Neben der Ausbeutung der Steuerzahler durch unverantwortliche Subjekte gibt es hier noch einen Moment, den auch die Einführung kommerzieller Versicherung nicht vollständig beseitigen kann. Dass, wie schon jemand sagte, GRS-Mitglieder Gesundheit und Leben riskieren.
Zwar gäbe es mit kommerzieller Versicherung sofort weniger solcher Fälle, denn die Leute sind vorsichtiger, da die Versicherung den Anspruch ablehnen kann. Aber Unfälle passieren immer noch. Außer in offensichtlichen Fällen ist es oft schwer zu beurteilen, ob der Berggänger auf die Tour vorbereitet war, nicht nur Ausrüstung sondern auch Wissen, Erfahrung,... ob der Unfall Folge von Fahrlässigkeit oder wirklich unglücklichem Zufall war, ob der Berggänger aufgepasst hat oder nicht, was in seinem Kopf vorging,... Hier ist immer noch Bewusstsein jedes Einzelnen nötig. Nicht aus Mitleid mit Versicherungen, die sowieso von Unglücken profitieren, sondern wie gesagt gegenüber den Rettern selbst.
Ich habe die Geschichte eines unserer Berggänger gelesen, der in den USA einen hohen Berg bestiegen hat, ich erinnere mich nicht wo. In der Hütte darunter hat ihn der lokale Ranger von den Füßen bis zum Kopf gecheckt, Ausrüstung geprüft, ob er sie auch benutzen kann, Erfahrung geprüft,... Dann sagte er: "Yes sir, USA sind grundsätzlich frei, jeder kann hingehen wo er will (außer Privatgrund), machen was er will aber so dass er andere nicht gefährdet. Auf den Berg lasse ich nicht jeden, denn falls euch da oben was passiert, würdet ihr meine Jungs und ihr Leben gefährden, wenn sie euch retten kommen."
Und das wahrscheinlich unabhängig davon, wer die Kosten der Aktion zahlen würde...