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| bagi20. 11. 2025 06:41:03 |
Im Laufe der Jahre haben wir rund um den Gardasee schon vieles durchwandert, aber wir finden noch immer etwas Neues und Schönes. Nur ein bisschen weiter mussten wir fahren, diesmal Richtung Lago d’Idro und weiter. Es erwartete uns ein außergewöhnlicher Tag mit grandiosen Ausblicken und einer Rundwanderung wie gewünscht . Wir parkten am Sattel Passo Dasdana, fast 2100 m hoch. Trotz guter Startaltitude gingen wir auf dem Weg ständig rauf und runter, dementsprechend kamen am Ende doch reichlich Höhenmeter zusammen. Wir wanderten im Uhrzeigersinn, sodass wir schnell auf den höchsten Gipfel Monte Colombine stiegen. Aber das war nicht der einzige Gipfel, weit gefehlt. Später besuchten wir noch einige weitere und jeder war etwas Besonderes. Dem anfänglichen Graten folgte der Abstieg in ein tiefes Tal und der Besuch der Hütte Giovanni Grazzini. Die Italiener nennen es Bivacco, aber es ist ein ganzes Haus und zudem sehr schön eingerichtet. Nach kurzer Pause setzten wir fort und betraten das Hauptmerkmal dieser Täler. Wasser fließt überall, alles ist moorig. Der Boden ist undurchlässig und das Wasser rinnt über die Oberfläche. Oft hätte man Abkürzungen nehmen können, aber wegen des Geländes kam es uns nicht in den Sinn . Besonders achteten wir auf das rötlich gefärbte Gewächs, dort war der Morast am dicksten und mit normalen Schuhen völlig ungangbar. So stapften wir langsam zur Alm Malga Ravenola Vaga und weiter zur Alm Malga Ravenola Soliva, zu dieser auch kräftig bergauf. Hier wich das Moor endlich festerem Untergrund und etwas sorgenfreier marschierten wir zum nächsten Aussichtspunkt, dem Gipfel Punta dell'Auccia. Danach folgte Abstieg zurück zur Straße, bald auch Besuch eines längeren Grats mit den Gipfeln Corno Setteventi und Punta Setteventi. Beide ausgezeichnete Aussichtspunkte. Nach langem Gratwandern kam ein langer und mühsamer Abstieg ins nächste Tal. Der markierte Pfad verliert sich hier im Gras und mehrmals mussten wir die GPS-Spur prüfen. Am tiefsten Punkt überschritten wir einen wasserreichen Bach und stiegen zum schönen Teich Laghetto Dasdana auf. Drinnen gibt es sogar Fische, an der nahen Hütte einen überteuerten Preis für potenzielle Angler. Alles privat. Danach wartete nur noch der Anstieg. Zuerst keuchten wir zur Alm Malga Laghetto, kurz darauf bis zum Ausgangspunkt. Im Zentrum unserer Runde war noch eine Attraktion, die wir den ganzen Tag betrachteten. Das ist die ehemalige NATO-Radaranlage für das Projekt ACE High communications system auf dem Gipfel Dosso dei Galli. Die Station lief bis 1995. Ihr Zweck war schnelle Reaktion auf mögliche Luftangriffe und sie war nur ein Teil des umfangreichen europäischen Netzes. Am eindrucksvollsten ist ihre Antenne, ca. 30 m hoch, aus zahlreichen Reflektoren. Angeblich heißt dieser Antennentyp troposcatter, das mögen die Fachleute bestätigen. Wir haben eine herrliche Runde gemacht und am Ende tat es uns leid, dass Weg und Tag alle waren . Wir kommen wieder. Koordinaten des Ausgangspunktes (Passo Dasdana): 45.8427569N, 10.3716044E
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| panda20. 11. 2025 07:25:34 |
Ihr hattet wunderbares Wetter für die Jahreszeit. Offenbar auch trockenes Gras nach der Schuhwahl. Aber Ziele gehen euch nicht aus. Gratulation 
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| bagi20. 11. 2025 12:30:47 |
Stimmt, wir haben eine sonnige Lücke im regnerischen Zeitraum erwischt. Schuhe auch trocken geblieben, mehr Glück als Verstand .
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