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Forenliste / Slowenien / Dolomiten / Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi

Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi

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velkavrh6. 07. 2015 19:22:55
Wie ich schon erwähnt habe, haben wir am Samstag die Cima di Terrarosso erobert. Am Sonntag gleich nach dem Frühstück sind wir zum benachbarten Gipfel Molignon di Mezzo-2845m aufgebrochen—also nahe der Höhe unseres Triglav. Nahe dem Hotel, wo wir übernachteten, gehen wir über die Weide direkt in die Felsen und gleich auf die Drahtseile, die aber nicht anspruchsvoll sind. Dann folgt so eine kiesige, Schutthal-Platte—übersät mit leichten Anstiegen und Abstiegen. Nach zwei Stunden erreichen wir die echte Klettersteig. Jetzt ziehen wir die Kletterausrüstung an und mutig in die Felsen. Folgt eine ziemlich lange und anspruchsvolle gesicherte Kletterei, wo ohne Sicherungsgerät nicht zu gehen ist. Der Grat ist ziemlich luftig—wirklich nur für Erfahrene. Nach etwa einer Stunde folgen nacheinander zwei Abstiege über senkrechtes Gestein nach unten. Hier musste man mit der Absicherung eines erfahrenen Bergführers absteigen, der dich langsam runtergelassen hat. Ich selbst habe mehr mit den Füßen getastet als passende Mini-Stände gesehen. Tatsächlich sehr adrenalinreich. Nach diesen zwei anspruchsvollen Abstiegen Schwierigkeit D haben wir unten die Hütte mit einem wunderschönen Weiher erspäht. Dort haben wir uns ein bisschen aufgehalten. Die Hütte wird gerade renoviert—vergrößert. Nicht weit entfernt haben wir eine Materialseilbahn gesehen, mit der die Hütte versorgt wird. Aus dem Weiher fließt ein klarer Bach. Dann folgt ein langer Marsch ins Tal vorbei an zahlreichen Hirtenhütten, großen und kleinen Gaststätten zu unserem Ausgangspunkt des ersten Tages—Compatsch-1844m. Insgesamt haben wir an dem Tag zehn Stunden gewandert. Der Klettersteig Laurenci war wirklich etwas Besonderes und wirklich nur für Erfahrene mit Führern, die das Sichern beherrschen.

Bilder füge ich spät abends oder morgen früh hinzu.
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Zweiter Morgen gleich auf eine zehnstündige Tour.1
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Blick hinunter auf dieses Grün.2
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi So sieht man unsere Unterkunft.3
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Mächtiges Felsgelände rings um uns.4
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Über den einzigen Schnee.5
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Beginn der Via ferrata - Eisen hoch.6
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Letzter Blick auf unseren gestrigen Kletterstart.7
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Beginn des Kletterns.8
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Grat.9
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Vorsichtig.10
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi So läuft das.11
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Sehr angespannt.12
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi 13
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Der Berggipfel ist nicht besonders interessant. Er ist aber nur etwas niedriger als der Triglav.14
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Jetzt hinunter.15
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi 16
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi 17
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Zwei Abseilungen gehen senkrecht hinunter über mehrere Meter. Zusätzlicher Schutz erforderlich. Alles ging gut.18
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Am Ende aller Mühsal erblicken wir diese Schönheit.19
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Hier sind wir in 2530 Metern.20
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi See.21
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Es ist wunderschön.22
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Sie vergrößern die Berghütte am See.23
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Auf dem Weg ins Dollino folgt noch eine Pause beim Gasthaus mit See. Dort trinken wir Radler. Es kostet dasselbe wie Bier im Berg hotel - 0,5 l - fünf Euro.24
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Nach zehn Stunden Wanderung sind wir am Ausgangspunkt zum Aufbruch bereit.25
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Noch Blumen schulde ich - zweifarbige Murka.26
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Petkovškov Mohn.27
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Pikčasti Svišč, der bei uns nicht wächst.28
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Gewöhnlicher Svišč, dessen Namen ich noch suche.29
Molignon di Mezzo-2845m via ferrata Laurenzi Mögen auch Triglav-Rosen sein.30
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janezs731. 09. 2015 14:24:49
In diesem Jahr im Juli haben meine Frau und ich auch diesen Grat (Molignon) über die Klettersteig Laurenzi durchstiegen, aber in umgekehrter Richtung als hier beschrieben; ein paar Tricks für Wiederholer, die das in einem Tag aus dem Fassatal machen wollen:

1. abends rufst du einen der Taxifahrer an (z.B. diesen Herrn +39 336 352 881), die dich ins Durontal auch vor dem offiziellen Fahrplan bringen und sich an die vereinbarte Zeit halten, z.B. um 6 Uhr wartet er in Campitello am vereinbarten Ort am Ende des Dorfes am Fluss Duron und zeigt dir sogar, wo gratis geparkt wird (vor der Steigung, wo die Straße tatsächlich gesperrt ist).. er bringt dich zum Rif. Micheluzzi (1860m) und kann dich nachmittags dort abholen, wenn du dich so absprechst

