Samstag fuhren wir zum Sattel oberhalb Interneppo, wo wir als Erste geparkt haben. Wir sind die alte Militärstraße gegangen, haben aber auch Abkürzungen genutzt. Ich würde sagen mehr Abkürzungen, aber die Schönheit des Ausblicks öffnet sich entlang der Straße. Der Hauptstar des Blicks war der türkisfarbene Lago di Cavazzo, der größte in der Julischen Region, völlig natürlich/gletscherbedingt. Am See haben wir auch am Tourenende gesessen, mit Blick bis Amaranta, Monte Festa und San Simeone. Diese Abschluss-Etappe empfehle ich unbedingt.
Oben königliche Ausblicke auf den See und die Erhebungen darüber. Darüber und über den Brancot-Grat, den wir vor ein paar Jahren besucht haben, öffnet sich der Blick auf die Friauler Ebene, samstags hat auch das Meer in der Ferne geglänzt. Natürlich das Adriatische Meer, nur diesmal italienisch. Bis Grado sichtbar, und sogar Schiffe dort zu unterscheiden. San Simeone greifbar nah, dann links Lopič, Montaž, über dem Bela-Flusstal thront M.Pisimoni, weiter links Zuc dal bor, Grauzaria, Sernio und natürlich Amaranta über dem Schotter des Tilment-Flusses.
Die Festung auf dem Monte Festa hält dem Zeit gut stand, es war wirklich interessant, diese Bauten anzusehen und am Rand entlangzugehen. Kein Wunder, dass die Italiener sie gerade hier bauen wollten, da diese Position Kontrolle über die Täler von Bela, Tilment und teilweise über die Friauler Ebene ermöglichte.
Und nicht nur der See glänzte im Tal, auch die Windungen der Bela- und Tilment-Flüsse funkelten in der Sonne und enthüllten ihre türkis-bläulichen Schattierungen.
Wirklich wunderschöner Ausflug, fürs erste Mal reicht es völlig, nur diesen Gipfel um 1070 m zu erreichen, da die Ausmaße des Blicks unermesslich sind. Das wissen auch die Italiener, wir haben einige Wanderer getroffen, sonntags wären es sicherlich deutlich mehr.