Zwei Skibergsteiger-Klassiker aus dem Zaizera-Tal, die jeder selbstbewusste Tourenskitourer machen sollte. Da die Wettervorhersage wieder völlig danebenlag, wie die letzten Tage, gehe ich nach Zaizera. Natürlich kein Schnee mehr im Tal, also Skier auf den Rucksack. Zuerst Straße, dann direkt über weite Schuttflächen zum zugeschütteten Brücke, dann markierter Weg 616 bis unter Bivak Mazzeni bei ca. 1600m, wo ich die Skier anziehe und gleichzeitig Bären-Spuren sehe. Manche treten ihn buchstäblich, ich hatte noch kein Glück ihn live zu sehen, nur ein- oder zweitägige alte Spuren. Zickzack durch die Spranja, bis mir ein Hund ungehorsam wird. Skier wieder auf Rucksack, Glück dass Schnee nicht einsinkt und ich fröhlich zur Scharte marschiere, die ich bald erreiche, geholfen vom Bären da ich hier und da in seinen Spuren ging. Der Bär kam von der Vishka Planina hoch, wohin er aus Zaizera gezogen ist, weiß nur er. Sicher ist, er nutzte keine Wanderkarte, kennt das Gebiet aber gut, sicher besser als die meisten hier im Forum. Schnee hat über Nacht nicht gefroren, also mehr als geeignet für gute Abfahrt, die ich bald angehe da noch eine Scharte wartet. Wirklich gute Kurven runter durch, nur hier und da kleiner Stolperer an einem Stein im Schnee versteckt. Am Anfang der Mojzes-Scharte halte ich an, lege etwas Übergepäck ab und mit Skiern auf Rucksack wieder hoch in den Hang/Graben, noch gut verschneit unten obwohl unten Wasser rauscht. Auch hier Schnee gut eingeschneit und trägt Wanderer gut. In weniger als einer Stunde oben, schaue runter zur Corsi-Hütte, sitze kurz und fahre ab. Abfahrt hier noch besser als vorher von der Vorderen Spranja, fast keine Steine. Unten am Einstieg hole ich Ausrüstung und fahre zum Übergang in Spranja, wo alles eine riesige Lawinenablagerung ist, vorsichtig drauf, tiefer fahre ich auf Lawine so weit es geht. Dann Queren über riesige Lawinenfelder, dann auf Weg zurück nach Zaizera. Wie immer schön, in erhabener Umgebung ohnegleichen.