| Parkeljc17. 04. 2012 18:39:36 |
Vormittags fällt die Entscheidung, die Schneebedingungen um 1800m zu prüfen. Ich fahre nach Ljubelj, parke dort, dann entlang der Straße am Gasthaus vorbei, folgt ein paar Minuten Abstieg auf der Straße zur rechten Abzweigung und dann sofort scharf rechts auf den Grenzkamm. Der Weg war die ganze Zeit wegen niedriger Temperatur vereist und bis zur Leiter ein echter Knietrembler. In der Nähe der Leiter ist eine gar nicht angenehme Kurve, die zwar mit Stahlseil gesichert ist, aber der Weg eingestürzt, wackelige Brückchen aus fauligen Holzstangen.. Schnee beginnt direkt unter dem Dovjaksattel. Beim Überqueren des Holzzauns, wo wir dem markierten Weg Nr. 650 folgen, plötzlich Schnee bis zu den Knien, nach ein paar Metern Abstieg auf österreichische Seite, beim Überqueren des zweiten Zauns Schnee stellenweise plötzlich bis zur Hüfte und mehr. Manchmal ging es oben drauf, da der Schnee vereist war, meistens aber brach man weit über die Knie ein. Beim Überqueren der Nordhänge der Košutica wurden mehrere kleine Schneelawinen ausgelöst, die keine Behinderung darstellen. Vom Felsblock irgendwo in der Mitte des Hanges bis zum Sattel zwischen Košutica und LG absolviere ich einen Test im Beibehalten ruhiger Nerven und halte den Fluch auf der Zungenspitze zurück, da es mit jedem Schritt tiefer einsank. Nun, direkt unter dem Sattel beruhigen sich die Bedingungen für eine Weile. Von hier zum Gipfel sieht es wie ein Kinderspiel aus, aber leider, wieder Psyche auf Probe, bald wurde das Gestrüpp immer dichter, ich fange an, mit Zweigen zu kämpfen, die den Weg verdecken, manchmal falle ich bis zur Hüfte in Schnee ein, schlage und schlage, manchmal geht es nur unter dem Gestrüpp, keuche oben an, nass, aber buchstäblich nass, da der Schnee langsam zu tauen begann. Oben kurze Pause und denselben Weg zurück. Ging schneller, glücklicherweise einbrach es nur hier und da und erreiche den Dovjaksattel in weniger als einer halben Stunde. Der Weg von Grunta war das pure Gegenteil vom Morgen, matschig, es platschte mit jedem Schritt stärker, die Sonne hat den gefroren Boden gut aufgeweicht. Auf dem Weg treffe ich einen Schneehuhn, das sich im letzten Moment vom Weg entfernt, als ich es anpeile, denke ich, dass ich es wahrscheinlich schlechter davonkommen würde . Abstieg auf dem Weg vor der Leiter ist eine echte Matschrutsche, muss wirklich vorsichtig sein. Folgt nur noch kurzer Abstieg zur alten Straße und Aufstieg zur Hütte, wo mich der Wirt und einige Wanderer überraschen. Übrigens erfahre ich, dass die Hütte dieses Jahr "wahrscheinlich" den ganzen Sommer geöffnet ist. Schon heute sollen ca. 25 Wanderer sie besuchen.
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