| VanSims9. 08. 2012 20:33:48 |
Letztes Wochenende bin ich zum höchsten Gipfel der Niederen Tauern - Hochgolling aufgebrochen. Da am Samstag in Österreich Regen angesagt war, bin ich am Sonntag gegangen. Bei Rennsweg habe ich die Autobahn verlassen (Katschbergtunnel gespart) und über den Pass und Mauterndorf nach Tamsweg gefahren. Dort war glücklicherweise eine offene Tanke, wo ich Essen und Wasser kaufen konnte, da alle Geschäfte geschlossen waren. Dann bin ich nach Göriach gefahren und von dort über eine üble Schotterstraße zum Parkplatz am Ausgangspunkt. Unterwegs habe ich einen teilweise noch angeschwollenen Bach gesehen, die Straße war noch matschig - der Regen am Vortag war reichlich und im Radio hieß es, dass es in mehreren Teilen Österreichs Probleme mit Hagel und Hochwasser gab. Vom Parkplatz gehe ich vorbei am Weiler mit Häuschen, wo auch eine Hütte (eher Gastwirtschaft) ist, und weiter. Bis zur Abzweigung zur Gollingscharte ist der Weg ziemlich flach oder steigt nur wenig an. Der schwerste Teil ist von der Abzweigung zur Gollingscharte, besonders im oberen Bereich, wo ich eine kleine Schneefläche hatte (gut mit Stöcken begehbares - August 2012) und man auf den Felsen aufpassen muss. An der Scharte treffe ich eine Gruppe Leute. Dort halte ich an und nasche etwas. Dann gehe ich rechts zum Gipfel. Von der Scharte sind es noch gute zwei Stunden. Der Weg ist anfangs exponiert, dann biegt er links ab. Kurz vor der Weggabelung ist etwa der schwerste Teil, aber nicht schlimmer als Kletterei UIAA I. Schwerste natürlich, wenn man an der Gabelung rechts geht (linker Weg am Grat mit Abschnitten II). Nun gehe ich an der Gabelung auch rechts, also der Normalweg. Von dort ist es immer noch exponiert (mindestens stellenweise), wartet aber noch ein etwas ätzender Kletterabschnitt über einen Fels, wo zwar Haken eingeschlagen sind, aber sehr sparsam. Dann nach weiteren ca. einer halben Stunde erreiche ich den Gipfel. Hinter mir kommt noch jemand, der mich mehr oder weniger schon ab der Abzweigung zur Gollingscharte verfolgt hat, und wir plaudern etwas. Aussicht: Ich hatte perfekte erwartet wegen des Regens am Vortag, aber so war es nicht ganz. Natürlich sah man vor mir gut die markante Dachstein-Gruppe, auch den Grat der Nördlichen Kalkalpen und die Gipfel der Niederen Tauern drumherum. Im Süden sah man in der Ferne einen Grat, aber ich bezweifle, dass es schon die Karawanken waren, eher Krainer Alpen oder Nockberge. Leider kein Blick zu unseren Juliern. Auch die Hohen Tauern waren bewölkt. Hochalmze war noch einigermaßen am Gletscher erkennbar, der Rest mehr oder weniger in Wolken oder unkenntlich. Abstieg nichts Besonderes. Er war fast leichter als der Aufstieg, da mir wieder passiert ist, dass ich beim Blick auf den Weg aus der Vogelschau sah, dass ich an manchen Stellen nicht hochgeklettert wäre, hätte ich den Weg gekannt. An der Gollingscharte wieder einige Leute, aber keine übermäßige Andrang für den höchsten Gipfel eines Gebirges und nicht so schwer erreichbar. Der Weg insgesamt ist anspruchsvoll, aber nicht übermäßig. Auf der Normalroute ist er z.B. viel leichter als der Triglav über Planika. Von der Gollingscharte zurück zur Abzweigung, dann noch zu den Landawirsee-Seen (Untere und Obere). Von dort gute Stunde zurück zum Parkplatz, kurz vor dem Parkplatz halte ich noch in der Hütte (Gastwirtschaft) auf ein Bier. Auf der Rückfahrt geht mir schon der Sprit aus und ich weiß nicht, ob ich bis zur Tanke auf der AC gekommen wäre, hätte nicht glücklicherweise in Tamsweg auch noch eine offene gegeben. Natürlich vollgetankt, da 1,42 EUR/Liter (also nach der Preiserhöhung bei uns in ein, zwei Tagen habe ich profitiert ) Und wieder eine schöne Tour in die Tauern (diesmal Niedere) war vorbei.
| (+2) |  | |
|
|