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Forenliste / Slowenien / Skitourengehen / Nad Šitom glava

Nad Šitom glava

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suhy10. 02. 2025 00:39:48
Man weiß ja nicht, ob man beschreiben soll, was schon unzählige Male beschrieben wurde, oder nicht. Aber da Lesen heutzutage immer seltener wird, verwelkt die kulturelle Bildung der Gesellschaft leider. Und vergesst nicht, wir wichtigen Glieder dieser Gesellschaft sind auch Skitourengeher. Klar ist, dass ohne Schwenken einer in Tinte getauchten Gänsefeder auf weißem Papier nicht viel bleibt, was das Auge locken könnte, über die Pfade großer und kleiner Buchstaben, Kommas, Punkte, Semikolons, Ausrufezeichen und anderer grammatikalischer Wunder von auf Papier oder Bildschirm festgehaltenen Gedanken zu wandern. Schrift ist ja die basische Grundlage und fundamentale Säule unzähliger Wissenschaften, philosophischen Gedankens, Poetik, Poesie, Dramatik sowie alltäglicher Kommunikation ehrlicher Briefe, Telegramme, Ansichtskarten und Zeitungen, die sich mit der Verbreitung von Nachrichten aus heimischen Tälern und ausländischen Abenteuern beschäftigen. Auch die Gesetze, die uns die weise Obrigkeit vorschreibt, damit unkundige Volksmassen wissen, was richtig und falsch ist, brauchen reichlich Papier und Tinte. Ein schönes Beispiel solcher Tätigkeit bietet uns diese Tage der frische US-Präsident, der mit theatralischen Paraphrasen auf einem Scheiterhaufen von Dekreten nach seiner Weisheit nicht nur Leben und Arbeit des Volkes verbessert, das ihn eingesetzt hat, sondern die ganze Menschheit. Nach der ideologischen Orientierung des Ersten der ersten und großen Nation fürchtet man einen Dekret, dass er mit Zöllen auf Trockenware auch die heimatliche Brust seiner schönen Gattin trifft, wenn wir Skitourengeher mehr Linkskurven als Rechts machen.

Und gestern war der 8. Februar, wir wissen, Prešeren-Tag sollte dieser Tag sein, an dem man sich mit allem Leben und Sein der Kultur widmen und wenigstens einen Tag den revampierten Materialismus, Konsumwahn, Influencer-Deppismus und andere Fortschrittsirrtümer vergessen soll, wo dem Menschengeschlecht, Krone der Schöpfung, nur noch klar ist, dass nichts mehr klar ist, wohin der Fortschrittspfad führt. An diesem Tag hören wir daher aufmerksam den gelehrten Festrednern zu, die mit auserlesenen, ohrenfreundlichen und mild klingenden Worten, rhetorischen Bravuren wissen, etwas über die große Bedeutung der Kultur für den slowenischen Stamm zu sagen, der von jeher auf dieser Brust stehen und bestehen konnte. In diesem Geist bemühen wir uns an diesem Tag schön zu schauen, schön zu sprechen, festlich anzuziehen, zur Seite zu kämmen und Dinge zu tun, die wenigstens ein bisschen wie ein kulturell erleuchteter Sterblicher aussehen. Gilt auch für den Skitourengeher. An diesem Tag wollen wir wirklich nicht zu Unrecht des Grobheits beschuldigt werden. Neben freiem Besuch der Tempel der Kultur nehmen wir vielleicht ein Lesheft in die Hand, möglichst leichteren Inhalts und so dünn wie möglich, und ringen mit der Entzifferung einer Menge Buchstaben, Elemente der Satzstruktur, die der Schreiber hineinhäufte, um dem Leser zu offenbaren, was der Schreiber weiß und meint, der Leser wisse es nicht. Denn Kultur verbindet in dieser Rolle und nähert Menschen an, damit sie sich verstehen, fühlen und lieben. Haben wir kein Lesheft, auf dem Bildschirm mal statt Instagram, TikTok oder Facebook suchen wir, was drauf geschrieben steht, z.B. über Skitouren. Damit Lesen vom Bildschirm, besonders langatmig, nicht langweilig wird, sorgen beigefügte Bildchen glücklicher lachender Skifahrer, wunderbarer Alpenpanoramen und gewundener Spuren im Pulverschnee.

