| JORDAN17. 08. 2015 19:44:21 |
Nach Kaffee in der Hütte Brentei sind wir um 7 Uhr Richtung Hütte Alimonta aufgebrochen. Bis zur Hütte brauchten wir 1:30 Std., dann haben wir auf den Felsbändern unter der Hütte in der Morgensonne gefrühstückt. Von der Hütte sind wir über Weg Nr. 323 zum Sattel Bocca d'Armi 2749 m gegangen. Von Osten führt auch die sehr anspruchsvolle Ferrata Felice Spelinni zum Sattel. Direkt am Sattel beginnt die Ferrata Bocchette Centrali, die nach Meinung der Besucher die Königin der Ferraten in der Brenta oder sogar in allen Alpen ist. Über ein System vertikaler Leitern klettern wir zur Schulter und sind schon auf den schmalen, exponierten Bändern der Ostseite des Gipfels Torre di Brenta 3008 m. Wir setzen die gut gesicherten Bänder fort und plötzlich erscheint hinter der Kurve der Turm aller Türme, Campanile Basso 2883 m. Der Blick auf den Turm und die Umgebung ist so wunderbar, dass die Gefühle, die einen überkommen, schwer zu beschreiben sind. Auf den Bändern sind wir zum Kamin weitergegangen, der die Gipfel Torre di Brenta und Sfulmini 2910 m durchschneidet. Vor dem Einstieg in den Kamin ist auf der anderen Seite der Ausstiegsband gut sichtbar. Vor dem Einstieg in den Kamin hörten wir Leute entgegenkommen und da Treffen auf schmalen Bändern schwierig ist, haben wir auf sie gewartet. Wir haben gute 10 Minuten gewartet, weil sie lange fotografiert haben. Das Foto aus dem Ende des Kamins, wo beide Bänder sichtbar sind, ist das Motiv, wo die meisten Fotos auf dieser Ferrata gemacht werden. Ich muss zugeben, dass das Bild aus dem Kamin wirklich fantastisch ist, und wir hatten das Glück, dass Nebel von unten aufzog und das Bild noch gewürzt hat. Auf den Bändern und auch durch den Tunnel sind wir zum Turm Campanile Basso weitergegangen. Im Turm waren Kletterer gut sichtbar. Die Umgebung ist sehr zauberhaft und die Felsformationen so, dass man sich fragt, wie Physiker das klettern können. Der Weg senkt sich dann zum Sattel Campanile Basso ab und beim Abstieg ist Vorsicht geboten, da hier der Weg nicht überall gesichert ist. Beim Abstieg bemerken wir auch die steinerne Madonna, die die Natur gemeißelt hat. Beim Überqueren des schmalen Kamins ist bei Schneefeld extra Vorsicht nötig, in früher oder später Saison auch Winterausrüstung. Am Sattel kommen wir auf die Westseite der Bänder in der Wand von Cima Brenta Alta 2960 m. Die Bänder sind hier noch schmaler und schlängeln um Pfeiler und Kamine. Wo das Band endete, haben sie Holzstege angebracht. Tief unter uns liegt das Tal Val Brenta Alta und die Tiefe ist wirklich beeindruckend. Das Band weitet sich dann und an einer Stelle können wir uns mit Wasser erfrischen, das direkt aus der Wand kommt. Über steile Leitern ab zum Firnfeld unter dem Sattel Bocca di Brenta 2549 m und die Ferrata ist beendet. Die Ferrata ist wirklich malerisch und bietet Wanderern viel Genuss. Da sie auch nicht zu schwer ist, besuchen sie jedes Jahr viele Wanderer. Wanderer betreten den Weg von beiden Seiten, meiner Meinung nach ist der Weg leichter, wenn man am Sattel Bocca di Brenta einsteigt, aber in Gegenrichtung ist er sicher erlebnisreicher. Für die Ferrata brauchten wir 4 Std. Über den Sattel sind wir zur Hütte Pedrotti e Tosa 2483 m gegangen und haben dort ausgeruht. Den Weg haben wir über Sentiero Palmieri Alto Nr. 320b zur Hütte Silvio Agostini 2410 m fortgesetzt. Der obere Palmieri-Weg ist malerischer und aussichtsreicher als der untere, aber am Ende auch mit Drahtseil gesichert, aber nichts Schwieriges. Über den Sattel Noghera sind wir in den Talkessel von Val d'Ambiez eingestiegen und unter Cima Cedo 2757 m quer zur Hütte weitergegangen. Zur Hütte Agostini brauchten wir 2:30 Std. In der Hütte hatten wir Halbpension mit Übernachtung für 40 € mit Rabatt. Nach 10 Stunden Marsch des Tages passte die warme Dusche am besten - 3,5 € für 5 Minuten. Die Hütte Agostini ist renoviert und wirklich sehr schön, und sie war völlig voll. Nach dem exzellenten Abendessen haben wir die Kapelle besucht und der zweite Tag der Tour war beendet.
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