So, heute war der Versuch dran. Leider blieb's beim Versuch. Kurz: Ich hab's offenbar geschafft, den Schlüsselpunkt für den Zugang (wo der Weg eine deutliche Rinne erreicht, entlang der die gebohrte Route verläuft) ordentlich zu verfehlen, sodass ich den Weg zuerst total falsch rechts gesucht hab (ja, so läuft's ohne brauchbare Beschreibung, und auf Karten ist's nicht eingezeichnet) und dabei wohl mehr als eine Stunde verloren hab. Als ich endlich aufgab und zum Auto zurückwollte, fand ich fast zufällig die richtige Richtung und kam zum Einstieg der Via Ferrata. Obwohl ich durchs Herumlaufen schon spät dran war, hab ich mich doch reingetraut, dann hat mich (laut Voluhar-Fotos oben schon ziemlich hoch, ca. 10. Foto aus seinem Artikel) ein gerissenes Seil an einer Querung gestoppt. Der Übergang wär wohl nicht ganz unmöglich gewesen, aber Gelände fast senkrecht und exponiert, ohne Schlinge hab ich's nicht riskiert. Also abgestiegen über die Ferrata, war nicht ganz leicht, aber auch nicht schlimm.
Kurz, zur Sache: Erstens, Wildnis mit großem W. Sogar der Teil um Zuc del Bora kann sich verstecken. Zweitens: Zecken hab ich mir die ganze Strecke von der Hose gezupft. Alle Berichte erwähnten's, aber ich hab nicht geglaubt, dass es so schlimm ist. Ohne bestes Repellent nicht hin! Drittens, Weg markiert, aber schlecht begangen, braucht Vorsicht. Zum Orientierungsirrtum: Nach langer Querung am Klettergarten vorbei und durch Wald zur steilen Felsenrinne voller Bohrhaken - nicht drüber! Der Weg berührt sie nur, Übergang zur Ferrata auf derselben Seite suchen, von der man kommt. Weiter sind Spuren sichtbar, aber nur von seltenen Besuchern, die sich verlaufen haben wie ich. Viertens: Für den Aufstieg jetzt stark einige Meter Seil empfohlen. Sicher ist sicher.
Wenn euch das nicht abschreckt, dann los. Sonst ehrlich: Es gibt schönere Hügel-Ecken mit weniger Zecken, auch wenn das seinen Charme hat...