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| SuzanaM17. 03. 2014 19:30:02 |
Konjsko Sattel (1782 m) ist ein Übergang zwischen Spodnja Komna und Skigebiet Vogel. Er liegt zwischen Meja (1996 m), einem Gipfel im Grat der Unteren Bohinjer Berge, und Bohinjski Migovec (1901 m). Am Donnerstag, 13.3.2014, setzte ich meine Schneeschuhtour-Odyssee fort, die ich am Vortag beim Hotel Zlatorog in Ukanc begonnen und mit dem Aufstieg auf Lanževica beendet hatte. Morgens bewunderten die verspielte Perla und ich den Sonnenaufgang, gegen 8 Uhr brach ich vom Dom na Komni auf. Den Spuren von Skifahrern und zwei Schneeschuhgängern folgend ging ich vorbei an der Govnjač-Alm zum Konjsko Sattel. Die sengende Sonne hatte den Schnee schon morgens aufgeweicht, doch die dünne Kruste hielt die Schneeschuhe meist noch. Ohne sie sackte man bis zu den Knien ein. Als ich den Konjsko Sattel erreichte, dachte ich, das Schlimmste wäre überstanden, doch der Weiterweg erwies sich als anspruchsvoller als der Anstieg selbst. Das Querung der Hänge zur Kal-Alm auf gut aufgeweichtem und nassem Schnee war für Schneeschuhe gar nicht angenehm. Das Gelände ist sehr lawinengefährdet. Gut, dass die Lawinen schon vor einiger Zeit abgegangen waren. Der Wegabschluss durch Žagarjev Graben, zuerst zwischen Bäumen, dann am Rand der Piste. Mit Schneeschuhen konnte ich bis Ukanc gelangen. Und der Kreis war geschlossen.
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| carniolus17. 03. 2014 21:09:51 |
Super Suzana. Du hast wahrscheinlich reichlich Schutz vor all der Sonneneinstrahlung gebraucht? Bist du gut davongekommen?
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| SuzanaM17. 03. 2014 21:45:19 |
Faktor 50+ hat kaum gereicht. Die Mütze auf dem Kopf, tief über die Stirn gezogen, hat geholfen, dass die Gehirne nicht gekocht wurden. Danke für das Lob.
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| SuzanaM11. 04. 2015 18:46:55 |
Donnerstag, 9.4.2015, habe ich die Schneeschuh-Odyssee vom Vorjahr wiederholt, nur diesmal in umgekehrter Richtung. Begonnen habe ich beim Hotel Ski auf der Vogel-Skigebiet, wohin ich als einzige Wanderin mit der Gondel-Bahn gekommen bin. Kurz nach 8 war ich auf dem Skigebiet, das diesmal nicht betrieben wurde, ganz allein. Und so blieb es bis zum Abend, als mein Weg beim Dom na Komni endete. Vom Hotel Ski bin ich zuerst auf hartem und gefrorenem Schnee zur Planina Zadnji Vogel abgestiegen und dann mehreren Spuren von Skifahrern und Schneeschuhgängern gefolgt. Von der Planina bogen die Spuren zum Vogel ab, Richtung Komna nichts. So bin ich zuerst ziemlich bergauf in Richtung Sommerweg zum Vogel gegangen. Nach knapp einer Stunde Schneeschuhlaufen habe ich gemerkt, dass die Spuren der Skifahrer und Schneeschuhgänger zur Šija abbiegen. So bin ich wieder zum Ausgangspunkt über der Planina Zadnji Vogel abgestiegen und im Wald die Spuren der Vorgänger eingeholt, die auf dem gut sichtbaren Sommerweg gingen. Die Fortsetzung bis Konjsko sedlo war ohne Besonderheiten. Die heiße Sonne mittags hat den Schnee schnell geschmolzen, der aber tief drin hart blieb und die Steigeisen unter den Schneeschuhen hielten hervorragend auch bei steilsten Anstiegen. Gegen den Gipfel des Konjsko sedlo war der Schnee noch völlig hart. Hätte ich