2. machst du den Molignon-Grat in der Richtung, in der wir ihn gemacht haben, da der Aufstieg zum Rif. Antermoia schneller und direkter ist als zum Rif. Alpe di Tires, und bist daher früher in der Wand/am Grat, ohne übernachten zu müssen

3. der Grat ist in dieser Richtung leichter als umgekehrt, wo ziemlich schwere Abschnitte ständig abwärts sind. In dieser Richtung bergauf

Also vom Rif. Micheluzzi, gleich hinter dem Gebäude, gehen wir auf dem grasigen Pfad und nach 500 m zurück auf den Schotterweg; darauf talwärts noch gut einen Kilometer bis zu den Tafeln, wo wir links über den Bach zum Pass Ciaregolle abbiegen (bis hier gute Stunde), dann nach dem Pass rechts über das Dona-Tal (Zenska) zum Pass Dona; dahinter flach zum Rif. Antermoia (bis hier insgesamt 2h), das heuer zum zweiten Mal renoviert wird und derzeit nicht übernachtet werden kann.
Hinter Rif. gehen wir am See Antermoia vorbei und nach ca. 200 m rechts bergauf über steiles Schuttfeld, das in der Mitte in zwei Gräben geteilt ist, wähle LINKEN, obwohl er auf den ersten Blick hoffnungsloser als der rechte wirkt.
Oben im Graben ist der Einstieg in den Klettersteig Laurenzi (bis hier insgesamt 3h). Erste 30 m sind die schwersten, muss sich über einige Platten und Überhänge hochziehen, aber dazwischen gut ausruhen, auch mehr als genug Möglichkeiten zum Sichern; heuer hing ein Haken in der Luft, aber ohne Problem durchzukommen.
Hinter Platten gehen wir zur Scharte und von dort rechts hoch zum rechten Gipfel Antermoia Kogel / Croda dei Cirmei (flacher Gipfel mit braunem Boden!,2852m). Hier fängt der Spaß an! Zuerst runter, Grat ist leicht, ca. 0.5 m breit, aber sehr offen, luftig auf beiden Seiten "zum Export", Höhenängstliche hier nicht; Seile in diesem Teil keine. Nach ca. 100 m links abwärts über kiesigen Hang; wenn der Weg aufhört, kleine Haken rechts sehen, über die über Platten ca. 10 m ziehen; Seil ist gerissen, Anfangsteil fast brauchbar, aber nicht zum Sichern; dann steiler Riss zur Scharte, darüber auf Platte links zurück zum Grat. Dann am Grat mit Umgehung auf Nordseite (rechts) über Schuppen bis zum letzten Ausstiegsabschnitt (dazwischen in eine Scharte) und zum Gipfel Molignon (2779m), von dort rechts auf leichtem Gelände zur nächsten Scharte, die aber leicht ist. Dahinter scharf links abwärts über leichte Türme zum Sattel Molignon (2598m). Wenn wir am Nordsattel ankommen (tatsächlich zwei Sättel zusammen, von hier paar Meter hoch Richtung NW auf die Gegenseite, auf keinen Fall südlich des Sattels und runter zur Hütte Alpe di Tires (rotes Dach). Dann runter durchs Durontal zum Ausgang, insgesamt ca. 7h, max. 10 h.
Durch das Duron-Tal1
Abzweig zum Ciaregole-Pass2
Weg zum Ciaregole-Pass3
Zwischen Ciaregole-Pass und Dona-Pass4
Blick vom Dona-Pass ins Tal und zur Antermoia-Hütte, unser Grat ist rechts hinten5
Ebene hinter Antermoia-See, Blick zur Marmolata im Hintergrund; auf dieser Ebene wenden wir uns bergauf (fotografiere rückwärts, daher Via ferrata Laurenzi hinter mir links)6
Blick aus linker Rinne auf durchquerten Hang unter uns zum Antermoia-See7
Einstieg in Via ferrata Laurenzi8
Schwierigste Stellen unter und über Zeno9
Anfang des Grats unglaublich breit (genaues Gegenteil des Folgenden)10
Brauner Boden auf dem Gipfel11
Grat fängt an abzufallen, Schärfe hinten sichtbar12
stellenweise luftig - Weitwinkel, Dimensionen größer wirkend... Entfernung weiter. Wirklichkeit sehr scharf13
Noch eine vom Grat14
Rückblick nach Rückkehr zum Grat: vor Stelle wo Grat schmaler als Financarjev zwischen V. Rokav und Skrlatica, Weg zieht sich talab (rechts auf Bild, links in Wegrichtung)15
Noch eine Scharte, hier vorbildlich gesichert16
Typischer Rückzug zur Nordseite im zweiten Teil17
Ende des scharfen Abschnitts18
Gratende vor Hütte Alpe di Tires19
Abstieg Duron-Tal zurück zur Micheluzzi-Hütte20
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