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Forenliste / Slowenien / Allgemeine Gespräche / Frontlinie im Ersten Weltkrieg

Frontlinie im Ersten Weltkrieg

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Franc604. 09. 2019 21:41:36
Wenn wir in den Westlichen Julischen Alpen und Karnischen Alpen wandern (manche auch in den Dolomiten) stoßen wir oft auf Reste der Front (Maultierpfade, Kavernen, Gräben, eingehauene Wege...). Oft ist mir nicht klar, wie diese Linie verlief - wo die Österreicher und wo die Italiener waren.
Gibt es eine Karte oder ein Buch, wo es eingezeichnet ist. Über die Soča-Front gibt's davon reichlich, interessiert mich aber auch der Rest. Google hat nichts Vernünftiges angeboten, oder ich hab nicht richtig gesucht.
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miri4. 09. 2019 22:00:53
Für unsere Schlachtfelder findest du die Antwort im Kobarid-Museum. Von Modellen der Schlachtfelder bis zur Literatur.
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djimuzl4. 09. 2019 22:34:21
Ich empfehle die Soča-Front von Janez Mesenel. Sie ist populärwissenschaftlich und enthält nicht viele Karten, aber gut für den Einstieg in diesen Teil unserer Geschichte.
https://plus.si.cobiss.net/opac7/bib/22361345
Eine der Karten aus dem genannten Buch1
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mirank4. 09. 2019 22:44:21
Vor einiger Zeit habe ich mir dieselbe Frage gestellt und einige Antworten gefunden. Grundsätzlich hat das Königreich Italien als Aggressor hauptsächlich ostwärts angegriffen auf dem Abschnitt von Pontebba bis zum Meer. Die Frontlinie in den Karnischen Alpen hat sich nicht bewegt und verlief bis Kreuzbergpass-Passo di Monte Croce di Comelico entlang der jetzigen und damaligen Staatsgrenze. Von da weiter entlang der Grenze Südtirols-Provinz Trentino-Alto Adige, entlang der damals hauptsächlich die Staatsgrenze zwischen den Monarchien verlief. Irgendwo habe ich gelesen, dass sich die Österreicher am ersten Kriegstag aus Cortina zurückzogen? (heute in der Provinz Veneto). Angesichts der Stellungen bei Cinque Torri und Mt Cristallo sehr wahrscheinlich, weil die Stadt mehrheitlich italienisch war. Wo genau die Frontlinie südlich der Marmolada bis zum Adamello-Massiv verlief, weiß ich nicht, aber viel weiter südlich, eine Tasche fast bis Vicenza, Rovereto, wo die berühmte Linie der 52 Galerien ist (wartet noch auf unseren Besuch). In der Nähe auch Asiago, wo harte Kämpfe stattfanden, denke in der 6. Offensive, als die AO "Strafexpedition" fast erfolgreich war. Die Frontlinie von der Schweizer Grenze verläuft am höchsten im Ortler-Gebiet, über Cevedale, hier Kanonen 150mm über 3200m und wenn du auf diesen ausgedehnten Gletschern wanderst, ist gar nichts klar. Ähnlich, vielleicht etwas höher der berühmte Hippopotamo (Nilpferd) Kanone cal 150mm, am Grat südlich der Hütte Lobbia Alta im Adamello-Gebiet. Dagegen standen die Österreicher am Corno di Cavento ca 3400m in einer Kaverne mit 100mm Kanone-verrückt!!
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bbugari14. 09. 2019 22:56:55
In den Julischen Alpen:

Österreicher: Dolje bei Tolmin – Vodel – Mrzli vrh – Pretovč – pl. Sleme – Stador – Maselnik – Prag - östliches Drittel der Batognica-Hochebene – Veliki Lemež – pl. Zagreben – Lipnik – Čez utro – Javoršček – Stržišče – Ravelnik – Krlišče – Rombon – Bohinca – Koštrun-Spitzen – pl. Zajzera – Strehica (Gipfel und Alm) – pl. in Dupljah – pl. Brda – Lužnica - Tablja

Italiener: Gabrje – pl. Lapoč – pl. Leskovca - westliche zwei Drittel der Batognica-Hochebene – Krnska Škrbina – Krn – Krnčica – Vrata – Vršič – Predolina – Slatenik – Bovška Kotlina – Bovec – Čukla (außer kurzer Periode zu Beginn 1916) – Črnelska Špica – Bavha – Krnji Dol – Grat Špikov – Krniška Glavica – Rudni Vrh – Poldašnja Špica – Dve Špici – über Vančelo – Vrh Brda – Velika Planina (und Sattel) – Lipnik – M. Poccet - Pontebba
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palček plezalček4. 09. 2019 23:14:57
Im Netz in verschiedenen Sprachen gibt's einiges zu finden. Ich hänge eine Karte bei, die größere Version hab ich auf WeTransfer gestellt und kann sieben Tage heruntergeladen werden hier: https://we.tl/t-SjjOeqTllO
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bbugari14. 09. 2019 23:52:35
In den Dolomiten:

Österreicher: Cima Dieci (Croda rossa di Sesto) – Forcella Undici – Val Sassovecchio – Torre di Toblin – Monte Rudo – kleinerer Teil von Monte Piana (westlich) – Rauchkofel – Costabella – Sorabances – Croda Re d'Ancona – Val Travenanzes – Lagazuoi (Cengia Martini, westlicher Teil) – Passo Valparola – Col di Lana (erster Kriegsabschnitt) – Passo Padon - Porta Vescovo – Passo Fedaia – Gletscher (westlicher Teil) – Punta Penia (Marmolada)

