Cima Mogenza Grande (1973)
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| IgorZlodej30. 03. 2011 20:51:18 |
Morgen sind es drei Jahre, seit einer der ungewöhnlichsten Überquerungen aus dem Jezerska-Tal nach Možnica passiert ist, die natürlich nicht gelang, aber relativ glücklich endete. Natürlich geht es um die Belgier. Vor zwei Jahren habe ich mir das angesehen und hier beschrieben: http://www.pzs.si/forum/viewtopic.php?t=4375. Frühnachmittags fahre ich zum Prode, wo der Ausgangspunkt für Jerebica und andere Berge über dem Jezerska-Tal ist. Schnee ist nicht so viel wie vor drei Jahren, aber ich gehe trotzdem auf Skiern, später muss ich sie mehrmals für einige Meter abnehmen. Ich gehe eine Weile auf dem gemeinsamen Weg, dann biege ich rechts ab, wohin auch Weg 654 führt, den ich bald verlasse und direkt den Tal hochgehe, zuerst schön durch eine Rinne, dann muss man die besten verschneiten Übergänge suchen, zwischendurch kreuze ich weiche Lawinenkegel und erreiche so das Gebiet Škraplje. Besserer Name für diese "Welt" könnte nicht sein, da das Gebiet eine große Schuttfläche ist. Trotzdem finde ich gute Schneepfade, natürlich muss man auf die Schutthalden achten, die auch über 10 Meter tief enden können. So mit zwei leichten Abstiegen und über eine steile "Rinne", die ich natürlich ohne Ski durchquere, komme ich auf den Gipfel des Großen Schneegipfels. Aussicht mehr als ausgezeichnet auf fast alle Westjulischen Alpen, auf die nahe Jerebica und Rombon auf der anderen Seite der Možnica, dann Ribežni, Črnelske Špice und in der Ferne das Kaningebirge bis zu den Žrde. Auf dem Gipfel sitze ich etwas, vor dem Skifahren muss man sich ausruhen, dann fahre ich auf genau richtig gepulvertem Schnee hinunter zur Škraplja und entlang des Anstiegs ins Jezerska-Tal. Die Tour an sich kann ich wegen der anspruchsvollen Geländes nicht empfehlen. Aber es ist trotzdem eine ausgezeichnete Tour, die mehr gibt als man denkt, vor allem einsam, was mir sehr gefällt.
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| vagabund1. 08. 2012 02:16:06 |
Am Samstag bin ich zum Parkplatz unter Beli potok im Jezerska-Tal gefahren und entlang des markierten Wegs 654 zur Škrbina unter den Škraplje gestiegen. Der Weg führt angenehm durch den Wald auf Mulattier und gegen Ende direkter zum Sattel. Direkt unter dem Sattel bin ich links vom markierten Weg zum neuen Bivak Daniele Bertolutti abgebogen, benannt nach dem jungen Höhlenforscher, der 2006 tödlich verunglückte. Schon auf dem Weg zum Bivak gibt es viele Reste aus dem 1. Weltkrieg, um das Bivak noch mehr. Zum Bivak ist der Weg unkompliziert. Mein Ziel war Großer Schneegipfel 1972m. Schon im Buch im Bivak habe ich bemerkt, dass der Gipfel von italienischen Alpinisten nur dreimal bis viermal 2009 und 2010 besucht wurde, später nicht mehr. Vom Bivak bin ich auf einem Pfad zwischen Kavernen ostwärts gegangen und das steile Hang des Gr. Schneegipfels war nicht weit. Der Pfad endete bald und Steinmänner führten weiter. Das Gelände wurde bald sehr anspruchsvoll mit vielen Schuttfeldern, Dolinen, kurzen Wänden und Gestrüpp. Bald habe ich gemerkt, dass ich mich strikt an die Richtung der Steinmänner (ein oder zwei Steine auf Fels) halten muss, sonst ist das Gelände unpassierbar. Jedes Mal wenn ich die richtige Richtung etwas verloren habe, musste ich zum letzten Steinmann zurück und neue Übergänge suchen. Hier gilt wirklich, dass man schneller ist, wenn man langsam geht und ständig das Gelände beobachtet und vor allem wohin man tritt! Auf offenem Gelände ging es noch, während für den richtigen Durchgang durch das Gestrüpp ich mehrmals probiert habe. Als ich nach langer Zeit aus dem Schuttlabyrinth raus war, fand ich am Wandfuß einen steilen grasigen Kegel und stieg darauf hoch. Höher wurde der Kegel zu einer engen Rinne mit genug Pflanzen, um mich hochzuziehen. Am Ende der Rinne bog ich links zum ersten Vorscheitel ab, mit kleinem Umweg rechts kam ich auf den Gipfel des Großen Schneegipfels. Die Ausblicke sind wirklich schön, dass ich über eine Stunde oben blieb und später auf demselben "Weg" zurück ins Fels- und Buschlabyrinth. Die Rückkehr ging nicht ganz glatt aber über Probleme habe ich genug geschrieben  Auch ich kann die Tour nicht gerade empfehlen besonders nicht Alleingängern wie ich diesmal war. Ausflug zum Bivak und Herumstochern um Militärfestungen und Betrachten der Stellungen wird eine ganz angenehme kleine Tour in diesen abgelegenen Winkel sein. Viel Erfolg!!
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