| djimuzl20. 03. 2023 18:04:47 |
Obwohl ich für den Samstagsausflug zunächst zwischen etwas nördlicheren Punkten gewählt habe (Danke Bojan für die Tipps ), habe ich mich am Ende für diesen Teil des karnischen Vorlandes entschieden, den kleinen Graten, der in die Friauler Ebene am rechten Ufer der Tilment (Tagliamento) südlich des etwas mächtigeren Monte San Simeone abfällt. Wie die Vorgänger (Beschreibung im oberen Link) habe ich auch in Braulins geparkt und bin den Weg Nr. 837 gegangen, zuerst auf den Monte Brancot gestiegen, dann auf den Palantavins (manchmal auch Palantarins) und den südlichsten der drei „Körnchen“ (Tre Corni bzw. Drei Hörner). Obwohl ich auch die Möglichkeit eines Rundwegs mit Abstieg nach Bordano (Weg 837 führt zum Ort Interneppo) und Rückweg auf der Radspur zum Ausgangspunkt im Sinn hatte, habe ich mich entschieden, denselben Weg zurückzukehren. Der genannte Weg ist (zumindest im begangenen Teil) schön befestigt und gepflegt, da er (zumindest nach dem Samstagsbesuch) offensichtlich gut besucht ist. Auf dem Weg gibt es auch etliche steinerne Stufen(-stufen) – sowohl eingehauene als auch „zusammengebaute“. Die erste Attraktion am Weg (bzw. etwas abseits) erscheint bald – die Kapelle hl. Michael, eingehauen in die bunte Wand, mit schönem Ausblick. Der Waldweg steigt zunächst sehr flach an, mit breiter Kurve, da er das längere Obergestell umgeht (in das die Kapelle eingehauen ist), später steigt er viel direkter in die Steilheit und führt schnell zum ersten markierten Abzweig unter dem Monte Brancot, wo man sich für Querung unter (rechts) oder über den Gipfel des genannten Hügels entscheiden kann. Beim Aufstieg bin ich auf den Gipfel gestiegen, beim Rückweg seine Osthänge gequert – die im Gegensatz zum Großteil des Weges aussichtsreich sind. Obwohl der meist laubige Wald noch im winterlichen „Zustand“ war, verhindert seine Dichte übermäßige Ausblicke am Weg. Zum Palantavins sind es von dort noch eine halbe Stunde Fußweg, noch etwas schönerer Ausblick als dort auf dem ersten (südlichen) der Drei Hörner, wo ich auch eine längere Pause gemacht habe. Auf dem Rückweg habe ich auf dem Gipfel des Palantavins und darunter einige Wanderer getroffen, am Abzweig bin ich auf den zuvor genannten Aussichtsweg abgebogen, der die Osthänge des Monte Brancot quert. Dort habe ich für kurze Zeit interessante Begleitung, da plötzlich am Hang ein Schwarm Bartgeier auftauchte, die (etwa in meiner Höhe und tiefer) nach Süden flogen und sich später zur Sonne hinaufschwangen… Ihr „Domizil“, das Reservat Cornino, liegt nur 10 km entfernt. Am Sattel vor der scharfen Linkskurve des Weges entscheide ich mich, auch den südlichen Teil des Grats, Monte Boscatz, zu besuchen, auf dem sonst kein Weg ist, nur gute 50 Höhenmeter Aufstieg bieten oben einen schönen Blick nach Süden. Gerade am südlichen Rand des Grats gibt es noch ein weiteres Gipfelchen, aber 400 Meter steiles Gras und Wald tiefer, so neugierig war ich wieder nicht…  Später bin ich nach Braulins über einen unmarkierten, aber ebenso gut erhaltenen Weg abgestiegen (es gibt hier noch einige), auch Stufen fehlten nicht. Er führt vorbei an mehreren Ebenen von Obergestellen und auch der Karsthöhle Buse di Pasche. Die genannten Obergestellen werden von Kletterern reichlich genutzt, auch die Wand bei der zuvor genannten Kapelle bildet keine Ausnahme. Direkt vor dem Ort trifft der Weg auf den markierten. Trotz Sonne war die Sicht vom Gipfelteil des Grats zu den nahen (Veliki Karman im Osten, Muzce Nordosten, San Simeone und dahinter Amariana im Norden, Monte Cuar Südwesten) und ferneren Bergen durch dichte dunstige Bewölkung schlechter, aber sobald ich zum Ausgangspunkt zurückgekehrt war, verbesserte sie sich sofort Am Gipfelgrat wehte hartnäckig ein gelegentlich recht kalter Wind, der im Wald an Kraft verlor. Trotzdem ein schöner Tag für ein neues Erlebnis 
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