Italiener: Passo Montecroce Comelico – Cima Nove – Passo della Sentinella – Cima Undici – Val Fiscalina alta – Passo Fiscalino – Monte Paterno – Salsiccia – Tre Cime – Arghena – größerer Teil von Monte Piana (östlich und südlich) – Val Popena bassa – Cristallino di Misurina – M. Cristallo – Rufiedo – Ra Štua – Tofane – Castelletto - Lagazuoi (Cengia Marini, östlicher Teil) – Passo Falzarego – Col di Lana (zweiter Kriegsabschnitt) – Gletscher (östlicher Teil) - Punta Rocca (Marmolada)

dann ungefähr: Passo Rolle – Catena di Lagorai – Ortigara - Altopiano di Asiago – Pasubio - Gipfelteil von Lago di Garda – Adamello – Passo Tonale – Ortler - Passo Stelvio
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bbugari15. 09. 2019 00:00:50
Für die Soča-Front empfehle ich von Vasja Klavora: Koraki skozi meglo und Plavi križ. Für Dolomiten: Teatri di guerra sulle Dolomiti!
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miri5. 09. 2019 06:27:40
Paar Bilder für @ mirank. Für leichtere Entscheidung.
52 Tunnel und Monte Pasubio.
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ales505. 09. 2019 21:17:24
Die Julischen Alpen sind super zum Erkunden der Soča-Front, besonders interessant Rombon mit der Moschee auf dem Schlachtfeld unter Rombon, nasmeh
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lingo6. 09. 2019 08:00:16
Die Julischen Alpen sind wirklich interessanter zum Erkunden der Soča-Front als z.B. die Kamnik-Alpen, von Pohorje ganz zu schweigen velik nasmeh

Die Moschee ist ein eigenes Kapitel, aber sie war auf keinem Schlachtfeld unter Rombon, genauso wenig wie Javorca oder die Russische Kapelle unter Vršič. Alle sakralen Objekte wurden tief im Hinterland der Front gebaut. Die Moschee stand in Log pod Mangartom, interessant nur auf zwei Fotos, da sie schon hundert Jahre nicht mehr existiert im Gegensatz zu den anderen Objekten.

Auf der Touristenkarte Bovec mit Umgebung, 1:25 000 die nicht mehr im Verkauf ist, sind sowohl österreichische als auch italienische Frontlinien in unseren Bergen markiert, sie ist nicht mehr im Handel, aber auf dem Flohmarkt wie ich sehe für 3 Euro zu haben
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turbo6. 09. 2019 11:25:56
Es gab zwei Moscheen, eine in Log pod Mangrtom und eine unter dem Gipfel des Rombon. In Log findet man noch heute jemanden, der auf Basis von Fotos vergeblich nach Überresten (Fundamenten) sucht, am Rombon sollen die Überreste der Mauern noch sichtbar und erkennbar sein. Auch hier "in den Bergen" ist schon in mehreren Rubriken viel darüber geschrieben worden.

https://www.rtvslo.si/kultura/drugo/ostanki-najvisje-postavljene-dzamije-v-evropi-odkriti-na-rombonu-severno-od-bovca/401874

https://www.islamska-skupnost.si/novice/2016/08/dzamija-na-rombonu/

https://www.rtvslo.si/prva-svetovna-vojna/zgodbe-in-pricevanja/ko-je-bil-log-pod-mangartom-multikulturna-vas-z-dzamijo-v-srediscu/372602

Übrigens. Ein älterer Mann in Log, ein Einheimischer, hat mir erklärt, warum Mangrt und nicht Mangart. Die Italiener können Mangrt nicht "normal" aussprechen, deswegen haben sie ein "a" ins Wort zurückgefügt. Der Name des Gasthauses in Log ist aussagekräftig genug: "Gostišče Mangrt".
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lingo6. 09. 2019 12:32:24
Turbo, du wirst dich wahrscheinlich trotzdem einverstanden erklären, dass es dort oben um die Reste einer kleinen Gebetsstätte und nicht um eine Moschee geht, sonst müssten wir sagen, dass es im Hochgebirge Dutzende Kirchen gab (aber wir nennen sie lieber Kapellen).

Den Begriff Moschee haben die Journalisten einfach für mehr Promotion verwendet, weil das Thema für manche sehr aktuell ist.
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turbo6. 09. 2019 12:46:52
Unter dem Rombon gab es auch ein Minarett an der Moschee, versteckt zwar, aber trotzdem. Ich habe nur Links angegeben, wo ich über Moscheen in diesen Gegenden gelesen habe, nichts weiter.

https://www.islamska-skupnost.si/novice/2016/08/dzamija-na-rombonu/
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ana6. 09. 2019 13:01:39
der Link verrät, wessen Interesse es ist eek
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djimuzl6. 09. 2019 13:15:35
Eine solche Reaktion verrät, wie schrecklich das ist, oder?
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korl6. 09. 2019 13:20:32
am besten, ihr macht eine Petition, um diese zwei Moscheen im Posočje neu aufzubauen,

damit ihr euch nicht nur in Laibach damit brüstet, eine Moschee zu haben
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darinka46. 09. 2019 13:25:40
Die Moschee war in Log pod Mangartom. Es ist wahr, dass dort für eine Weile eine bosnische Einheit auf dem Rombon war. Die Italiener hatten Angst vor denen, das weiß man warum, weil sie wörtlich mit Spitzhackenstielen ähnlich wie Keulen schlachteten, wenn sie in italienische Gräben einfielen. Wahrscheinlich haben sie sich danach dort eine Notgebetstätte gebaut.
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djimuzl6. 09. 2019 14:02:47
Unter der Petition muss man mit Vor- und Nachname unterschreiben, sonst zählt sie nicht.
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