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Forenliste / Slowenien / Dolomiten / Marmolada im Winter

Marmolada im Winter

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Betalord29. 12. 2014 15:35:40
Hallo,
mich interessiert, ob jemand weiß, wie der Aufstieg auf die Marmolada im Winter aussieht? Schwierigkeit, welcher Weg, usw.? Mit Kumpels wollen wir direkt nach Neujahr gehen, aber im Netz finde ich keine nützlichen Infos. Hat jemand einen Link oder Tipps, Erfahrungen? Danke!
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jedriličar29. 12. 2014 17:41:03
Schau dir das an:
http://www2.arnes.si/~mcuder/arhiv_slike/140608_62.html
Hat viele Bilder und Beschreibungen ...
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j.30. 03. 2017 14:07:11
Vorvorigem Tag bin ich direkt vom Fuße zum Gipfel aufgebrochen, also von Malga Ciapele in ca. 1440 m Höhe, wie es der Königin der Dolomiten gebührt. Mit Skiern (an einer Stelle auch mit Fellen) bin ich bis Passo Fedaia (2057 m) und am See zuerst auf der Sträßchen, dann auf der Spur durch das Geröll bergauf (hier und da mit roten Punkten oder Strichen markiert). Die Spur durch das Geröll war wegen zu wenig Schnee im unteren Teil ziemlich fies, wegen Niederschlägen vor zwei Tagen auch vereist, die Skier sind ausgerutscht. Ca. 150 m über dem See besserte sich das Gelände, ich machte eine kurze Pause am rif. Pian dela Fiacconi 2626 m. Dort endet die Bahn von der Westseite Fedaias, die statt Sitze interessante Stehplätze in Käfigform hat.

Von da weiter immer noch auf Skiern über den Gletscher bis ca. 3150 m, wo ich die Skier ablegte. Im Sommer beginnt hier eine gut ausgestattete Via ferrata, die über eine steile Felsenstufe zum Nordgrat führt, jetzt aber fast komplett verschneit. Für dolomitische Verhältnisse bescheidene 100 m Höhe waren teuflisch steil (meine Schätzung 50° oder mehr), der Grat zum Gipfel glücklicherweise viel einfacher, breit und ziemlich flach.

Auf dem Gipfel (Punta Penia, 3343 m) war ich allein, Himmel überall wolkenlos, kein Lüftchen, großartige Ausblicke.

Zurück auf derselben Route, der Blick vom Grat zum Gletscher den Hang hinunter, wo im Sommer die Ferrata ist, war ganz gruselig. Schnee komplett windkrustig, darunter Eis und hier und da Fels, deswegen sehr vorsichtig abgestiegen. Drahtseile guckten aus dem Schnee nur an zwei oder drei Stellen je ein bis zwei Meter raus. Zwei Eispickel und Steigeisen waren mir sehr nützlich.

Die Abfahrt der ersten 600 Höhenmeter war pure Pulverfreude (ca. 20 cm, gefallener und angeweht in diese Windschutzhaltung). Die nächsten 600 m runter vom Pian dela Fiacconi etwas schlechter, vor allem ragten wegen der diesjährig miserablen Schneebedeckung Felsspitzen aus dem Schnee. Scheinbar klein, schlecht sichtbar aber sehr gefährliche Steine mit festem Grund können dich beim Skifahren stoppen, drehen, umkippen... Über die Buckelpiste im Skigebiet die letzten 600 m runter von Passo Fedaia lohnt kein Wort.

GPS-Höhenmesser zeigte (wegen kleinerer Zwischenspuren auf und ab) 1970 m Aufstieg bzw. Abfahrt und 24 km Strecke. Bei traumhaftem Wetter und wundervollen Dolomiten war das ein Tag, den man nie vergisst!

