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Forenliste / Slowenien / Julische Alpen / Kal 1700m und Vršič 1787m.

Kal 1700m und Vršič 1787m.

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darinka420. 09. 2019 08:13:04
Kal 1700m und Vršič 1787m. 19.9. 2019. Wenig besuchte Gipfel im Grat, der sich auf Oblo Brdo fortsetzt und bis Lopatnik und Krnčice. Von Drežniških Ravne 575m. Bis Zaprikraj 6 km auf sehr schlechter Schotterstraße. Der Pfad ist eingezeichnet und gestern haben wir ihn gefunden und über ihn Vršič erreicht. Und weiter im Grat zum zweiten Gipfel, der niedriger und der letzte im Grat ist oder der erste wie man schaut. Wir haben uns die Reste der befestigten Stellungen der zweiten italienischen Linie angesehen, Befestigungen, Kavernen, die von Alpen-Einheiten am 31. Mai 1915 erobert wurden. Dort waren italienische und österreichische Einheiten sehr nahe beieinander, wo Überreste auf diesen beiden Gipfeln noch heute sind. Als wir die Eingänge zur Kaverne erkundeten, stießen wir auf zwei Ottern, eine war rötlichbraun mit Schutzwarnfarbe, die andere ganz schwarz, aber sie waren nicht weit voneinander entfernt. Beide zogen sich zurück. Wahrscheinlich sind sie nicht an Leute gewöhnt. Die schwarze lugte noch aus dem Versteck hervor, bevor sie im Inneren verschwand. Beim Abstieg gingen wir etwas zu tief und verpassten den Pfad. Haben ihn tiefer gefunden. Durch hohes Gras musste man auf dem steilen Gelände ziemlich vorsichtig abwärts gehen.
Kal 1700m und Vršič 1787m. Wir hatten schönes Wetter.1
Kal 1700m und Vršič 1787m. Weiter durch das Gras.2
Kal 1700m und Vršič 1787m. Sprengrohr - es heißt Betica. Noch voll. Ziemlich schwer zu heben.3
Kal 1700m und Vršič 1787m. Wir haben niemanden getroffen.4
Kal 1700m und Vršič 1787m. Der Weg ist schlecht sichtbar.5
Kal 1700m und Vršič 1787m. Schon auf dem Grat.6
Kal 1700m und Vršič 1787m. Ausblicke. Lipnik ist gut sichtbar und der Pfad, der plötzlich verschwindet.7
Kal 1700m und Vršič 1787m. Es war windig und gar nicht warm.8
Kal 1700m und Vršič 1787m. Letzte Enziane.9
Kal 1700m und Vršič 1787m. Granaten in einem Haufen. Nicht explodiert.10
Kal 1700m und Vršič 1787m. Schwer sie zu greifen.11
Kal 1700m und Vršič 1787m. Wir setzen den Weg nach Kal fort.12
Kal 1700m und Vršič 1787m. Alles ist rötlich. Herbstdekoration.13
Kal 1700m und Vršič 1787m. Noch immer Schneelinien. Oder etwas anderes.14
Kal 1700m und Vršič 1787m. Jemand schläft den Schlaf des Gerechten.15
Kal 1700m und Vršič 1787m. Wie viel davon ist noch übrig.16
Kal 1700m und Vršič 1787m. Auf dem Grat.17
Kal 1700m und Vršič 1787m. Man sieht hindurch.18
Kal 1700m und Vršič 1787m. Nach so vielen Jahren ist die Inschrift an den italienischen Stellungen erhalten geblieben.19
Kal 1700m und Vršič 1787m. Wir setzen den Weg am Graten fort.20
Kal 1700m und Vršič 1787m. Kugelwolken schmückten den Himmel, wie vorhergesagt.21
Kal 1700m und Vršič 1787m. An den österreichischen Stellungen.22
Kal 1700m und Vršič 1787m. 23
Kal 1700m und Vršič 1787m. Ansicht der Grotte.24
Kal 1700m und Vršič 1787m. Mit vielen Gräben.25
Kal 1700m und Vršič 1787m. Und die Seilbahn war damals verlegt.26
Kal 1700m und Vršič 1787m. 27
Kal 1700m und Vršič 1787m. Schaufel.28
Kal 1700m und Vršič 1787m. Auf dem Rückweg.29
Kal 1700m und Vršič 1787m. Tafel am Weg.30
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darinka46. 06. 2025 14:22:28
(04. 06. 2025) Planina Zapleč - Kal 1698m und Rundweg zu Lukeževo Brdo. Die Tour ist uns nicht ganz gelungen. Weil wir weiter durchs Dolič-Tal geplant hatten, das früher Kapelental hieß bis Koordinate 1776. Und von dort auf Vršič steigen. Und zum Ausgang absteigen. Zu viel Zeit haben wir für die Besichtigung der Kavernen aufgewendet. Wir haben uns entschieden, den zweiten Teil des Weges ein anderes Mal zu gehen. Abstieg von Kal Richtung Lukeževo Brdo war ganz anspruchsvoll in nassen steilen Gräsern. Zwei Ottern haben wir in Gräsern Richtung Kal gesehen. Hier haben sie Ruhe und werden selten gestört. Es war etwas windig aber richtig angenehmes Wetter zum Gehen. Straße nach Zapleč ist nicht gerade geeignet für niedrigere Fahrzeuge. Wir haben 13 km zurückgelegt.
