| viharnik15. 08. 2010 20:20:55 |
Morgens in der Kamniška Bela sah es fast so aus, als müsste man umkehren. Dunkel, neblig, höher oben wehte es ordentlich, aber ich gehe einfach weiter bergauf. Oben, wegen des ungeschnittenen Kieferngestrüpps am Weg, stellenweise schon ganz ärgerlich, sammle ich zusätzliches Wasser auf, sodass ich bis zum Gipfel durchnässt bin bis auf die Knochen. Dazwischen liegen schon lange ein paar umgestürzte Bäume. Und diese Kamniker!, als ob sie keine Motorrad oder wenigstens Motorsäge kennen würden. Die Tafeln am Presedljaj stehen nur im Sommer, und auch da meistens für Ameisen und Schlangen. Zur Hütte in guten 3 Stunden, wo mir die herzlichen Damen gleich Platz auf der Bank bei der Küche für meine "amphibische" Jacke freigaben. Dann stärke ich mich, später scheint endlich draußen angenehme Sonne, der sich auch die Kühe freuen. Die Hüttenwirtin sagt, dass in Zukunft vielleicht eine Wintereröffnung für bestimmte Termine geplant wird. Das Problem ist, dass die Station noch in der Isolierung fertiggestellt werden muss, die steinernen Außenwände werden mit Lärchenschindeln gedeckt, dazwischen Luftschicht. Wann alles fertig ist, ist noch offen, hängt von Hilfe ab. Auf dem Rückweg springe ich noch zum nahen Koroški vrh und durchquere ihn (hat drei Gipfel und ist ganz lang) bis zum Prag-Sattel, wo ich absteige. Runter geht schneller und ich brauche zusammen mit dem Gipfel noch drei Stunden. Schöne Tour durch den weniger besuchten, ruhigen und verwilderten Teil der Kamnik-Savinja-Alpen.
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