Lago Fedaia, künstlicher See fast ohne Wasser in ca. 2000 m Höhe.1
Vereiste Spur zwischen Ruinen und zu wenig Schnee.2
Obere Seilbahnstation bei rif. Pian dela Fiacconi auf 2626 m, darüber zentraler Gletscherteil und Nordgrat.3
Blick zum Gletscher und Graten, der Gipfel rechts der Skifahrer ist Punta Penia.4
Riesige Flächen, trotz beträchtlicher Skifahrerzahl für Off-Piste-Ski vom Lift, noch Platz für Pulverfahren.5
Skier hier bei ca. 3150 m abgestellt, weiter zu Fuß, die Steigung wirkt nicht so anspruchsvoll wie sie ist.6
Von der Klettersteig gucken hier und da nur einzelne Sicherungen aus dem Schnee.7
Die letzten 100 Höhenmeter zum Gipfel sind deutlich flacher.8
Auf dem Gipfel Kreuz und (wahrscheinlich) Triangulationspunkt, rechts hinten Civetta, neben Kreuz Pelmo, dahinter Antelao, dann Sorapis und Monte Cristallo.9
Sasso-Lungo-Gruppe (Langkofel).10
Pale-di-San-Martino-Gruppe, höchste Cima della Vezzana 3192 m rechts.11
Obere Kabinenbahnstation Punta Rocca, hinten links Pelmo, rechts Civetta.12
Gruppo Sella, links Hütte (Seilbahn) am Rand Sass Pordoi, höchster Gipfel Piz Boè 3152 m.13
Rif. Capanna Punta Penia direkt unter Gipfel. Sieht ziemlich heruntergekommen aus. WC kleine Hütte über Abgrund.14
Gedenktafel für Erstaufsteiger, ca. 100 Jahre nach erstem Triglav-Aufstieg.15
Blick vom Grat zum Gletscher über steile Felsenstufe, nicht sehr einladend.16
Abfahrt auf Gletscher mit 20 cm Pulver ideal.17
Unten ist weniger Pulverschnee, aber immer noch keiner.18
Wieder Kontakt mit der Zivilisation: Käfig Nummer 12. Für Skifahrer noch 1200 Meter Abfahrt nach Malga Ciapela.19
Screenshot der Spuren auf Google Earth.20
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dprapr30. 03. 2017 19:13:59
Beneidenswerte Tour!
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j.31. 03. 2017 09:13:15
Danke, Drago. Es war wirklich unvergesslich!

Mich interessiert, ob jemand weiß, wie es mit dem Aufstieg rechts vom Nordgrat ist? Also von rif. Pian dela Fiacconi nicht direkt hoch, sondern zuerst rechts um den Grat herum und dann hoch (wo man normalerweise vom Gipfel runterskiert - sieh Bild). Im Netz finde ich keine Beschreibung oder Hinweis, alle pushen "meine" Variante oder von der anderen Seite?

Könnte es auf diesem Weg Probleme mit Gletscherspalten geben?
Vom Gipfel fährt man rechts vom Grat...1
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mirank31. 03. 2017 16:52:31
Schau dir den Eintrag vor deinem ersten an-(Jedriličar), wird dir sofort klar. Ich erinnere mich an keine Warnungen vor Spalten dort herum, da ist kein Gletscher...
Und auch keine solchen Felsen-Sprünge wie über dem Gletscher, da ist alles besser mit Schnee bedeckt.
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j.31. 03. 2017 20:14:31
MiranK danke! Den Beitrag (ausgezeichnet) von M&M hab ich natürlich angeschaut, und Dutzende andere, und war auch schon dort. Eine Gletscherzunge reicht bis zur Felsenstufe, die im Winter verschneit ist, im Sommer aber nicht. Auf dem Bild von www.dolomitiskirock.com ist das die Zunge im Bereich zwischen gelber und roter markierter Aufstiegsroute. Die Frage kommt daher, dass mich wundert, warum der gelbe Weg mit der gesicherten Felsenstufe als "normaler Weg" gilt? Man könnte vermutungsweise ohne offensichtliche Schwierigkeiten auch über den Gletscher zwischen roter und gelber Variante zum Gipfel kommen, dann zur Schulter und direkt hoch zuerst über den undeutlichen Grätchen, dann über die verschneite (gletscherbedeckte) Flanke zum Gipfel. Also da, wo man runterskiert. Es fehlt uns einfach eine Info.
Quelle: www.dolomitiskirock.com1
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mirank31. 03. 2017 21:06:48
Schau unter ZS...
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