| djimuzl7. 07. 2020 13:44:51 |
Am selben Tag, als auf den östlichen Hängen oberhalb Planica über die Ausrüstung einiger Wanderer gemeckert wurde , ich – genau oberhalb der gegenüberliegenden Talseite – meine Neugier auf einem weniger »instanten«, kreisförmigen Weg um die Glave weidete, eine zugewachsene Gruppe von Gipfeln unter der Visoka Ponca. Am Flugschanzenanlage stieg ich zur Straße oberhalb der Schanzen hoch und später, kurz vor ihrem Abstieg zum Beli Potok, bog ich auf die Holzstraße rechts ab. Am Ende suchte ich den Pfad links (Steinmann) und stieg den bewaldeten Hang hinauf. Der Pfad quert bald den oberen Teil (trockenen) des Beli-Potok-Bettes und steigt dann in einer breiten, zugewachsenen Rinne unter den Glaven auf. Er ist gut nachverfolgbar, dank der schönen »Zickzack«-Führung nicht anstrengend. Am Wegkreuz auf dem Sattel unter den Glaven (andere Richtungen: Tamar und Vratca) gehe ich den zugewachsenen Pfad zum höchsten Gipfel der Glave, wo ich die Ausblicke nach Osten zwischen Brennnesseln und Gebüsch suchen musste…  Nach kurzer Pause steige ich zurück zum Wegkreuz, wo ich den alten Hirtenpfad (Teil PP) zur Ovča Stran nehme – eine Kar mit wunderschönem Lärchenwald an ihrer Ostseite. Wenn er sich der größeren Rinne unter Visoka Ponca nähert, wo man die spitze Form der Turnci bewundern kann, biegt links (nach Norden) ein Pfadchen (Steinmann) ab, das die Osthänge der Glave quert. Den genannten Pfad habe ich beim letzten Besuch hier bemerkt, als ich ihn später auf einer Karte fand – die auch die Verbindung zur PP aus Planica bestätigte – entschied ich mich, ihn zu »testen«. Er beginnt als meist gut nachverfolgbarer Querweg, der bis zu seinem »Ende« allmählich über 200 Höhenmeter absteigt; kleinere Orientierungsprobleme erleichtern hier und da Steinmänner, sonst muss man öfter hinschauen Dass der Pfad wenigstens etwas gepflegt ist, zeigt ein am rechten Platz abgesägter Ast beim Queren (des einzigen) gestürzten Baumes darauf. Er verläuft in Süd-Nord-Richtung, dreht später auch nach Osten, dann wieder in die vorherige. Er quert einige Rinnen, der Übergang durch einige ist anspruchsvoll, da keine Sicherungen am Pfad (außer einer Kette, die nicht mehr zuverlässig ist) – der Fels ist meist bröcklig und schottrig, Vorsicht geboten. Ausblicke nach Osten sind von diesem Pfad schöner als vom Gipfel der Glave, bis zum erneuten Anschluss an PP (diesmal auf Planica-Seite) brauchte ich unter einer Stunde Gehens. Beim Abstieg auf dem schmalen, laubbedeckten und stellenweise exponierten Pfad nach Planica merkte ich bald, dass ich zu nah am Beli Potok war und somit auf einem Wildwechsel, der nahe seinem rechten Ufer führt, die PP ist mir beim Abstieg »entkommen« irgendwo rechts  Der ansonsten gut nachverfolgbare Wildwechsel erforderte ziemliche Akrobatik, nicht nur beim Überqueren zweier größerer Windbrüche, sondern auch einzelner Bäume auf dem Pfad, wo man die gestürzten Riesen überschreiten oder unter und zwischen ihnen kriechen musste An diesen Stellen ist der Durchgang erleichtert, aber nur mit den nötigsten »sägebedingten Eingriffen«. Kurz vor der Ebene stieg ich noch zum Beli Potok ab, wo ich kurz vor seinem Versinken mich etwas erfrischte. Schöner und nicht zu heißer Tag.
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