| taubi424. 07. 2019 11:11:48 |
Am Samstag haben wir die Kurze Deutsche geklettert. Freund Iztok, Alpinist und Ausbilder von Bergführern, frei, Janko und ich mit Hilfe technischer Hilfsmittel. Ich als Zweiter im Seilzug hatte im letzten Meter der Route keine andere Lösung als mich mit der Hilfe des eingehängten Sets hochzuziehen. Hoffe, ich habe mich richtig ausgedrückt. Da ich kein Alpinist bin, habe ich mich für die Veröffentlichung des Artikels eher für das Forum Julijske Alpe entschieden als für das Forum Alpinistični vzponi. Für mich ist der Unterschied zwischen Kurzer Deutscher und Slowenischer wirklich groß. Slowenische würde ich als sehr, sehr anspruchsvolles Wegloses Gelände bezeichnen, wo es zwischendurch drei, vier Kletterstellen (II-III) gibt, wo wir Nichtalpinisten uns immer sichern. Orientierungsseitig scheint sie mir anspruchsvoller als die Deutsche, die wirklich Kletterei ist, da die Schwierigkeit bis III sich praktisch durch die ganze Route zieht. Ausnahme ist nur der Ausstieg, der IV- ist. In der Route waren zwei Gruppen zu dritt, zwei klassische Seilzüge und ein Solist in meinem Alter. Der soll Bergführer gewesen sein, aber Iztok kannte den Namen nicht. Als ich die Gruppen vor mir in der Wand beobachtete, überkam mich Zweifel an meinen Kletterfähigkeiten. Um es platt zu sagen, haben mir die Hosen ein bisschen gezittert. Überraschenderweise war alles danach relativ leicht. Trotzdem, um klar zu sein: Bergsteiger meiner Kategorie können sich eine solche Route nur in einem Zug mit einem Bergführer oder einem erfahrenen Alpinisten leisten. Alles andere ist unverantwortliches Verhalten. Für die ganze Route haben wir 7 Stunden gebraucht, mit Anstieg und Abstieg über Stanic und für Cmir ins Vrata 12 Stunden. In der Route im Deutschen Graben über dem Deutschen Turn gibt es noch etwas Schnee, der umgangen werden kann. Darauf haben wir nur auf den Triglav-Stufen in Richtung Stanic gelaufen. Janko hat behauptet, dass das bei seinen 60ern der Höhepunkt seines Bergsportes ist, in mir glüht noch immer der Wunsch, eines Tages vom Gipfel der Deutschen direkt auf den Triglav-Gipfel zu klettern. Lassen wir uns überraschen.
| (+9) |  | |
|
|