| j.18. 10. 2021 22:56:44 |
Gestern (Sonntag, 17. Oktober) aus dem Kurja-Tal zur Höhle Kapelle unter den Kalzen und zurück. Nach einigen Stunden Umherstreifen unter, an und über dem Hlev fand ich mich am Abzweig der eingestürzten Rinne wieder, die von unter dem Pisani-Turm (sagen wir, es heißt wirklich so) ihre Zunge bis zum Wald und weiter ins Kurja-Tal streckt. Die Wegbeschreibung und der Text (Pastirica, herzlichen Dank, wenn ich kann, gebe ich es zurück!) wiesen mich auf den steilen bewaldeten und grasigen Grat links von der Rinne. Der Grat ist in den ersten Metern extrem steil. Am Anfang, direkt über dem zehn Meter hohen Einsturz, quert ein einladender Pfadchen ihn waagerecht links, dem ich ein paar Meter folgte, aber es überzeugte mich nicht und ich kehrte in die Rinne zurück. Der Beschreibung, die mich schon nach wenigen Metern auf die Hänge des Grats lockte, widersetzte ich mich und kämpfte mich durch glatten und bröckeligen Untergrund etliche Dutzend Meter, bis ich mich für einen der Übergänge ins steile Gras entschied. Die Bäume sind dort ziemlich dicht, Wurzeln, die hier und da aus dem Boden lugten, waren tolle Griffe. Na ja, auch der Eispickel hing am Gürtel (psst, niemandem sagen, ein paar Mal keine Wurzeln, da hab ich ihn in den Schutt gerammt, einmal sogar in einen gestürzten Baum). Am Grat links neben der Rinne sind es nur rund hundert Höhenmeter bis zur Stelle, wo die Rinne unter den Wänden des Pisani-(?) Turms endet. Dort soll man die Rinne waagerecht bis zur grasigen Bank queren, die zur Kapelle auf der anderen Seite führt. Ich war schon leicht genervt von dem steilen Gras, das im letzten Teil noch durch Mikado aus etwa 15 Jahre alten gestürzten Bäumen erschwert wurde, und beschloss, wieder in die Rinne einzusteigen und an zwei Stämmen gestürzter Bäume zum vorgeschriebenen Übergang aufzusteigen. Tun Sie's nicht! Die ersten Meter gingen noch. Als aber die Bäume für Halt ausgingen und ich mich dem Rinnekopf näherte, hat der lose Schotter (zwei Schritte hoch, drei runter) mir ordentlich Angst eingejagt! Mühsam brach ich durch zur beschriebenen Querung, die sich als winziger Pfad herausstellte. Auf ihm zur Bank zur Kapelle war es nicht zu schwer, nur die letzten Meter vor der Höhle sind etwas steiler, erdig-felsig und etwas exponiert. Deshalb ging's wieder langsamer. Die Höhle selbst hat wirklich die Form einer Kapelle, tief ca. fünfzig Meter und hoch etwa zehn. Na ja, ehrlich gesagt habe ich am Ende der Höhle nicht richtig gestochert und nach möglichen Fortsetzungen gesucht. Detaillierte Daten zur Höhle selbst habe ich nirgends gefunden, auch nicht in den Jamski sistemi, die auch die Lagen der Höhle in Varvanje und Varvanje2 erfassen. Pastirica in Uganka brez prestanka ist natürlich eine Ausnahme! An den Wänden sind Aragonit-Igel, etliche davon. Tatsächlich wirkte die Höhle auf mich freundlich, wie ein Felsunterschlupf, sogar sympathischer als ihre berühmte Schwester Kamniška Höhle über Bela. Ich kehrte ungefähr auf dem Anstiegsweg zurück, nur dass ich beim Queren der eingestürzten Rinne dem Pfadchen treu folgte, auf dem grasig-waldigen Grat aber etwas weiter rechts (bergab gesehen) abstieg, etwa fünfundzwanzig Meter von der Rinne entfernt. Etwa zehn Meter über dem verhängnisvollen Pfadchen, direkt über dem steilen Teil, habe ich mir den Übergang in die Rinne etwas erzwungen. Und wenn jemand die Kapelle selbst besuchen will: Vom Parkplatz im Kurja-Tal auf dem Karrenweg, halten Sie sich rechts bzw. geradeaus, nicht links. Nach ca. dreihundert Metern biegt rechts fast unbemerkt ein verwachsener Karrenweg ab, der unter Hlev geht. Nicht abbiegen, sondern weiter auf dem ebenso verwachsenen Karrenweg, der langsam nach rechts dreht und nach ca. 15 Minuten im Wald links von Hlev endet. Ca. 40 Meter vor dem Ende gehen Sie schräg links bergauf durchs Gestrüpp, bald erreichen Sie eine kiesig-steinige Rinne, die höher sich teilt. Der rechte Arm ist undeutlich. Am linken Arm bergauf auf dem grasig-waldigen Grat, wie beschrieben. Gesamthöhenunterschied über 300 Meter, der Zugang ist ernstzunehmendes Wegloses, bei Nässe extrem rutschig, also Vorsicht!
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