So ein Himmel.1
und interessante Wolken.2
Blumen. 3
Stein des italienischen 6. Bersaglieri-Regiments auf der Alm. 4
Wir sind nach Kal abgebogen. 5
Der Weg ist uns bekannt.6
Wir sind etwas unter dem Grat nach Kal gegangen.7
Überrest eines ehemaligen Helms.8
Bunkerinnere.9
Holz nach so vielen Jahren. Einst Fenster.10
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Was vom Helm übrig ist.12
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Decke aus Brettern.14
halten noch.15
Kiste, in der eine Gasmaske gelagert war. Italienisch.16
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Gipfel des Kal.18
es gibt reichlich Überreste.19
mit Ausblicken.20
und Blumen.21
begeben uns zu den anderen Kavernen.22
Windwolken.23
schöne Ausblicke.24
Überreste eines sinnlosen Kriegs.25
wächst am Felsen.26
Blick auf Bavški Grintavec.27
Srednja Špica und Lipnik.28
uns bekannter Gipfel.29
30
kurz vor dem Gipfel.31
Dolič-Tal. Oder einst Kapelental.32
Eingang in die Kaverne.33
In der rechten Hand habe ich den Zünder einer Haubitzengranate und in der linken eine Betico-Sprengrohr.34
Abstieg zu den Kavernen.35
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anspruchsvoller Abstieg mit Navigationshilfe.39
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Österreichische Stellungen.42
AO-Offensiv-Handgranaten.43
Vorläufer deutscher Granaten.44
Mit Cordit in Rollen gefüllt.45
Gebirgsartillerie-Regiment AO3.46
Es gab einige Schaufeln.47
Unser Weg zum Ausgangspunkt.48
Schlehe.49
Denkmal für den gefallenen italienischen Leutnant Vito Neri.50
Unser Team.51
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Tomco8. 06. 2025 18:57:27
Ich war mir nicht bewusst, dass es noch Orte mit solcher Menge gut erhaltener Überreste gibt. Interessant! Wahrscheinlich hat die Abgeschiedenheit dazu beigetragen, dass sie noch dort sind, wo sie sind nasmeh. Möge es so bleiben.

Das speichere ich mir für später vorerst.
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darinka421. 06. 2025 22:33:55
Donnerstag 19.06 haben wir den zweiten Teil des Weges von Zapleč entlang des nachverfolgbaren Pfadchens über Predolino gemacht. Und durchs Dolič-Tal - früher Kapelental genannt, wahrscheinlich nach der Kapelle, wo wir auch anhielten. Nur die Stufen sind übrig. Daneben war ein österreichisches Friedhof, wo angeblich 300 Soldaten begraben sind. Das Tal ist ziemlich zugewachsen bis zur Kot 1776, wohin wir wollten. Dort haben wir die Kavernen und Reste der ehemaligen Seilbahn besichtigt. Der Gipfel liegt gegenüber Lipnik. Ziel war bis Vršič und dann auf der Mulattiera zum Ausgang. Abstieg von der Kot war ganz anspruchsvoll. Zugewachsen. Den Weg, der früher zum Vršič führte, haben wir nicht gefunden. Wir sind zu weit links gegangen, trotz Navigation, die wir die ganze Zeit genutzt haben. Und in steiles Gras geraten und am Rand zum Sattel gekommen. Dann zum Vršič war’s nicht weit. Die Tour war nicht leicht. Orientierungsmäßig sehr anspruchsvoll. Aber wir vier waren alle richtig zufrieden. Der Gipfel Kot 1776 oder Ruševa glava wie sie heißen, hat genau am Heiligabend eine Lawine 58 Soldaten begraben. 40 waren verletzt. Weißer Tod nennen sie das. Bleibt der Bericht eines Soldaten, den die Lawine umging. Im Ersten Weltkrieg, da dort oben Positionen von großer strategischer Bedeutung für die k.u.k. Armee waren.
hier vorbei. 1
Wir gehen unter dem Lukeževo-Hügel vorbei. 2
Manchmal lagen Bäume über dem Weg. 3
Lilien. 4
ohne Navigation geht es nicht. 5
dann schlichen sich Wolken an. 6
Dolič-Tal zugewachsen. 7
Lukeževo Brdo.8
hier gab es keine Probleme beim Suchen. 9
Wir setzen ohne Schwierigkeiten fort. 10
und lang. 11
Javoršček ist sichtbar. 12
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Lipnik15
dahin gehen wir.16
Noch ein bisschen bis zum Gipfel.17
immer mehr Wolken. 18
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So sieht es aus. 20
Lipnik ist ganz nah. 21
wir nehmen uns Zeit zum Bestaunen. 22
Wir sind auf der Kota. 23
mit Ausblicken.24
die Stufen sind nach 110 Jahren erhalten. 25
Eingang in die Kaverna26
bosnischer Aufschrift. 27
Kaverne. 28
es war herrlich, sich auf den weichen Boden zu setzen. 29
Stützmauer. 30
Schild, das es nicht mehr gibt. 31
Noch einer.32
Überreste der Seilbahn.33
es ist ein Aussichtsgipfel. 34
einst Treppen in der Höhle.35
der Abstieg ist ziemlich anspruchsvoll.36
aber wir halten aus 37
wir hatten vor, dem Grat zu folgen, sind aber lieber abgestiegen. 38
durchlöcherte Kote 1776.  39
noch ein Stück bis zum Sattel. 40
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auf dem Vršič. 43
so sah es aus. 44
eine kleine Pause tut gut. 45
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es wird dunkel, aber es hat nicht geregnet. 47
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Abstieg ins Tal. 49
Bienenstock am Weg - Sprengrohr. 50
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lubadar22. 06. 2025 04:50:06
Wie ist die Straße zur Planina Zapleč?