Leider gibt's über den heutigen Sprung auf Kopf über Šito nicht viel zu schwadronieren und auch nicht viele genannte Bildchen. Im Nebel sind wir kulturmäßig hochgestiegen und im Diffus kultursmäßig abgefahren. Trotz Bedingungen abnormal viele Besucher, Alpinkurse, kroatische Bergwacht auf Skitour und Sonntagswanderer. Anfangskehre im Kar waren vorsichtiger, nach ca. 40 Höhenmetern Abstieg herrschte harter, etwas verkrusteter Schnee, über den man diesen Winter nicht klagen kann.

Im Diffusen haben wir uns gemacht, als ob wir unermesslich genießen, Jakob, Gregor und Miha.mežikanje
Nad Šitom glava fröhliche Gesichter im Nebel1
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turbo10. 02. 2025 06:53:33
....Man weiß nicht, ob man beschreiben soll, was schon unzählige Male beschrieben wurde, oder nicht.

Richtig, nämlich im "Kapitel" Forum-Razmere, in dieser "Rubrik":
https://www.hribi.net/trenutne_razmere/slo/sitna_glava_nad_sitom_glava/1/1921
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suhy10. 02. 2025 09:33:35
Wenn ich die Struktur des Forums für aktuelle Verhältnisse richtig verstehe, kann derselbe kleine Pfad mehrmals auftauchen, in verschiedenen Rubriken, je nachdem ob Bergsteiger, Kletterer, Bergläufer, Radfahrer, Skitourengeher oder Familie darauf geht, die den eifrigen Kindern, Großvätern, Großmüttern und pelzigen Lieblingen die Reize der Bergwelt zeigen will. Dafür sind die Foren der Berggruppen (Julische Alpen, KSA, ...) , Familienausflüge, Berglauf, Mountainbiking, Alpinaufstiege und Skitouren gedacht.nasmeh
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mirank10. 02. 2025 10:35:56
Bin voll einverstanden mit Bojan; suhys Beitrag hätte Platz bei den aktuellen Verhältnissen. Ich bemerke einen zunehmend unübersichtlichen Zustand im Forum, wenn einige dieselben Beiträge unter aktuelle Verhältnisse, kommentierte Ausflüge und noch woanders posten. Für mehr Aufmerksamkeit sind wahrscheinlich andere Plätze geeigneter. Für mehr Übersichtlichkeit und damit Nutzbarkeit könnte der Moderator vielleicht nochmal den Zweck der einzelnen Kapitel erklären, falls ich mich irre?
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djimuzl10. 02. 2025 12:56:55
Es ist auch bei aktuellen Verhältnissen und bezüglich des Inhalts in der völlig richtigen Rubrik.
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mirank10. 02. 2025 13:40:11
Wirklich? Erhelle mich ein bisschen; unter welchem Thema, denn ich finde es da nichtzavijanje z očmi
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Daaam10. 02. 2025 13:53:27
"Problem" liegt offenbar darin, dass der Reiter "Skitouren" unter "Allgemeine Gespräche" fällt statt unter "aktuelle Verhältnisse", was sinnvoller wäre. Vielleicht könnte Rok das regeln, damit es künftig keine Streitereien mehr gibt..
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djimuzl10. 02. 2025 14:02:40
Nochmal, ich nutze Großbuchstaben für Sehbehinderte großes Grinsen
https://www.hribi.net/TRENUTNE_RAZMERE/slo/nad_sitom_glava/10011/9873
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djimuzl10. 02. 2025 14:10:20
Und weitere Bedienungsanweisungen Lächeln
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mirank10. 02. 2025 14:55:10
Ich sehe was du meinstAugen rollen aber der Beitrag ist auf der ersten Seite Hribi.net unter allgemeinen Gesprächen sichtbar. Übrigens unter dem Verhältnisse-Forum gibt es zwei Kapitel wo der Post hingehört und das sind Julische Alpen oder Skitouren, wo er jetzt auch auftaucht.
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djimuzl10. 02. 2025 15:10:14
Kategorie "Skitouren" ist mit falschem Menü verknüpft.
Beiträge für Skitouren sind aber - im Vergleich zum Wandern - vernachlässigbar wenige, daher in eine Kategorie sortiert und nicht an Gebirge gebunden.
Im konkreten Fall würde der Beitrag in den Julischen Alpen auch nicht erscheinen, da die Hierarchie dieser Webseiten das offenbar nicht erlaubt - ob das mit internen Verlinkungen zu regeln geht, weiß ich nicht.
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suhy10. 02. 2025 19:42:04
Liebe Bergfreunde, Verschwendung von Zeit und Tinte, um zu beweisen, ob die Rubrik richtig oder falsch ist. Sieht aus wie Streit um den Schatten des Esels. Die Webseite Hribi.net ist völlig in Ordnung und dient ihrem Zweck ausgezeichnet. Wer sich fragt, was hoch über den Tälern los ist, kann hier effizient seinen Forscherdrang stillen. Aber da ohne Wachs nicht mal der Schulschuh angezogen wird, erfordert auch die Webseite ein bisschen mühsames Stöbern durch Rubriken, Autoren, Daten, bis die richtige Antwort ans Licht kommt und den Neugierigen erleuchtet. Das Aussehen der besagten Seite unterscheidet sich, ob man darauf am Heim-PC oder Handy stöbert, und hängt angeblich auch vom auf dem PC installierten Webbrowser ab.

