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Forenliste / Slowenien / Skitourengehen / Herzfrequenz beim Skitourenfahren

Herzfrequenz beim Skitourenfahren

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1mitjas21. 12. 2011 14:59:03
Ein bisschen länger, aber so war im Wesentlichen der Titel meiner Diplomarbeit an der Fakultät für Sport. Seitdem sind mehr als sechs Jahre vergangen und vielleicht interessiert es jemanden.

Nach den ersten Touren im Oktober beginnt die Saison offenbar. Für die meisten Leute haben wir überraschende Ergebnisse bekommen, hier veröffentliche ich den Schluss, für diejenigen, die mehr interessiert sind, ist die komplette Arbeit angehängt.

Die Herzfrequenz ist ein allgemein etablierter Parameter zur Überwachung der Belastungsstufe bei Aktivität. Dieselbe Belastung meistern verschiedene Individuen mit unterschiedlichem Aufwand. Der Zweck unserer Arbeit war die Überwachung der Herzfrequenz bei Anfängern des Skitourenfahrens und die Feststellung, wie sich die Herzfrequenz zwischen den einzelnen Teilen der Tour, zwischen den Geschlechtern und bei verschiedenen Führern unterscheidet.

An der Arbeit haben 31 Studenten der Fakultät für Sport teilgenommen, 20 Männer und 11 Frauen. Im Durchschnitt waren sie 22 Jahre alt, unterschiedlich körperlich fit und am Tag der Messung gesund.

Der Zweck der Diplomarbeit ist es, in maximalem Umfang möglichst viele Menschen über die Herzfrequenz beim Skitourenfahren, die Bedeutung ihrer Messung, Unterschiede in der investierten Energie zwischen Studenten und Studentinnen und natürlich über die körperliche Fitness aufzuklären, die Skitourenfahren erfordert. Wir haben uns auch den Unterschieden zwischen Aufstieg und Abfahrt gewidmet, da viele glauben, mit dem eroberten Gipfel sei die Tour beendet und fürs Skifahren brauche man keine Kraft mehr. All das hilft bei der Planung und Durchführung von Skifahrten, sowohl für Anfänger im Skitourenfahren, Meister des Skitourenfahrens als auch für Fachleute. Wir hoffen auch, dass die Arbeit Menschen davon abhält, ihre Fähigkeiten zu überschätzen, was immer noch eine der Hauptursachen für Unfälle in der Bergwelt ist.

Zwischen Aufstieg und Abfahrt haben wir keine Unterschiede festgestellt, obwohl es sich um völlig getrennte Teile der Tour handelt, sowohl hinsichtlich Dauer als auch Bewegungsart. Ebenso gab es keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen Männern und Frauen, es geschah genau das Gegenteil des Erwarteten, Frauen hatten eine niedrigere durchschnittliche Herzfrequenz. Wir haben auch festgestellt, dass verschiedene Führer keinen Einfluss auf die Herzfrequenz haben, da alle versuchen, ihr Tempo der Gruppe, die sie führen, anzupassen.

Skitourenfahren ist eine der schönsten Aktivitäten in der schneebedeckten Bergwelt. Es ist so anstrengend, wie es der Skitourengeher selbst macht. Die Intensität des Aufwands regelt er mit dem Tempo des Gehens und Abfahrens. Wenn er die Schönheiten der Berge und die Bewegung in frischer Luft genießen will, ist das Vorankommstempo langsamer. Wenn er mehr körperliche Anstrengung will, ist das Tempo entsprechend schneller. Bei geeignetem Gelände bzw. Tour eignet sich Skitourenfahren sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Skitourengeher, solche, die konditionell gut oder nur durchschnittlich fit sind.

Die komplette Arbeit finden Sie unter www.mitja.alpinizem.net
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lynx21. 12. 2011 17:04:09
Interessant, aber meine Erfahrungen sind nicht so. Generell springt meine Frequenz schnell zum Maximum, außer wenn der Schnee wirklich konstant gleichmäßig ist und ich ihm vertraue. Meistens sind regelmäßige Pausen notwendig. zadrega
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enjanez21. 12. 2011 18:50:38
Auch bei mir ist die Pulsfrequenz beim Abstieg höher. Ich habe aber 33 Jahre mehr als der Durchschnitt. mežikanje
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1mitjas21. 12. 2011 19:58:57
Es passierte auch hier. Wir haben die Frequenz die ganze Tourzeit gemessen, die Pause am Top ausgeschlossen und dann den Durchschnitt der Herzfrequenz beim Aufstieg und Abstieg berechnet. Beim Abstieg ist sie natürlich stark gesprungen und in den Pausen beruhigt. Die gesamte Abstiegszeit (inkl. Pausen) war ziemlich ähnlich der gesamten Aufstiegszeit (inkl. Pausen).
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1mitjas21. 12. 2011 20:04:23
Noch ein Satz aus dem Teil, der die Methode erklärt:

Tour zum 2003m hohen Lanževica im Rahmen des regulären Programms Fach Bergsport an Sportfakultät. Start Hütte unter Bogatin 1513m ü. NN. Bedeutet Studenten 490m Höhenmeter hoch und runter. Tour gesamt 4 Std. 4 Min. Davon 2 Std. 24 Min. Aufstieg und 1 Std. 40 Min. Abstieg. Längere Gipfelpause nicht in Tourzeit. Tour komplett auf Skiern.

