Lopa (Gipfel über Jalovška škrbina), 14. 11. 2015
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| lijaneja3. 09. 2021 13:25:25 |
Am ersten Schultag genau um acht vom Vršič mach ich mich auf zu diesem tollen Weg. In die Steigung bin ich noch enthusiastischer gestartet, da ich gehört hab, dass das Parkgeld schon länger nicht mehr kassiert wird. Da die Mala Mojstrovka etwas abseits liegt, hab ich sie ausgelassen und nach unter einer Stunde Aufstieg genieße ich schon die Velika Mojstrovka. Weiter geht's mehr oder weniger am Grat bis Šit. Den Abstieg wollt ich ein bisschen tricksen, denn ohne Alpinklettern ist die Umgehung zeeeeer lang. Natürlich hat mich die Leichtfertigkeit bald bestraft, denn gute 50m über dem Schuttfeld ist nur senkrechter glatter Fels. 200m Rückkehr in gutem Doppeltempo, an Details noch mehr, hat mir ganz schön Zeit und Kraft gekostet. Das hab ich am langen, steilen, losen Schuttfeld gespürt, bevor ich den Fuß der Lopa erreichte. Oben hatte ich die längste Pause, Leute, außer auf der V. Mojstrovka und Jalovec, hab ich keine gesehen. Vom Abstieg ins Dnina und Rückkehr nach Vršič nichts, da ich eine echte Epopöe erlebt hab und manche über mich lachen würden, andere bemitleiden, dritte sogar neiden. Wegen schönen sonnigen Wetters ohne Wind und Überquerung reichlicher Gipfel hab ich zu viele Fotos gemacht und bitte um Nachsicht bei der Kritik.
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| ločanka3. 09. 2021 15:55:09 |
Wenn ich auch Jovans Beschreibung lese, ist das eine große Leistung. Mich interessiert aber trotzdem noch dieser Teil deiner Route (gelbe Markierungen) zurück zum Vršič oder ob es überhaupt eine Beschreibung dieses Weges gibt oder von Wanderern. Habe sie noch nicht entdeckt. Vielen Dank im Voraus!
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| geppo3. 09. 2021 16:16:42 |
Jetzt hast du mir diesen Schluss ein bisschen "aufgeklärt", weil er mir nicht sehr bekannt ist! lp Wir hatten die Bivaktür offen und haben ein bisschen gelüftet. Aber dann haben wir alles sorgfältig geschlossen! lp
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| lijaneja3. 09. 2021 16:17:52 |
Ha ha, ich würde nicht über diesen Weg reden, der mich fast eine Nacht unter freiem Himmel gekostet hat, er ist auf allen Karten von der Jalovška Scharte oder der Hütte unter Špička eingezeichnet und führt Richtung Vršič unter der Velika Dnina in Höhen zwischen 1500 und 1700 Metern. Die Tour selbst ist weit entfernt von einer Großtat, aber Jovan und ich unterscheiden uns darin, dass er Kletterer ist, ich aber ein Schuttwanderer, der sich beim Abstieg vom Šit mit einem Seil helfen konnte.
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| lijaneja26. 07. 2024 12:20:35 |
Ivo sagte lass uns gehen, und wir sind gegangen. Da ich zu jener Art Bergtyp gehöre, die Anstiege zum Gipfel aus allen erreichbaren Richtungen mag, habe ich nicht gezögert, obwohl ich wusste, dass die Schuttfelder das größte Problem sein würden. Wir starten zu einer akzeptablen Uhrzeit, da das Wetter gut angesagt ist. Die Jungen lachen über mein Murren beim Gehen auf der schönen flachen Straße - wo sind die Zeiten, als man fast bis zur Hütte fahren konnte ohne schlechtes Gewissen. Nun, mein Genuss an der Tour begann oberhalb des Waldes. Ivo hat seine Stöcke vergessen und ich gebe ihm meine, da das steile Schuttfeld kein Ende nimmt, direkt unter der Gletscherzunge haben sich tiefe Rinnen gebildet, und unter der Wand der Jalovška Scharte lag noch Schnee darin. Glücklicherweise hat der Sommer genau in Übergangshöhe einen Tunnel unter dem gefirnten Schnee ausgeschwemmt, sonst hätten wir beim Überqueren dieses Schnees einige Probleme gehabt. Die Sicherungen sind besonders im unteren Teil ziemlich beschädigt, der zweite Haken des ersten Stahlseils ist sogar herausgerissen. Meine Jungs stört das nicht und im Nu sind wir auf der Scharte. Etwas Abstieg über Felsen und Schutt und schon steigen wir wieder. Wo möglich, gehen wir auf festem Untergrund, da das Schuttfeld auch zum Abstieg steil ist. Etwa zwanzig Höhenmeter vor dem Sattel biegen wir links ab und nutzen die einfachsten Übergänge. Das Gestein ist sehr locker und der Helm magere Beruhigung bei möglicher Auslösung. Oben fotografiere ich, knabbere und ziehe mich um, die beiden nichts davon, da sie ohne Rucksäcke hochgingen. Das Wetter hielt, nur die höchsten Gipfel waren meist im Nebel. Von ferne sehen wir nur vier Leute, aber viel schöne Alpenblumen.
