| Mcgiver17. 11. 2019 20:07:55 |
Es ist wahr, dass seit der Reise um Cres einige Zeit vergangen ist, aber die Sache scheint mir immer noch aktuell. Jedes Jahr gehe ich auf eine viertägige Reise auf dem Adriatischen Meer (wenn Zeit erlaubt, zweimal, Frühling und Herbst). Meist mit Kollegen, und dreimal sind wir schon aufgebrochen. Dieses Jahr hatte der Kollege keine Zeit, also bin ich allein gegangen. Allein per Meer zu reisen erfordert einen etwas anderen Ansatz als mit mindestens moralischer Unterstützung oder Hilfe eines Paddelpartners. Ich plante keine Überfahrten zwischen Inseln allein, also war die einzige Alternative, eine Insel zu umrunden. Was wäre geeignet...? Beim Surfen im Web freute ich mich über den Tripbericht von Jure23 (auf Morjeplovec), der 2011 sehr schön den Urlaub mit seiner Freundin beschrieb (Paddeln um Cres). Entscheidung gefallen, ich fahre um Cres. Cres ist nah, Fahrt kurz. Wenig Vorbereitung, Kartenprüfung, wo aus Kajak landen kann (ich nutze Prijon Boot Seayak) nur möglich in flachem Wasser ohne Felsen. Cres daher sehr geeignet, im Gegensatz zu Kornaten. Ich erstelle einen ungefähren Reiseplan. Entscheide mich für sieben Tage entspanntes Paddeln, das sollte reichen, wenn Kopf, Körper und Wetter mitmachen. Als der Kollege kapiert, dass ich wirklich gehe (er glaubte lange nicht, dass ich allein gehe), beschließt er, sich in vier Tagen anzuschließen. Na gut, musste die Reise neu planen. Entschieden, Montagmorgen starten, in Osor parken und südwärts, in vier Tagen in Porozina ankommen, wo wir Freitagmorgen treffen, er parkt Auto und in nächsten drei Tagen bis Osor paddeln. Montag, 16. September morgens Start, in Brestova noch viel Betrieb. Erster Fähre. Fahrt nach Osor ohne Besonderheiten. Parke ca. 30m von Ufer, trage all Kram und Boot ans Ufer und packe. Badegäste wundern sich, wohin all das Zeug, aber nach Stunde alles verstaut. Um zwei ablegen. (Bild1) Erster Tag paddeln nach Punta Križe, ganz begeistert vergesse, dass im September schnell dunkel wird und bei Dämmerung suche Platz und stelle Zelt auf. Morgen (Dienstag) herrlich, warm, Meer ruhig und schon um 6 ab. Für Snack halte in schönem Buch, natürlich niemand und genieße warmes Sonne Stunde halbe. (Bild2) Nachmittag noch schönes sonniges Wetter ruhiges Meer weiter bis Abend. Finde guten Platz und stelle Zelt lange vor Dunkelheit. Schöne ruhige Bucht, aber wenige Meter vom Ufer Müllhalde. (Bild3) (Bild4) Dritter Morgen paddeln früh auch. Meer ruhig und fragte mich nur, wie lange Glück anhält, da ich solch Ruh nicht gewohnt. Und wirklich nicht lange, nur Stunde, dann Wind auf und Wellen steigen. Vorhersage leichte Bora, wehte aber ordentlich. Stunde halbe Qual, dann zu gefährlich. Gerade so bis schöne Bucht mit noch schönerem Strand (Tarej) und da Bora zunahm, entscheide für Tag beenden. (Bild5) (Bild6) Abend moderate Regen angesagt, also besseren Zeltplatz kein finden. Da auf Cres auch Wildschweine, Schlafen hoch schien sehr passend (Bild7) Kein Regen, nicht Tropfen. Aber Donnerstag noch starker Wind, Wellen um Meter. In solchen Bedingungen allein keine Absicht fortsetzen. (bei zwei vielleicht) Klar, Porozina nicht in einem Tag. Also wo holt Kollege Freitag?? Auf Beine und zu Fuß nach Merag, um zu checken ob irgendwo landen kann. Nach fast ganzem Tag Sitzen (gut hatte Lesen) längerer Spaziergang willkommen. Überzeugt wo ans Land, guten Kaffee getrunken, im Lokal Ladung für Handy und Ersatzakku gebeten, zurück zum Lager. All Ausrüstung vor Ort wie gelassen, keine Menschenseele... Nachmittag wieder Sitzen und Lesen im Schutz, Sonne wärmt schön. Freitag 6 Uhr auf, Zelt abbauen, packen und 7 Uhr weiter. Noch Wind aber Wellen freundlicher und in Stunde halber im Dorf Merag. Kamerad wartet schon, Ausrüstung auspacken, Boot beladen und nach Porozina fahren, wo Auto lassen wollten. Als Kollege schaumende Wellen sieht, Reaktion: "Na ja würde gehen, in solchen haben wir schon gepaddelt, aber ich bin zum Genießen gekommen nicht leiden. Von Cres aus! Du kommst eh nicht in einem Stück rum, also egal." Mir recht, Hauptsache wieder aufs Wasser. Parken in Cres, wieder bepacken und in guter Stunde schon los nach Valun Kaffee und weiter nach Lubenice wo übernachten. (Bild8) (Bild9) Samstagmorgen gemütlich Start, keine Eile, bald merke er ist wirklich zum Genießen gekommen  Bis Mittag noch irgendwie, nach Bier und Mittag in Martinščica Sonne machte ihriges und Nachmittag Paddeln beendet. Osor eh nicht weit. (Bild10) Sonntag noch unter zwei Stunden nach Osor gepaddelt (Bild11) wo Auto treu wartete, Ausrüstung geladen, Kaffee und nach Cres für anderes Auto dann heim. Auf Heimweg frage ich mich: Wohin nächstes Frühjahr? Zuerst die drei fehlenden Tage von Merag bis Cres finishen!!!  23. Oktober 2019 Sonne, Vorhersage prüfen Sonne bis Sonntag, Windstille, 26°C......warte nicht bis nächstes Jahr  24. und 25. Oktober Urlaub! Wenig Essen, packen und 24.10 morgens ans Meer wieder allein. Krk, Valbiska und Fähre nach Merag. Noch viele Urlauber aber Fähre bei weitem nicht voll. (Bild12) Um 12 schon auf Wasser. Heute zum Nordende Cres, zuerst Ort Beli. (Bild13) (Bild14) Abend Ziel erreicht. Zelt aufbauen, viel kälter als vor Monat, Tag auch kürzer. (Bild15) Überraschend gut geschlafen. Erholt vor sechs nach Porozina. Hoffe offen für Kaffee. Ja. Lerne zwei nette Steirer kennen die nach Lošinj, plaudern natürlich. Nach Stunde ab. (Bild16) Tag könnte nicht schöner sein, Sonne, Ruhe, Blau, Windstille, einfach genießen ganzer Weg, schöne Strände reihen sich. Plan bis Abend Sveti Blaž Bucht die alle loben. Richtig, zurecht. (Bild17) (Bild18) Live noch schöner. Letzter Tag nur zwei Stunden nach Cres, warm wie Sommer. (Bild19) Erledigt. Um 10 Kaffee und Croissant in Cres. Kreis um Cres geschlossen. Noch zum Auto. Fahrrad von Agentur geliehen nach Merag Auto holen, zurück Cres, Rad zurück, Boot laden und Fähre in Porozina. (Bild20) Schöne Erfahrung. Vielleicht nützlich für jemanden, wie mir Jure23. Paddeln ca. 190 km, schön weil alles flach.  
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