Uns Bergliebhaber sollte mehr als Streiten über Rubriken und andere Trivialitäten das Geschehen sorgen, bei dem die schicksalhafte Frage steht, ob wir unsere Liebe zu den Bergen noch auf ihren Gipfeln, Pfaden, blühenden Almen, bei Sturmkiefern, auf schneebedeckten Flanken und anderen Lieblingsecken der ursprünglichen Natur ausgießen können, oder ob wir das nur noch fern über Bildschirm-Apps tun können, unterstützt von künstlicher Intelligenz, weil uns lokale Usurpatoren des öffentlichen Gutes im Bunde mit rücksichtsloser kapitalistischer Gier das alles verbieten. Nämlich unter dem Vorwand, dass es notwendig sei, weil die Alpennatur seinetwegen furchtbar leidet, weniger leiden soll sie angeblich, wenn Finanzmogule hier profitable Chancen wittern und anfangen, eigene und kreditangereicherte Finanzmittel in Entwicklung touristischer Kapazitäten, Bau elitärer All-inclusive-Luxus-Glamping-Resorts, prächtiger Hotels an sorgfältig gewählten idyllischen Lagen mit unvergesslichem Blick auf romantische Bergkulisse, Apartments mit Sauna, Fitness, Spa & Wellness und anderen Formen ganzheitlicher Erlebnisse zu stecken, um unübersehbare Massen touristischer Schafe in diesen Paradies auf der Sonnenseite der Alpen zu locken, die nach einzigartigen Erlebnissen lechzen, kulinarische Extravaganzen à la Ana Roš in ihre Verdauungsrohre stopfen und Selfies vor Kulisse einer Kirchl mitten im See oder der Triglav-Nordwand knipsen. Um ausreichende Investitionsressourcen für all diese unnatürlichen Entwicklungsprojekte zu sichern, die Gämsen, Füchsen, Kondoren und anderem Getier einerseits sowie Edelweiß, Kakteen, Lärchen und anderem Alpengebüsch andererseits nutzen sollen, ist selbstverständlich Monetarisierung des Bergbesuchs nötig, was wir sehen und noch besser spüren, wie lokale Sheriffs mit Wucherparkgebühren, Drehkreuzen an Eingängen alpiner Täler, Privatisierung von Hütten und anderen Formen rentablen Managements der Bergwelt betreiben, jenem Teil der Schöpfung, der seit Ewigkeiten hier ist, als behaarte Neandertaler mit Fackeln in Händen über Komarča stapften und im Gegensatz zu heute völlig frei agierten. Ja, absolut frei. Wenn damals zufällig ein etwas weniger behaarter Homo sapiens ihren Weg versperrte und im Namen zivilisatorischen Fortschritts und Erhaltung aussterbender Dinosaurier Eintritt ins TNP verlangte, kassierte statt eines Häufchens Muscheln, damals offizieller Proto-Währung, nur eine saftige Portion Prügel, sodass ihm nie wieder einfiel, Freiheiten anderer einzuschränken. Wäre es einen Versuch heute wert?
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miri10. 02. 2025 19:50:21
Das hast du schön geschrieben.
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suhy12. 02. 2025 13:09:12
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