nicht wertvolle Kräfte mit dem anfänglichen falschen Anstieg zum Vogel verloren, wäre der Aufstieg zum Konjsko sedlo trotz gehörigem Klettern recht leicht gewesen. Stattdessen habe ich mich in der sengenden Sonne schneckenhaft bergauf gekämpft. Am Konjsko sedlo erwartete mich eine echte Überraschung, da auf der anderen Seite alles verwischt war. So kamen Steigeisen und Eispickel recht und die hervorragende harte Unterlage ermöglichte sicheren Abstieg über die steilste Stelle. Denkend, das Schlimmste sei überstanden und vor mir nur noch Schneeschuh-Freuden, ging ich weiter über weiße Hänge. Ich folgte kaum sichtbaren Skispuren und kam für meinen Geschmack viel zu hoch. Zwischen Mohorjem und Govnjaškim Kukom verschwanden die Spuren und ich suchte allein Übergänge ins Tal. Ohne Steigeisen und Eispickel ging's hier auch nicht. Dann noch knapp eine Stunde Herumirren auf der Suche nach Übergängen im Felsenlabyrinth bis zu den Wintermarkierungen, wo ich endlich eine alte Skipiste und sogar eine frische Spur eines Wanderers (wahrscheinlich Wanderin) erwischte, auf der ich leicht zur Planina Govnjač kam. Weiter zur Komna würde im äußersten Notfall auch im Dunkeln gehen, das noch weniger als eine Stunde entfernt war. So zur Sonnenuntergangszeit, die sich im Dunst versteckte, nach gut 11 Stunden am Dom na Komni angekommen. Außer 0,5-stündiger Pause am Konjsko sedlo und zweimaligem Wechsel von Schneeschuhen mit Steigeisen hielt ich nur für Fotos an. Vor einem Jahr brauchte ich für den Weg in umgekehrter Richtung (bis Ukanca) mit Pausen über 7 Stunden. Alles hängt davon ab, wie schöne "Straße" man bekommt (und natürlich wie kräftig man ist, um all die Winterausrüstung zu schleppen). Habe nicht erwartet, dass es so anstrengend wird. Nächsten Tag fortgesetzt zur Koča pri Triglavskih jezerih und zurück über Komna zum Slap Savica. Wegbeschreibung unter Link: http://www.hribi.net/trenutnerazmere.asp?slo=1&gorovjeid=1&id=861
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| skalaš7011. 04. 2015 19:38:52 |
Schöne kühne Leistung, Suzana. Wir zwei haben uns nächsten Morgen getroffen und einige Erlebnisse von gestern ausgetauscht ....Hut ab mit welchem riesigen Rucksack du herumläufst . Sei wohl und ich wünsche dir sichere Schritte. Ups...bist du zu den Triglav-Seen gegangen...!?
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| SuzanaM11. 04. 2015 23:56:05 |
Danke, Skalaš70. Eher in der Kategorie Kühne bin ich bei den Vorsichtigen. Kühne gehen auf Gipfel, die ich nur umgangen habe. Trotzdem geht nicht immer alles nach Plan und man muss die Zähne zusammenbeißen. Mein Rucksack macht überall Eindruck. Schon 3l Trinkblase füllt ihn (reichte nicht für ganze Tour), etwas Kleidung (in Bergen ist noch Winter), Steigeisen und andere Ausrüstung und Essen für 2 Tage (Küche geschlossen). Sieht riesig aus und über den Kopf, hebe ihn kaum, am Rücken spürt man ihn fast nicht. Einer meiner besten Käufe. Auch bei kürzesten Spaziergängen ist er dabei, weil bei kleineren Rucksäcken mir immer Rücken, Wirbel oder Schultern wehtun. Zur Koča pri Triglavskih jezerih bin ich auch gekommen. Nur vom versprochenen Transport ab Slap Savica nichts, also bis Boh. Bistrica geholfen von einem Deutschen mit noble Mercedes. Fast so elitär wie meine Schneeschuhe.
