| turbo1. 05. 2022 19:10:28 |
Donnerstag, 28.4.2022 Wenn du an Tolmezzo vorbeifährst, kannst du Monte Strabut nicht verfehlen, da der Hügel direkt über dem Städtchen aufragt. Auch die Wege dorthin beginnen im Städtchen selbst, in seinem alten Teil, unter dem Turm Torre Picotta bzw. bei den Ruinen der alten Burg Pra Castello. Am Ausgangspunkt gibt es einen großen Parkplatz auf zwei Ebenen, natürlich kostenlos. Dorthin kommt man, indem man den Beschilderungen zum Stadtzentrum und den braunen Tafeln mit Torre Picotta folgt. Am Ende des Parkplatzes setzt sich die Gasse zwischen Häusern fort, biegt rechts unter den Hügel ab und wenn du zu einem großen Betonbecken kommst, das für die Ableitung von Sturzbachswässern dient, bist du am Startpunkt von zwei Wegen. Bzw. dreien. Einer geht gerade hoch und biegt bald links zum Aussichtsturm Torre Picotta ab, markiert mit der Nummer '459', der andere quert das Betonbecken, dahinter steigst du auf schöne Wiesen auf, wo Überreste der Burg Ruinen sind. Der erste Weg heißt "459 Torre Picotta", der zweite "459 Pra Castello". Beide sind relativ unkomplizierte Wanderwege, Pra Castello ist vielleicht etwas "wilder", ähnlicher dem Hochgebirge, hat auch mehr steilere und relativ exponierte Stellen. Der Weg am Turm vorbei führt auch auf einer Betonstraße höher nahe dem Gipfel, daher eigneter für den Abstieg. Es gibt auch einen dritten Weg namens Direttissima, der sich etwas höher oberhalb des Torre Picotta-Turms zum Gipfel abspaltet. Den habe ich heute selbst in Angriff genommen. Der Weg ist sehr anspruchsvoll, exponiert, nur für erfahrene Wanderinnen und Wanderer gedacht. So lässt sich das Warnschild am Weganfang etwa verstehen und nach der Tour stimme ich den Warnungen voll zu. Der Anfang wird schnell steil, aber bis zur undeutlichen Scharte unter dem Gipfel gibt es wirklich keine schwierigen Stellen. Auch die Exposition ist moderat. Bald oberhalb dieser Scharte wird der Weg jedoch sehr steil und sehr exponiert. Er ist mit roten Punkten (bolli rossi) markiert, Sicherungen gibt es keine. Hilfreich sind Baumwurzeln und fester Fels, wo sich Griffe finden, dazwischen Lichtungen, wo man mit Nägeln und Greifen nach Grashalmen hochkommt. Der Boden ist schwarz und fettig, rutschig, zumindest am Tag meines Aufstiegs. Der Weg führt direkt zum Gipfel, wenn du ebenen Boden betrittst, sind es nur wenige Meter links zu einem Betonmal, das den Gipfel markiert. Natürlich fehlen darauf die Medjugorje-Madonna und das Kreuz nicht. Auf dem Gipfel gibt es eine Menge Sender und Antennen, auch Container, zudem ist der Gipfel ziemlich bewachsen, daher sind die Ausblicke beeinträchtigt. Etwas unter dem Gipfel ist eine Straße, die rechts endet (Eisen栅栏, dahinter Container und Sender) - dort geht's zum Aussichtspunkt, den Markierungen für "Panoramo" folgen. Links auf der Straße führt der Abstieg, den ich auch gemacht habe. Lange bin ich auf dieser Straße gewandert, abwechselnd Schotter und Beton, dann haben mich drei Markierungen links bergauf in den Wald gelenkt. Auf dem Boden und am Baum rote Richtungspfeile, am Steigbeginn ein Pfahl mit Markierung. Bis nahe dem Aussichtspunkt Pale dal Pup (lohnt sich dorthin, nah am Abzweig, schöne Ausblicke) geht der Weg ab und zu leicht hoch, dann folgt ein langer Querweg unter Strabut, beim Anschluss an die Direttissima wartet nur noch der Abstieg am Turm vorbei. Die Direttissima ist ein schöner Weg, wild, hochgebirgspristinus, trotz roter Punkte. Er ist aber wirklich ziemlich anspruchsvoll, exponiert, daher gut, Erfahrung mit ähnlichen Wegen zu haben. Und nicht bei Nässe, ich hatte "trockene Bedingungen", trotzdem stellenweise recht rutschig. https://tubojan.blogspot.com/2022/04/monte-strabut-direttissima.html
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