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| bagi21. 12. 2018 10:09:02 |
Diesmalige Idee war Aufstieg durch die Schlucht Vallone Degli Uccelli zum Ziel Monte Bruca und Abstieg auf der gegenüberliegenden Seite des Hügels zum Ausgangspunkt. Diese Variante hatten wir noch nicht gemacht, daher umso interessanter . Beschriebener Zustand bezieht sich auf Dezember 2018. Aufstieg : Weg 521 *Sentiero degli Uccelli* war für uns Entdeckung des Unbekannten. Schon am Ausgangspunkt Tafel mit Warnung, die im Anfangsteil keine rechte Gültigkeit hat. Ihre Botschaft verstanden wir erst später. Steile Hänge und Ziegenpfad hoch über dem Vogelbach erfordern volle Aufmerksamkeit und sicheren Tritt. Wir waren uns der Tiefe unter uns sehr bewusst. Gefährlichste Übergänge gut gesichert und so bis zum Anschluss an den Vogelbach. Dort beginnt eine andere Geschichte ... Zuerst muss der Bach überquert werden, was schon bei niedrigem Wasserstand Problem sein kann. Markierungen fast keine mehr, keine Sicherungen. Sohle zu tief für Schuhe, Strömung stark, geeignete Steine zum Überqueren sehr wenige. Diese waren obendrauf vereist, was ich unfreiwillig selbst erlebt habe . Nach erfolgreich hingelegter Pirouette mitten im Bach gelang es mir, trocken über Wasser zu bleiben, nur das Knie hat eine Weile protestiert wegen harter Landung auf Stein. Bei hohem Wasserstand ist Bachüberquerung Mission Impossible und das warnt die Tafel am Ausgang. Leider kommt man zu dieser Erkenntnis erst gegen Ende der Schlucht. Weiter suchten wir Übergänge im Bett, bis links sich Hänge einer riesigen Lawinenhalde öffneten. Auch hier kein sichtbarer Weg, daher machten wir uns über sie hinweg auf *günstigster* Variante. FEHLER !!! Geröll, zum Glück gefroren, stellte sich immer steiler. Rückkehr wäre noch schwieriger und Abrutscher sehr unangenehm. Reine Schuttklasse drei, sag ich euch . Mühsames Aufsteigen mit Hilfe aller vier Gliedmaßen, niedrigem Profil und wahrscheinlich auch Zähnen hat uns endlich zum ebenen Teil gebracht. Linke, bröselige Rinne wäre vielleicht bessere Wahl gewesen, roch uns aber wegen Vereisung nicht. Wohin weiter ??? Wieder Augen auf Stielen. Gute Seele hat Übergänge mit roten Strichen markiert, man muss sie nur sehen. So bis Anschluss an Weg 501 viel höher. Von hier bis Abzweig Monte Bruca ist Gehen ganz anderes Lied. Weg gepflegt, Sicherungen tadellos. Ohne sie wären umgestürzte Stellen ganz lästig. Unser Ziel, aussichtsreicher Monte Bruca gut markiert, Steig dorthin ausgetreten. Abstieg : Weg 501 *Sentiero Bepi della Schiava* brachte uns zurück zum Ausgang. Im Vergleich zu Gelaufenem ist dieser Abstieg pure Poesie. Renoviertes ehemaliges Mulattier aus Erstem Weltkrieg senkt sich in vielen Serpentinen sanft ins Tal. Geeignet für jeden, der auf Monte Brizzia oder Monte Bruca will. Bei Kapelle kurz über Pontebbo verkürzten wir Rückweg über unmarkierten Abkürzer links. Zusammenfassung : Sterne waren uns hold und wir schafften vollen Rundgang. Einer von denen, die man gerne alle paar Jahre wiederholt . Kaum lässt einen kalt, nur Bedingungen müssen passen. Koordinaten Ausgangspunkt (nahe Pontebbe): 46.510683, 13.317388
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| BananaBronson21. 12. 2018 18:12:45 |
Diese Schuttcone war schon 2012 kaum noch begehbar, als wir beide dort unterwegs waren. Zusätzlich sind neben uns ständig Türme eingestürzt, sodass wir uns eng am linken Rand gehalten haben (bergauf gesehen). Aber schwer vorstellbar, wie man diesen Übergang elegant lösen könnte, sodass er bald vielleicht gar nicht mehr begehbar ist. https://www.mojstr.si/2012/05/divji-pticji-krog.html
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| bagi22. 12. 2018 10:18:18 |
@BananaBronson ... der Anblick der Lawinencone ist von unten täuschend flach, aber mit jedem Meter hat sie uns ihre Zähne gezeigt . Glücklicherweise hatten wir wenigstens gefrorenen Untergrund. Im Sommer stelle ich mir den Übergang dort nicht vor. Aber deinem Bericht zufolge ist auch die linke, schlammige Rinne offenbar nicht so einfach begehbar, wie wir von oben dachten. Variante wäre vielleicht etwas weiter am Bachbett entlang und *flacheres* Querung. Aber das ist reine Spekulation. Der Titel deines Blogs *Wilder Vogelstanz* passt genau . Wie auch immer ... wichtig sind die Geschichten, die solche Erkundungen schreiben .
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| journeyman24. 12. 2018 09:59:14 |
Wir sind diesen Weg gestern gegangen. Die meisten von uns sind in den Schutt gestürzt, mussten aber zurück und die Rinne links hochsteigen, die definitiv die beste Option ist trotz dass man ziemlich verschmiert herauskommt. Der Schutt ging solange das Hang in Schatten war, aber als wir in die Sonne kamen, wurde der Boden weich, und auch höher vom Hang fielen Steine herunter. Aufstieg durch den Schutt rate ich unbedingt ab. Die linke Rinne ist ganz gut begehbar, aber zu dieser Zeit kann man dort auf Eis stoßen.
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| VanSims24. 12. 2018 13:03:23 |
Ich weiß nicht mehr genau aber wahrscheinlich habe ich auch diese Rinne genommen weil soweit ich mich erinnere musste ich nicht auf allen Vieren kriechen. Und das im April wenn es nicht gefroren ist. Ansonsten waren die Bedingungen vor drei Jahren wahrscheinlich anders, da die Lawine eine lebendige Sache ist. Und im Vergleich zu dem was mich auf dem noch nicht renovierten Weg 501 erwartete, war es nicht das Schlimmste.
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