Wie svicr vor sechs Jahren schon sagte. Wenn du noch kannst, musst du nach Morež. Da ich spüre, dass mein emšo bald sagen wird „Ivo, du kannst nicht mehr“, habe ich mich entschieden, dass es höchste Zeit für diesen Aufstieg ist. Als ich das Team zusammengestellt hatte, stellte ich begeistert fest, dass unser Durchschnittsalter unter 45 liegt. In dem Alter sollte diese Tour nicht zu schwer sein.
Von Bavšica sind wir um 6:15 Uhr unter klarem Himmel durch das Bale-Tal gestartet. In einer Stunde und 15 Minuten waren wir schon bei der Lovska koča. Das Tempo war offensichtlich zu langsam, denn Nejc und Sašo haben keinen Moment den Mund gehalten.
Wir sind weiter durch den Wald auf dem markierten Weg gegangen, aber kurz vor dem Ende links ins Gelände abgebogen. Hier haben wir versucht, eine mehr oder weniger sichtbare Spur zu folgen, die aber völlig verschwindet, wenn man das grasige Felsgelände erreicht. Als Orientierung hatten wir den gut sichtbaren Stador, an dem wir rechts vorbeimussten. Kurz nach neun waren wir schon in den Laštah, von wo aus die grasigen Bänder zur Konjska škrbina gut sichtbar waren. Wir haben versucht, uns so weit links wie möglich an den Bändern zu halten, aber sind bald umgekehrt, da es zu exponiert schien. Am Ende sind wir fast am Boden der flachen Mulde direkt zur Scharte hochgestiegen. Das Wetter wurde auch immer weniger ideal. Rechts war bis zum Veliki Ozebnik sichtbar, Jalovec lag die ganze Zeit im Nebel. Wir haben öfter nach links geschaut, um das dreieckige Schutthalde zu erspähen, aber nicht gesehen. Nach fünf Stunden Marsch standen wir auf der Konjska škrbina und blickten in die Koritnica. Wir wussten, dass wir sowohl die Habjan-Sime als auch die Mihelič-Sime verfehlt hatten, also blieb nur der Grataufstieg. Am Anfang war er breit und bequem, später sind wir lieber links auf die Bavška-Seite ausgewichen. Gegen 12:30 Uhr standen wir ohne größere Probleme auf dem Morež-Gipfel. Kaum hatten wir ein Gruppen-Selfie gemacht, fing es leicht zu regnen an und wehte stärker. So schnell wie möglich haben wir den Gipfel verlassen und sind über nasse Wiesen und schlammige Felsen abgestiegen. Ganz und gar kein gutes Gefühl. Obwohl der Regen schnell aufhörte, war ich Nejc sehr dankbar für seine Anweisungen von unten. Am Ende habe ich es ihm, wenn auch widerwillig, doch eingestanden. Plötzlich sahen wir unter uns die dreieckige Schutthalde, bzw. etwas Ähnliches mit etwas Phantasie. Bis dorthin war ein 5-10 m Sprung, den man mit etwas Vorsicht klettern könnte, aber wir entschieden uns für den Seilabstieg, damit der Sherpa Sašo das Seil nicht umsonst trug.
Nach dem Abstieg sind wir in die Lašte abgestiegen und links weiter durch das lange Tal parallel zum Loški greben. Auf den markierten Weg trafen wir in Lanževica. Bis zum Učni center Bavšica hatten wir noch zwei Stunden, dort warteten kaltes Laško und warme Dusche. Hammer!
Es folgen noch Bilder von „foto Leje“, deren Upload aber für mich ein größeres Problem ist.