Ich sehe die Dinge etwas anders. In den Jahren, als ich als Teenagerin mit dem Berggehen anfing (seitdem sind mehrere Jahrzehnte vergangen), hat man uns gelehrt, dass man Abfall hinter sich "unter einen Stein räumen" soll. Also - nicht zurück in den Rucksack, sondern in den Bergen lassen, nur schön versteckt. Es ist wahr, damals gab es keine Plastikverpackungen, sondern Dosen, Papier und sehr selten Glas. Im guten Glauben, richtig zu handeln, haben Bergliebhaber so das Hochgebirge "verschmutzt". Es ist auch wahr, dass es damals bei weitem nicht so viele Wanderer gab wie heute.
In den letzten sagen wir 15-20 Jahren beobachte ich einen starken Zuwachs an Besuchen in Almen und Bergen. Ich sehe immer noch sehr selten weggeworfene Verpackungen auf jenen Pfaden (und Höhen), auf denen keine gelegentlichen Touristen sind, die zufällig in die Berge geraten, sondern nur einzelne Berggänger, die jetzt meistens (Gott sei Dank) schon so bewusst sind, dass sie ihren Abfall nach Hause tragen. Anders sind massenhaft besuchte Wege im Vorland, wo man wirklich manchmal auf traurige Szenen trifft.
Und etwas anderes sind Wälder in den Tälern und entlang der Straßen, die zu höheren Ausgangspunkten für Ausflüge führen. Manchmal muss man gar nicht weit von zu Hause weggehen - für uns, die auf dem Land leben, reicht manchmal ein halbstündiger Spaziergang in den Wald ums Dorf, um zu sehen, wie einige unverantwortlich mit der Natur direkt vor ihrer Haustür umgehen.
Ich bin immer noch überzeugt, dass die Leute, die in die Berge gehen, um Körper und Seele zu stärken, größtenteils zu denen gehören, denen die Natur am Herzen liegt und die zu ihren geringsten Verschmutzern zählen.
Zum Schluss - nach meinen Beobachtungen gibt es jetzt in den Bergen weniger Verschmutzung als vor einigen Jahrzehnten.