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| taubi426. 07. 2024 23:51:20 |
Für den Aufstieg zur Lopa von Tamar habe ich mich letztes Jahr nach der Querung aller Mojstrovkas, Travnik und Šit entschieden. Vom Šit abzusteigen, zur Lopa aufzusteigen und zum Vršič zurückzukehren liegt leider nicht mehr in meiner Macht. Von Planica nach Tamar brauchten wir 45 Minuten, bzw. eine Stunde mit Kaffee. Der Bewirtschafter? oder Kellner fragte, wohin wir gehen. Nach der Antwort starrte er nur verdutzt und fügte hinzu, dass er schon zwei Jahre hier ist, aber noch niemand gesagt hat, dass er zur Lopa geht. Der Weg bis zur Abzweigung zum Kotovo sedlo ist recht angenehm zum Morgen-Warm-up. Von da an beginnt die Passion auf einem der hässlichsten Schuttfelder, die ich kenne. Diese Qual dauerte für mich eineinhalb Stunden, für Tone mindestens eine halbe Stunde weniger. Er ist eben ein langjähriger Bergläufer ohne überflüssige Kilos. Bis zur Wand der Jalovška Scharte kamen wir unter der Gletscherzunge an, hätten wir den Weg darauf und herunter nicht mit dem Eispickel ausgehauen, den ich immer bei mir trage. Das hätte wahrscheinlich eine Weile gedauert. Trotz ziemlich beschädigter Eisenware kamen wir nach guten zehn Minuten problemlos zur Jalovška Scharte. Von hier steigt man über Schutt unter der Lopa etwa 50 Höhenmeter zum Schuttgerinne ab, das Lopa von Šit trennt. Am leichtesten ist der Aufstieg entlang des steinigen Randes links vom Schuttfeld, oder sich wenigstens an Felsen darüber zu halten. (B.25) Etwa 30m unter dem Sattel biegt man links unter die senkrechten, bzw. mindestens sehr steilen Wände der Lopa ab. (B. 48) Die Flanke ist hier sehr bröcklig, daher maximale Vorsicht nötig. Das Fehlen von Flug bei Rafkot und mir habe ich am eigenen Leibe gespürt. Bald standen wir vor der Miniatur-Galerie, auf die Jovan in seinem Titel-Fotorreport besonders hingewiesen hatte. (B.45) Muss aber zugeben, dass der Durchgang deutlich leichter war als erwartet. Wahrscheinlich auch, weil ich vor ihr den Rucksack abgelegt habe. Auf dem Rückweg ist die ganze Sache einen Tick schwieriger. Direkt hinter der Galerie ist noch ein zweites schwieriges Detail. Das ist der bauchige Fels, um den man über einem 10m-Abgrund herum muss. (B.44) Oben am Fels muss man zwei 100%ige Griffe finden, sonst wäre ein Sturz unvermeidbar. Hier enden alle Schwierigkeiten. Man kann in der steilen Rinne direkt unter dem Gipfelgrat weitergehen, wo der Fels kompakt und sauber ist, (B.43) oder weiter links Richtung Vorgipfel, wo es etwas flacher, aber schotteriger ist. (B.40) Am Ende noch 10m etwas exponierten Sprungs hochsteigen (B.39) und schon sind wir oben. (B.30) Nach meiner laienhaften Einschätzung überschreitet der Aufstieg nirgends ein gutes zweites Grad. Vorsicht bleibt aber Pflicht. Für den Rückweg zur Hütte in Tamar und Bier brauchten wir gute drei Stunden nicht gerade bequemen Gehens. Würde ich nochmal in Richtung Gletscher gehen, würde ich zuerst aufs Kotovo sedlo steigen und von da abwärts darauf zu.
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| redbull27. 07. 2024 01:39:21 |
Toll Jungs, es geht um die Katzenleiste bei 44, zumindest denke ich das. Viel Erfolg
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| taubi427. 07. 2024 12:57:40 |
Genau. So hat Jovan sie genannt.
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