| j.1. 03. 2021 22:29:38 |
Gestern (Sonntag, 28. Februar, größtenteils auf Skiern) von Stara Fužina auf der Straße nach Blato, dann zur Planina pri jezeru und weiter in die Razortälchen unter Kredo und Slatno und rechts über die Pferdebänke zum Sattel am Eingang zur Tiefen Mulde. Zurück auf demselben Weg. Das Hauptproblem der Tour war die Ausgangssperre zusammen mit der undeutlichen und unfreundlichen Art des Verkehrsregimes in Stara Fužina, beides hat uns unsere kostbare Morgenzeit und Energie gekostet. In Tourenstiefel haben wir uns erst gegen halb neun nach einer halben Stunde Asphaltlaufen umgezogen. Verdichteter Schnee auf der Straße zur Planina Blato beginnt etwa zwei Kilometer von der geschlossenen Schranke, am Eingang der Straße ins Suha-Bachtälchen. Bis Blato natürlich keine Probleme, abzüglich unter sieben Kilometer Laufen. Die nächsten guten fünf Kilometer zuerst zur Planina Jezero und weiter zur Planina v Lazu waren nur ein Appetithäppchen, gewürzt mit gefrorenem, hartem Schnee. Wo rechts der steile Weg zur Planina Blato abzweigt, war der Pfad eng und vereist, unten ziemlicher Hang. Deshalb haben wir uns für einige Dutzend Meter Steigeisen angelegt, die zwei Burschen vor uns hatten sie. Nervige Stelle war auch die verschneite und vereiste Querung in den steilen Hängen über dem See, einige hundert Meter jenseits der Planina pri jezeru. Auch der Schnee im Razor über Planina v Lazu war hart, aber Skispuren von vor einigen Tagen waren sichtbar, als es auch in schattigen Lagen Tauwetter gab. Bei guten 1700 Höhenmetern (beim letzten Lärchenbäumchen im Razorgrund) sind wir rechts hinauf zu den Pferdebänken abgebogen. Schnee auf den sonnigen Hängen der Bänke war weich, an einigen steileren Stellen für den Aufstieg etwas zu sehr. Wir folgten den Lärchen auf einer Art Terrasse, die am Anfang mit mehreren Meter hohen Zwergkiefern bewachsen ist und sommers extrem schwer passierbar. Wegen des Schneereichtums dieses Winters natürlich keine Spur von Buschwerk. Deshalb sind wir mühelos den Hang hinauf zum ausgeprägten Graben, der steil aufwärts führt. Dann hindurch zum Sattel, dem Vorraum einer der zauberhaftesten Mulden, die ich kenne - der Tiefen Mulde. Es war schon spät, die Sonne schien über den Vogelsrücken und warf aufregende Schatten auf die Hänge dieser geheimnisvollen und einsamen Senke. Von ihrem Vorraum bei guten 2000 m Höhe sieht man nur den unteren Teil. Zum Übergang zur oberen, augenverdeckten Hälfte nur ca. eine halbe Stunde, mit Rückweg also unter einer Stunde, die wir uns nicht leisten konnten. Deshalb standen wir nur da und schauten herum. Ohne Geschrei und Aufseufzen vor dem mächtigen Anblick, in reiner Stille und allein, nur am Rand spürten wir eine Herde Gämsen, die unseren Weg schon beim Aufstieg durch den Graben gekreuzt hatte. Und weit unten, wie auf der Hand, die verschneite Planina v Lazu. Die westliche Hälfte der Alm lag schon im Schatten. Deshalb war es recht nett, ein Häufchen winziger menschlicher Ameisen zu sehen, die sich Platz für ihr Martinčkanje auf dem Hang der Ostseite von Laz gesucht hatten, wo die Sonne noch aushielt. Die Entscheidung zur Rückkehr war grausam, aber die außergewöhnliche Abfahrt auf dem aufgetauten Firn hat alle Abschiedstraurigkeit verweht. Eins zwei drei waren wir im Razor, etwas langsamer auf hartem und aufgebrochenem Schnee bis ans Tälchenende. Der Weg zur Planina Jezero geht ziemlich hoch runter, auf dem Gipfel einer der Erhebungen drehten wir uns um und verabschiedeten uns von den glänzenden Pferdebänken. Darüber spürten wir die Tiefe Mulde, die vom mächtigen Debeli vrh bewacht wurde, beleuchtet von der untergehenden Sonne. Der Weg zur Planina Blato kam uns noch eisiger vor als morgens, aber es ging. Noch schneller sind wir die Straße hinuntergerasselt, polternd auf gefrorenem hartem Schnee. Ins Tal kamen wir schon im Dämmer. Marschieren auf trockenem Asphalt zum Parkplatz war kein Highlight, aber wir haben durchgehalten. Was sonst .
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