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| ---29. 03. 2015 18:50:55 |
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| velkavrh20. 01. 2019 08:22:00 |
Gestern mit PD Rašica Ljubljana auf winterlichem Kras. Fast schwer zu sagen winterlich, denn nirgends Schnee, aber Bora weht. Unsere Wanderung verlief so - Doberdob - Nova vas - Županov vrh (238m) - Kremenjak (345m) - Sela (Verpflegung) - Abstieg nach Brestovica. Wir legten ca. 15km in viereinhalb Stunden zurück - Pausen nicht eingerechnet. Nach Doberdob kann man aus drei Richtungen kommen - Autobahn A4 Venedig-Triest, aus Gorizia und aus Triest. Doberdob ist eine Siedlung am westlichen Rand des Kras in Italien. Diese überwiegend slowenische Siedlung liegt nur 5km nördlich von Tržič (Monfalcone). Es ist die größte Siedlung auf dem Doberdob-Plateau. In der nahen Karstsenke ist der intermittierende Doberdob-See. Auf dem nahen Hügel Gradišče sind Reste aus römischer Zeit. Es war blutiges Schlachtfeld im Ersten Weltkrieg. Hier verlief die Verteidigungslinie der österreichisch-ungarischen Soča-Front, die sie entschieden gegen Italiener verteidigten. Hier fielen unzählige junge slowenische Burschen. Daher der Spruch - Doberdob Grab slowenischer Jungs. Noch heute gut sichtbare Schützengräben und zahlreiche Kavernen. Gehört also zur Friaul-Julisch Venetien, südlich Devin-Nabrežina und Tržič, westlich Ronke und Foljan-Sredipolje. Im Gebiet der Gemeinde Doberdob elf Dörfer. Von Doberdob fuhren wir zur Gradina, wo ein wundervolles historisch-naturkundliches Museum ist, das man unbedingt anschauen muss. In diesem Zentrum werden kulturelle und historische Merkmale des Kras sowie Flora, Fauna und Schutz interaktiv gezeigt und vorgestellt. Man fühlt sich wie mitten in der Natur - einmalig. Akustisch hört man Rauschen und Plätschern des Wassers, Pfeifen von Raubvögeln, Kanonenschüsse. An jeder Szene andere Geräusche. Man sieht alles vom Höhlenbären, Sammlung karstischer Schmetterlinge, Modelle prähistorischer Hillforts bis Spuren des Ersten Weltkriegs. Der Weg führte uns dann auf markiertem Pfad zum Unterschlupf hoch über der Senke, wo der See ist. Diesmal nur Wasserarme sichtbar. Aber ausgedehnt. Dann über Drahtseile den Kammweg hoch und weiter nach Nova vas, Županov vrh, Kremenjak. Dazwischen überschreiten wir die italienisch-slowenische Grenze (tatsächlich bemerkt man es kaum) und gelangen endlich ins Dorf Sela, wo es echtes Karst-Buffet mit Pršut, Teran usw. gibt. Dann folgte Abstieg ins Tal nach Brestovica.
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