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darinka422. 06. 2025 05:00:33
Die Straße ist aufgebrochen. Nicht empfehlenswert für niedrige Fahrzeuge.
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darinka422. 06. 2025 09:04:12
Beschreibung des Lawinenüberlebenden. An der Kot 1776. Am Heiligen Abend befahl man uns höchste Vorsicht, doch die Soldaten konnten sich trotzdem die Schuhe ausziehen. Der Feind lenkte schweres Artilleriefeuer auf unsere Kot, das wiederholt Schneelawinen auslöste, die sich mit kleineren Lawinen auf unseren Stellungen türmten. Um zehn Uhr änderte sich das Wetter plötzlich. Plötzlich fing es heftig zu schneien an. Der Schneefall verdeckte den sternenklaren Himmel, Schneemassen begruben uns. In diesem Chaos im Schneesturm, Heulen und Pfeifen des Sturms, blitzten plötzlich Blitze auf, denen sofort ohne Unterlass Donnerschläge folgten. Telefonleitungen rissen. Aus Gewehrläufen, Handgranaten flogen Funken. Elmsfeuer. Es erforderte Mühe, viele tapfere Burschen zu beruhigen und die harmlose Lage zu erklären. Sie hatten Angst und wären am liebsten aus dem Schutz in die stürmische Nacht gesprungen. Dennoch schuhen wir alle ein, knöpften Blusen zu und viele zogen Mäntel an. Kurz nach 23:30 hörten wir wieder Brausen und Rauschen. Bevor wir uns versahen und rufen konnten, umgab uns grauenvolles Heulen und Stöhnen. In einer Sekunde verabschiedeten sich viele Kampfkameraden für immer aus den Reihen der 2. Kompanie. Mein Schutz war in einer Felsenhöhle. Die Lawinenmasse drückte sie zuerst zusammen und platt, dann zog es mich in die Tiefe. Mitten im Heulen, Pfeifen und Ächzen fühlte es sich an, als wäre mir das Gesicht in den Nacken gedreht. Ich spürte scharfe Kälte, hörte einzelne Schreie der Kameraden. Dann senkte sich Gewicht auf meine Brust und die Kruste nahm mir den Atem. Ich verlor das Bewusstsein, alles war vorbei. Bald kam ich wieder zu mir. Ich erwachte in einem eisigen Grab. Ich hörte mich selbst atmen, mein Herz schlagen. Ich spürte mein Gesicht wieder richtig. Ich lag auf dem Rücken. Ich atmete ruckartig und krampfhaft. Mein Körper war gequetscht, Arme steif auf dem Rücken. Trotz entsetzlicher Kälte in den Beinen versuchte ich sie automatisch zu bewegen. Ich drückte und hackte, Todesangst gab mir übermenschliche Kraft. Ich ruderte mit Armen und Beinen in der Kälte und sah den Sternenhimmel. Vom Blitzen keine Spur mehr. Donner und Schneetreiben verschwunden. Ich war frei und gerettet. Sogar meine Armbanduhr lief. Auf dem leuchtenden Zifferblatt zeigte sie genau 23:50. Also noch nicht Mitternacht. Erst dann wurden wir uns wirklich bewusst, dass wir überlebt hatten, und stürzten uns in die Arbeit. Wir weinten und beteten, gruben und retteten. Kaum jemand hatte Handschuhe, niemand Mäntel. Manche barfuß. Glücklicherweise hatten sie dicke Socken oder Gamaschen. Bei minus 25 Grad Frost hoben wir mit übernatürlicher Kraft ohne Werkzeug Stützen, Eisenverstrebungen und Steine an und lockerten sie. Dann erreichten wir das Werkzeuglager, das auch die Lawine zugedeckt hatte. Danach war es leichter. Aus der Kaverne gruben wir den Arzt aus. Er lebte und wir schrien vor Freude. Wir fanden auch Signallichter und riefen um Hilfe. Der weiße Tod forderte 58 tapfere Männer. 40 waren schwerer oder leichter verletzt. Und viele starben später an den Folgen. Unten in Lepena, am Fuß der Stellungen, die unser Regiment mit so vielen Opfern verteidigte, entstand ein Friedhof, wo die Begrabenen bestattet wurden.
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