Bei Auf- und Abstieg Unterschiede erwarten da völlig getrennte Teile sowohl Bewegungsart als Dauer Belastung (Aufstieg 2 Std. 24 Min., Abstieg 1 Std. 40 Min.), doch keine Unterschiede. Mittelwerte Herzfrequenz Männer Aufstieg 142,9 ± 12,6 Abstieg 143,8 ± 12,5. Diese nah an Sevšek (2000) Studie wo ebenfalls keine Unterschiede Skitour Aufstieg (145 ± 13) Abstieg (146 ± 11). Herzfrequenzen unserer Messsubjekte 2 Schläge/Min niedriger Auf- und Abstieg als Sevšek (2000). Nach Alter Gegenteil erwarten da Skitourengeher dort fast 30 Jahre älter als unsere. Bekannt Herzfrequenz sinkt mit Jahren (De Vris, 1976). Niedrigere Frequenz unser Fall auch durch Gruppentempo erklärbar. Wissen Sevšek (2000) zwei erfahrene Skitourengeher. Ganze Tour ziemlich schnelles gleichmäßiges Tempo angepasst an körperliche Fähigkeiten und technische Kenntnisse. Beides hohes Niveau. Unsere Gruppe 12 Sportfakultätsstudenten üblicherweise gut konditioniert aber große Probleme mit Technik Fortbewegung Tourenski. Auf besagter Tour fast alle erstmalig auf Tourenski. Tempo also an Student mit meisten Fortbewegungsproblemen angepasst. Wahrscheinlich Ergebnis so niedriger Herzfrequenz Kombi gute konditionelle Vorbereitung Studenten und langsames Fortbewegungstempo Folge mangelnder technischer Gehkenntnisse Tourenski. Keine praktische Herzfrequenzdifferenz Auf-/Abstieg durch Tourenführungstaktik erklärbar inkl. Tempo mit Pausen und Geländewahl. Jeder Führer Aufstieg führt Gruppe so dass Tempo möglichst gleichmäßig und so schnell dass alle mühelos folgen. Dadurch Herzfrequenz Teilnehmer fast unverändert. Nach Anwärmen erreicht Level sinkt nur bei kurzen Stopps. Abstieg Tempo etwas anders. Ganzer Skiabstieg erfordert ständige Kontrolle. Veränderlicher Schnee beeinflusst Geschwindigkeit Hangab. Tourenskitourer muss jederzeit Reserve haben sofort stoppen. Deshalb und Geländekonfig sehr abwechslungsreich Bergen Abstieg größere Schwankungen Herzfrequenz. Anspruchsvolles Gelände stark ansteigend bis nahe Max, ebene leichte Teile fast ruhend. Gerade diese Schwankungen machen Durchschnitt Herzfrequenz Auf-/Abstieg ähnlich.
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lynx21. 12. 2011 20:08:04
Das deutet eher darauf hin, dass Testpersonen oft genug und lange genug pausiert haben. Interessanter wäre Vergleich der Mittelwerte der Frequenzen nur unter Belastung.
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sla22. 12. 2011 08:30:05
Interessant. Mitja, denkst du, Ergebnisse würden sich ändern bei anderer Tour und anderen Teilnehmern? Lanževica unter leichten Skitouren mit relativ niedriger Aufstiegshöhe und flacher Skipiste, plus "difovci" meist fit. Bei VDV von Rudno polje fast doppelte Höhenunterschied und längere Tour mit steilem Gipfelanstieg, Skipiste auch Anfang recht anspruchsvoll. Durchschnittl. Tourenskitourer baut Fitness meist mit sommerlichen Aufstiegen auf und steigert winters.
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1mitjas22. 12. 2011 10:33:21
Lynx - für Vergleich nur unter Belastung müsste jeder Student Knopf Uhr drücken bei jeder Pause. Dann viel Datenverlust da Leute fehlen und nicht sicher Uhr wieder starten. Genug genau Pausen aus Grafen allein ausschliessen nicht möglich mind. nicht mein Statistikwissen. Dazu wollten Daten ganzer Abstieg, ja mehr Intervallbewegung aber Daten interessant für uns.

Sla: meiner Meinung Herzfrequenz Auf-/Abstieg ähnlich bei den meisten Skifahrern unabhängig Tour. Wahrscheinlich höher als unsere da unsere wirklich niedrig Tempo langsam. Ich selbst auf Touren überwacht Durchschnitt 100 Schläge/Min ca. wie Stadtspaziergang. Bei kleinerer homogenerer Gruppe Frequenz höher versteht sich abh Tempo Anstrengung Skifahrer in Tour steckt.
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