Zwischen 1. November und 31. März sind Parken und Eintritt immer noch gratis. Keine Absperrungen, Zäune usw. irgendwo, nur niemand in der Kassehütte und auch auf den Parkplätzen gleich hinter der Napoleon-Brücke steht klar, dass in dieser Zeit keine Parkgebühr anfällt, sogar Easypark will für die Plätze 0,00€ abrechnen. Und Touristen gar keine, eigentlich hab ich um Magozd herum (wo ich von der Wasserfällen auf dem Themenweg "Entlang der Soča durch die Kobarider Schlucht", gestaltet vom Soča-Tal-Verband, hingegangen bin) nur ein paar Bauern und Kühe getroffen und das war's wirklich. Auf manchen ausländischen Foren wird die Möglichkeit erwähnt, die Eintrittsgebühr zu umgehen, indem man bei dem kleineren Wasserfall links nach Magozd abbiegt, auf der Wiese dann irgendwie einen Pfad findet, der in die Schlucht kurz hinter den Kassierern absteigt. Wollte das für eine Abkürzung nach Magozd nutzen, aber irgendwo an der Grenze zwischen Wald und Wiese ist ein Zaun mit Schild Privatgrundstück. Offenbar hat jemand genug von dem Getrampel der Schmarotzer....
Ich war heute, ca. 24h nach starkem Regen. Mich interessiert, ob es "außergewöhnliche Bedingungen" gab im Vergleich zum Üblichen. Soča war definitiv eine trübere Tochter der Berge (der Kozjak-Bach hat mir besser gefallen), der kleinere Wasserfall war deutlich voller als auf Werbematerial, der große nicht so (außer wenn ein Teil hinter der Spalte versteckt war), aber der Pool deutlich schaumiger.
Aber der Weg zum größeren war keineswegs leicht. Nach der Hütte zuerst eine Haltebrücke, die irgendwie in die Mitte des Bachbetts führt, da laufen wir auf Steinen drin (wir wissen, wie rutschig die werden, wenn nass), glücklicherweise hat Intuition gesagt, hohe "top sh*t" Schuhe "für Krn oder noch höher" anzuziehen und ich hab ihre Wasserdichtigkeit genutzt. Dann wieder auf die andere Haltebrücke zurück ans Ufer, dann fast Klettersteig, also "Seil" über dem Bett (wenn das Wasser am Rand wenigstens etwas flacher gewesen wäre, wär ich lieber reingestiegen) und so eine, dass es einige Erfahrung brauchte (Dank an italienische Sohlen mit gelb-orange achtseitigem Logo, hätte wohl über SVK nachgedacht, wenn ich's gehabt hätte), dass ich mich nicht unfreiwillig im Bach gewaschen hab und irgendwie den abschließenden Aussichts-"Balkon" erreicht hab. Ernsthaft, wenn's im Sommer nur halb so ist, wie kommen dann all die Touristenhorden (wahrscheinlich nicht so "extrem" ausgerüstet) da überhaupt hin. Und nirgends auf Infotafeln Warnungen (außer nicht Müll machen und Natur zerstören), andererseits stellt Polizei mit GRS gerne Warnungen zu geeigneter Ausrüstung auch auf technisch weniger anspruchsvollen Wegen in den Alpen auf.
Noch ein paar unbearbeitete Bilder aus der Schlucht, vielleicht sagt jemand, wie extrem die Lage war.