| IgorZlodej2. 08. 2013 15:11:12 |
Langsam dämmerte der Tag, als ich den Weg 352 Arturo Marini betrat, einen Weg, der früher für alle begehbar war, jetzt nur noch für Bergexperten. Zuerst war er ganz leicht, zeigte aber sein wahres Gesicht beim Überqueren einiger umgestürzter Schrofen, das wahre Gesicht fast ganz am Ende, als das Durchqueren der Zerstörung unter den mächtigen Wänden ruhigen und genauen Schritt verlangte. Dann natürlich Erleichterung auf grünen Wiesen beim Bivak Gervasutti. Aufstieg zum Forcella Spe dann nur Spaziergang, ebenso ganz leichter Aufstieg zum Gipfel Spe, aber nicht mit Händen in Taschen. Blick natürlich genau so, wie mir vor Jahren der Hüttenwirt Padova erzählte, unbeschreiblich schön. Oben könnte man Stunden und Stunden sitzen und die prächtigsten Berge jener echten Dolomiten jenseits der Piave oder der diesseitigen, Furlaner oder Clautaner, wie man's nimmt, anschauen. Natürlich konnte ich nicht lange oben bleiben, da ich mir langen Weg vorgesetzt hatte. Abgestiegen zur Hütte Padova. Nach einem Bier gegangen auf Weg 357 zur Scharte Segnata. Erster Teil Weg völlig einfach und schön, schöne Ausblicke auf nahen Montanel und mehrmals besuchtes Cridolo. Dann fing es an, im Graben Schnee, der keine Schwierigkeiten machte, Übergang rechts und Seitengraben auch nicht, aber musste fest Skala greifen, sich hier und da über Sprünge ziehen und so ging viel Zeit, bis oben in Sonne trat und wieder großartiges Cimolianatal unter mir sah. Abstieg zum Bivak Perugini, das standhaft seit Jahrtausenden von berühmtem Campanile bewacht wird, Stern, dem nur etwas berühmtere Tre Cime über Auronzo konkurrieren. Kurz gesessen und aufgebrochen auf echt göttlichem Weg runter zur Hütte Pordenone.
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