| IgorZlodej10. 06. 2010 19:32:50 |
Der Berg wurde schon seit einigen Jahren erkundet. Nach einigen Jahren Datensammlung bei Kennern, Beobachtungen von benachbarten Bergen und Kartenprüfungen kam letztes Jahr die Nachricht, dass die Stritar-Leute den Berg bestiegen haben. Früher besetzte die Armee den Berg, oben hatten sie Radare, unsichtbare Kämpfe zwischen NATO und Ostblock wurden geführt, das Gebiet war gesperrt, einst angelegte Wege lagen jahrelang brach. Vor einigen Jahren verließ die Armee den Berg, letztes Jahr entfernten sie sogar die Versorgungsseilbahn und heute fahre ich nach Lužnica (Bagni di Lusnizza). Der Ausgangspunkt ist eigentlich in Sankt Katarina, da dort aber seit Jahren keine Brücke mehr ist, ist der einzige Übergang ohne das Waten des Beli potok und der Bela die alte Eisenbahnbrücke in Lužnica. Ich gehe also über diese Brücke, wo heute ein Radweg ist, und laufe ca. 15-20 Minuten am rechten Ufer der Bela stromaufwärts, dann biege ich links auf den breiten, von Wald bedeckten Rücken ab, der gut sichtbar ist auch von beiden Kanalschen Straßen. Bald finde ich einen Steig, der ab und zu mit alten roten Punkten und stellenweise Strichen markiert ist. Den Steig kann man ohne besondere Schwierigkeiten gut folgen bis Monte Pin (1506) und weiter. So weich läuft man selten, richtig genussvoll, meist weiches Gras und Laub im Wald. Etwas höher geht der Weg in felsigeres Gelände über, dort gibt es sogar einige sehr alte noch eingeschlagene Haken und auch etwas Draht, wieder Wald, dann komme ich auf eine Lichtung, wo vor Jahren gebrannt hat. Ich steige über diese Hänge unter M. Ghisniz hoch, ein kaum sichtbarer Steig biegt links unter die Wände des genannten Berges ab. Ich querte etwas bröcklige Schuttfelder immer links, dazwischen gibt es auch einige Gräben, wo man besonders aufpassen muss, da Teile des alten Steges stellenweise fast weggespült sind. Nach langem Queren erreiche ich den Grat, überquere eine Scharte, steige einige Meter zum NO-Hang ab, dann klettere ich durch einen Graben, wo wieder einige Haken und Draht sind, auf den Grat und entlang desselben durch Gebüsch zur oberen Station der ehemaligen Seilbahn. Die Objekte auf dem Gipfelplateau sind richtig berühmt-berüchtigt, von der Seilbahn führt ein langer überdachter Tunnel zu den anderen Objekten, hinter einem Gebäude liegt eine riesige Radarschüssel, in der Nähe ein großer betonierter Helipad, den jede Hüttenwirtin beneiden würde. Kurzum, der Anblick der Objekte auf dem Berg erschüttert einen und die unvermeidliche Frage ist: Warum? Während ich so diese Objekte betrachte, bemerke ich im Westen eine Erhebung, die mir sogar höher als der höchste Punkt mit den verlassenen Militärobjekten erscheint. Oben ist sogar ein Kreuz. Da dies tatsächlich der Gipfel oder zumindest der westliche Gipfel von Šinavec sein könnte, mache ich mich natürlich sofort auf zum Kreuz. Der Pfad durch dichtes Gebüsch ist ziemlich schwer zu folgen. Gerade beim Kreuz fällt die Entscheidung, nicht den Aufstiegsweg zurückzugehen, sondern nach Mokrine weiterzumachen. Den Weg vom Gipfel kannte ich schon aus der Beschreibung, von der Planina Biffil hatte ich ihn auch schon begangen. Ich rufe einen Kollegen an und vereinbare Abholung, dann steige ich zur NW-Seite des Berges ab. Bergab führen mich sicher die roten Punkte (danke Alessio). Unten fülle ich bei einem Graben Wasser nach, überquere den Graben und auf der anderen Seite steige ich leicht durch den Wald hoch, bald bin ich auf der Planina Biffil, von dort ein kurzer Anstieg zu einem namenlosen Sattel und weiter auf schönem Panoramaweg und später einer richtigen Forststraße bis zur Planina Javornik, wo ich meinen Fahrer treffe, der schnell eine kurze Tour nach Krnica gemacht und zur Planina Corona abgestiegen ist. Dann noch gute 10 Minuten zum Mokrine-Pass, wo leider alle Wirtshäuser geschlossen sind, daher mussten wir noch einige hundert Meter auf österreichischer Seite gehen, wo sie auch Bier zapfen, fragt nicht, ob wir es getrunken haben. Von Lužnica über Šinavc nach Mokrine 7.30 h reine Gehzeit. Empfohlen für Erfahrene, die offroad-Gelände makellos beherrschen und Orientierungssinn haben.
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