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| mirank9. 11. 2015 21:52:53 |
Über die anfänglichen Schuttfelder des Val Sciol Demont vom Parkplatz gibt es ein paar mehr oder weniger getretene Varianten und alle sind leicht passierbar. Die Hauptvariante verläuft mehr am linken Talrand. Wenn das Tal enger wird, ist der Übergang, der ab da gut markiert ist, klar sichtbar und führt rechts zum bewachsenen Hang. Zuerst sind die Lärchen noch mit Fichten vermischt und noch im Herbstkleid, gegen die Sella Lama läuft man jetzt auf einem weichen goldbraunen Teppich. Der Abzweig links zum Gipfel ist nicht markiert, aber getreten und gut sichtbar, Steinmännchen und hier und da rote Striche und Punkte zeigen zuverlässig den Weg. Für den Aufstieg zum Gipfel sind in den aktuellen Bedingungen keine Winterausrüstung nötig, obwohl ein Teil des Pfads dauernd im Schatten liegt. Offenbar gab es in diesem Teil der Karnischen Alpen nicht viel Schnee; nur wenig weiß oben an der Cima dei Preti. Natürlich trägt bei solchem Wetter der Blick weit über das Piave-Tal zu den weißen Dolomiten-Gipfeln. Keineswegs weniger interessant sind die Blicke zu den Gruppen Spalti di Toro und Monfalcone, unter denen der bekannte Campanile heraussticht. Auf dem Rückweg noch ein kleiner Schlenker zur idyllischen Alm Roncada, wo die Hirtshütte zu einem Unterstand umgebaut wurde. Schöne Gegend, aber anscheinend kann man nicht von Schönheit allein leben, was man merkt, wenn man durch Cimolais fährt, denn es läuft einem kalt den Rücken bei all den geschlossenen Hausfenstern.
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