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| Edina12. 04. 2015 08:25:12 |
Bravo, Suzana, Gratulation und tiefer Bückling auch von mir. Nicht nur 11 Stunden auf einsamer Wintertour mit voller Ausrüstung, zählt enorm schon die Entschlossenheit, sich ans Werk zu machen und es völlig souverän durchzuziehen. Viel Glück auf Pfaden und denen, die gar nicht existieren, auch zukünftig
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| mukica12. 04. 2015 09:18:34 |
Suzana, herzliche Gratulation zur ganzen Tour 
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| Edko12. 04. 2015 10:26:06 |
Suzana toll...was für Schneeschuhe sind das, wie läuft man damit, muss ich mal probieren.
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| zdravc6912. 04. 2015 11:01:28 |
Herzlichen Glückwunsch und mein tiefer Respekt, Suzana!
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| ločanka12. 04. 2015 17:15:28 |
Suzana, toller Bericht der Tour mit Fotos hast du für uns vorbereitet! Du bist schon so geübt, dass du für uns eine geführte Tour über all diese Übergänge organisieren könntest, das Erlebnis wäre sicher unbeschreiblich! Du hast unsere Sehnsüchte geweckt und uns diesen Tag verschönert, und andere Tage, wenn wir diese Seite wieder besuchen. Ich weiß, auf Schneeschuh-Wanderung fühlst du dich wie ein König!
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| SuzanaM13. 04. 2015 09:51:08 |
Danke allen. Auf die Tour habe ich mich lange vorbereitet - körperlich und mental und auf günstige Schnee- und Wetterbedingungen gewartet. Für so einen langen Weg muss alles passen, Überraschungen in der Natur sind immer neu. Meine neuen treuen Begleiterinnen sind TLS Symbioz Elite Schneeschuhe, die sich biegen und neben dem vorderen Spikes noch acht Spikes im unteren Teil haben. Trotz aller Verbesserungen überzeugen sie mich nicht bei Querungen. Ansonsten sind sie super. Nur auf flachem hartem Untergrund verbraucht man mehr Kraft beim Gehen, weil die Spikes fest in den Boden greifen. Früher hatte ich TSL 325 Escape Easy.
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| radagremvhribe13. 04. 2015 14:59:05 |
ausgezeichnet vorbereitet, ausgeführt, fotografiert, wir können nur diesen Mut und vielseitige Bereitschaft bewundern! p.s. können wir ein Foto dieses berühmten Rucksacks sehen?
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| SuzanaM13. 04. 2015 18:27:55 |
Deuter ACT Lite 40 plus 10. Auf Fotos ist es die 40 l Variante, auf Komna bin ich mit voller Kapazität 50 l gelaufen (Volumen kann erweitert werden).
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| ločanka19. 06. 2015 16:15:26 |
Da das Thema Vogel - Komna nicht offen ist und weil genau Konjsko Sedlo gestern das Zentrum aller schönen Bergblicke war und mit Fülle von Blumenkissen übersät, habe ich diesen Titel gewählt. Wirklich, es ging nicht gleich weiter. Da mich Bohinjski Migovec schon lange lockte, mussten wir auch das erkunden, wir sind mutig bergauf, dann rechts über Gräser bis unter seine Pyramide gegangen, wo man sah, dass weiter in Felsen nicht geht. Wir sind steile Gräser abgestiegen, sie ostwärts gequert, aber für weiter fehlte Mut, oder Vorbereitung war zu wenig. Nun, wir waren froh, denn wir sind endlich nur auf Erkundung gegangen, und das war geplant. Der ganze Weg von Vogel nach Komna war gestern wirklich eine Blumen-Ausstellung, alles duftete angenehm, auf dem Weg trafen wir nur zwei Ausländer, und sonst hatte ich das Gefühl, hier ist nicht viel Betrieb, was noch erfreulicher ist. Unterwegs haben wir auch Wild-Thymian und Plahtica gepflückt, beide boten sich an. Lange, lange war ich nicht auf diesem Wanderweg, jetzt denke ich, bald wieder hin, nur in anderer Variante, z.B. Skivariante vorbei Mohorja. Auf Komna das Erlebte Revue passieren lassen bei wirklich gutem Kaffee. Und man kriegt viel davon!
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| winni25. 11. 2020 13:04:39 |
Gerade unter Vrh hribec gibt es einen exponierten Abschnitt, der im Winter auch vereist und dringend ein paar Meter Drahtseil bräuchte.
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