habe. Trotzdem klug Handschuhe anzuziehen, wenn man die noch befestigten greift, da sie sehr rostig sind. Ich bin quer weiter zur CAI 171 gegangen, die zum Rifugio Marinelli führt, habe sie kurz verfolgt, aber erfolgreich verloren. So habe ich mich zum Lago Plotta getastet bei lauten Murmeltierspfiffen in der schönen Schuttwelt. Am See hüllte Nebel die Welt ein, die später nach W abtrieb. Zur Alpe, über der die Placche della Val di Collina Wände sind, kam ich über die Südseite des unteren Grats, zum Auto abgestiegen über den Anstiegsweg.
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
| (+9) |  | |
|
|