| pg7. 06. 2020 14:42:08 |
Ich eröffne eine neue Rubrik und gebe Infos zum Besuch beider Berge unter einem Thema wegen ähnlicher aktueller Bedingungen und konzeptioneller Merkmale. Letzte Woche habe ich in Innsbruck mit der Arbeit begonnen, wo ich bis Jahresende bleibe, und für den Einstieg nutzte ich das schöne Wetter, um die Stadt aus der Höhe zu betrachten und stieg auf zwei sehr beliebte Hausberge auf, Hafelekarspitze im Nordkette-Grat und Patscherkofel, der geographisch zu den Tuxer-Alpen gehört. Auf beide Berge strömen Massen, denn Seilbahnen bringen Ausblicksliebhaber fast bis zum Gipfel. Ich bin von Talstartpunkten aufgebrochen: technisch sind beide Touren leicht, aber es gibt ordentlichen Höhenunterschied zu bewältigen. Der Aufwand lohnt sich definitiv, denn die Natur ist hier wunderbar und die Ausblicke auf Innsbruck und Inntal erstklassig, auch wenn man sich vom überlaufenen Gipfel besser etwas entfernen sollte. Zur Hafelekarspitze bin ich von Hungerburg über Weg 216 an der Bodensteinalm vorbei, zurück über 215 an der Höttinger Alm. Im Nordkette-Grat habe ich kurz Richtung Goetheweg geschaut, aber wegen Nachmittagsverpflichtungen keine Zeit dafür gehabt, ebenso habe ich am Rand der berühmten Innsbrucker Klettersteig ein bisschen geklettert, der leider noch geschlossen ist (sollte Ende 2. Woche öffnen). Zum Patscherkofel bin ich vom Parkplatz über Igls über Weg 350, der sich an der Lanseralm vorbei und durch idyllischen Wald windet und mit dem aussichtsreichen und beliebten Zirbenweg weitergeht. Trotz schlechter Wettervorhersage hat's gehalten, wenngleich oben fürchterlich geweht hat. Egal - Gipfel ist wegen Hütten und Masse einer der weniger angenehmen Punkte, Ausblicke wunderbar und Natur anziehend. Wegen runder Form und geringer Steigungen erreichbar von fast allen Seiten, daher abwärts Kombi aus Wegfreiem in übersichtlichem Gelände und unmarkierten Steigen, die mit etwas kreativem Schauen schnell erkennbar sind. Schließlich sind Berg und Umgebung Paradies für Radfahrer, die sie massenhaft besuchen. Ich kehre sicher mit Mountainbike zurück, wenn ich eines auftreibe. Noch ein paar allgemeine Infos: problematischen Schnee auf Wegen gibt's nicht mehr, ausser kleine Rinne, wo normalerweise Drahtseil hilft (nur für extra Halt - Weg unkompliziert) und sie auf Schnee überquert werden muss. Sonst einzelne Schneeflächen, die eher Abwechslung bieten. Parkplätze an unteren Bahnstationen in Hungerburg (für Nordkette) und über Igls (Patscherkofel) kostenpflichtig mit Pauschale 6 Euro/Tag - mit etwas Aufmerksamkeit gratis Parkplätze etwas tiefer zu finden. Wer beliebte Wege über Innsbruck laufen und unerträgliche Massen meiden will, für diesen Sommer wegen Gesundheitskrise ideal. Genannte Wege für alle Wanderer geeignet, auch wenn 216 nach Hafelekar steil ist und offiziell als schwierig markiert (ist's aber nicht). Nach Erledigung der Pflichten in den nächsten Wochen schaue ich zu anspruchsvolleren Zielen in Stubai-, Ötztaler Alpen und Mieming. Unter anderem plane ich die 7 Gipfel Stubais zu durchqueren, auch wenn Gletscherwelt für Alleingänger Probleme macht - also je nach Umständen. Ausflüge beschreibe ich grundsätzlich auf dem Portal.
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