| nejcf4. 08. 2023 11:23:25 |
Monte Viso-Normale Via Letzte Woche haben mein Freund Vid, sein Bruder Maks und ich diesen Riesen im westlichen Piemont bezwungen. Nach einer anstrengenden Fahrt über die Poebene sind wir endlich ins Po-Tal gekommen und am Parkplatz Pian del Re in 2020m geparkt. Die Straße ist in den letzten Kilometern ziemlich eng und mautpflichtig, Kosten 10 Euro pro Tag. Schon vom Parkplatz hatten wir schöne Ausblicke ringsum, mit dem spitzen Monviso nach Süden. In fünf Minuten waren wir am Ursprung des Po-Flusses, wo der Weg in Serpentinen Richtung See Fiorenza anstieg. Höher machten wir einen weiten Bogen um den See Chiaretto unter den Nordwänden des Viso, wo ständig Gesteinsgerassel zu hören war. Es folgte ein steiler Felsanstieg zum Colle del Viso (2650m), von wo aus es nur noch Minuten bis zu unserer Unterkunft Rifugio Quintino Sella waren. Vor dem Abendessen stiegen wir noch zum nahen 3019m hohen Viso Mozzo auf, der ebenfalls ein toller Aussichtspunkt ist. Obwohl die Hütte überfüllt war, machten sich nur 14 von uns auf zum Monviso. Wir standen alle kurz nach drei auf, aßen das vorbereitete Frühstück und begannen den Aufstieg. Erstes Ziel war der Übergang Colle delle Sagnette (2991m). Der Weg dorthin querte zuerst Schuttfelder, dann kletterte er an einer Kette über Felsen hoch. Die Kette ist nicht gut gespannt, daher war der Abstieg dort ganz lästig. Am Übergang dämmerte es und wir sahen den noch sehr fernen Gipfel. Wir mussten über 100m absteigen, dann stiegen wir wieder im sehr zerklüfteten Gelände des oberen Forciolline-Tals auf. Die Schneefelder im Talkessel umgingen wir auf einem Schotterpfad rechts und kamen bald zum Bivacco Andreotti (3225m). Vom Gipfel trennten uns noch über 600m Höhenunterschied beim Klettern über Felsen, wir mussten auch 4 Schneefelder queren, aber Steigeisen waren nicht mehr nötig. Der Weg ist hier dicht mit gelben Pfeilen markiert, also kein Orientierungsproblem bergauf, bergab kann man sich aber leicht verlaufen, besonders beim ersten Mal. Gerade als wir den Gipfel erreichten, lichteten sich Wolken und Nebel und wir hatten wahrscheinlich die besten Ausblicke des Tages. Nur zum Mont Blanc war es durch Wölkchen nicht optimal sichtbar. Wegen des Winds auf dem Gipfel blieben wir nicht lange und hielten auf dem Abstieg nochmal in der Hütte. Am Ausgangspunkt hat mich trotz Höhe über 2000 ein Mückenschwarm angegriffen. Unser nächstes Ziel war Sestriere, wo wir noch einige Dreitausender geplant hatten. Besonders lobe ich die Hütte Q. Sella. Für 45 Euro bekommt man Übernachtung, Abendessen (2 Gänge und Dessert+Kaffee/Tee), Frühstück und sogar Sandwiches für unterwegs. Auch das Betreiberteam ist sehr freundlich und kompetent.
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