| jerque24. 03. 2024 22:47:14 |
Diesmal (Samstagmorgen) von (Unter-)Planina zur Grmada. Auch dort gibt es einige überlebende Befestigungen des italienischen Alpenwalls (einzige Quelle hier) und zwar in noch besserem Zustand als um Podkraj. Sie könnten als Aufwärmen vor dem "Krabbeln" in den unterirdischen Labyrinthen um Unska koliševka dienen. Gleichzeitig eine Art Pilgerweg mit zahlreichen Stationen und Kirchen. Falls nichts interessiert, wenigstens schöne Ausblicke. Start an der Planina-Pfarrkirche sv. Marjete, wo der offizielle markierte Weg beginnt. Bei der Kirche Parkplätze und ohne Messen oder Zeremonien leicht freie Plätze. Schon beim Überqueren der Hauptstraße und der Weg noch nicht richtig ansteigt, sehen wir das Ziel voraus, eigentlich Doppelscheitel, Grmada sollte der linke Gipfel sein, obwohl von hier nicht sichtbar, dass er nach offiziellen Daten etwas höher als der rechte Kolk ist. Osthang sehr steil, Weg geht etwas um. Es gibt Abkürzungen, aber lohnt sich am markierten Weg bleiben (zuerst zu Pl. gora), da interessante Dinge entlang. Erste ist Grenzstein Nr. 48. Nach Jahr 1920 offensichtlich ehemalige Rapallo-Grenze und Nachprüfungen zeigen, nördlich von Planina löste sie sich von der Hauptstraße bergauf, führte genau hier vorbei und teilte dann bei Haasbergu Planina. Wenn wir so "schmuggelnd" auf ehemals "italienisches" Gebiet kommen, beginnt der "religiöse" Teil, der beim Quertraversieren des steilen Hangs auch ordentlich steigt. Bald nach dem Stein Kalvarienbergkapelle, dann Figuren verschiedener Heiliger (eine sv. Anton, andere nicht erkannt), Fotos in speziellem Thread zu Kreuzen/Kapellen bis Abzweig von Lepena mit neuer schmiediger Kreuz für jüngste Epidemie. An dieser Gabelung geht's los. Sehr bald rechts in Fels gehauene "Höhlen", so niedrig dass maximal auf allen Vieren durch, Möglichkeit teilweise zugeschüttet. Daneben Graben zu betonüberwölbtem Loch stark verfüllt. Vermute die am wenigsten erhaltene von drei mit zerstörten Kampfblöcken. Manche Karten nennen Gebiet Hrbce, nutze den Namen zur Unterscheidung. Von hier steigt der Weg weiter bis zur Marienkirche bzw. im Kulturerbe-Register "Kirche Maria Zuflucht der Sünder", was auch immer das andeuten soll. Ganz schön groß für "mitten im Nirgendwo" und scheint mir in der Größe der Startpfarrkirche ebenbürtig. Kurz davor Kapelle Mater dolorosa mit großem Gekreuzigten. Hier größerer Abzweig, von hier Jakobsweg nach 2860 km entferntem Santiago de Compostela, einige inoffizielle gut getretene Pfade direkt zur Grmada (gut getreten deuten auf viel Besuch, aber gesamter Weg hin/rück keine Menschenseele), bleibe aber am markierten, der nun schöne Makadamstraße mit Kurven führt. Nächstes Ziel noch nicht Grmada. Wo offizieller Weg rechts zur Grmada abzweigt, fahre ich noch etwas westwärts auf der Straße und bald rechts neue Befestigung. Namen lokaler Gipfel unter oberem Block nicht ermittelt, nenne sie Planinska gora. Beim Block nicht gerade übers Wiese stürmen, da Meter weiter Eingang Untertunnels offen zugänglich. Erinnert Viele an kürzlich bekannte Hamas unter Gaza, mich an erste ernste Computerzeit mit hyperpopulärem Doom, wo man durch ähnliche Tunnel-Labyrinthe kämpft und alles erledigt was kreuzt. Glücklicherweise keine Bedrohung hier, statt Motorsäge (ach ja, Spiel-"Feature" sie in Geheimräumen finden und dann Amok ), Messer etc. gute Lampe nehmen und jeden Schritt achten wegen Steine oder enge tiefe Entwässerungskanäle an den Rändern. Im Gegensatz zu Unska koliševka kein verzweigtes Labyrinth, scheint ein Hauptgang der plötzlich rechts abbiegt, Licht am Ende sehen und Treppe hoch... zu Schacht. Aha, hier zerstörter Beobachtungsblock mit Stahldom. Freeclimber raus, andere zurück gleicher Weg. Vom Eingang kurzer Anstieg zum Block, innen betreten möglich aber nicht weit, zu zwei MG-Nestern kurz, gerade verschweißtes Gitter stoppt. Gut so, tiefer Schacht dahinter, Warnungen an Wänden besser auf Fotos als live. Offenbar vorher unterirdisch nicht gründlich, Schacht übersehen. Draußen wollte ich vorherigen Wendepunkt-Beobachtung finden aber Orientierung unter Erde verloren, Position nicht rekonstruiert. Aber festgestellt: Soldaten hier tolle Rundumsicht. Nun endlich zur Grmada. Nach offiziellem Abzweig zu früh nächster Pfad, Aussichtspunkt verpasst. Egal. Gipfel Betontisch (kein "Richtungsweiser") Kasten mit Buch, daneben 3 Jahre alte Bank, davor Bäume gefällt für Planinsko-polje-Blick sitzend. Aber Hang scannend, Fels unter Gipfel unnatürlich flache Oberseite. Hang grad steil genug mit Gemsenfertigkeit über schwache Pfade hin, echte Beobachtung. Mehr noch, Linse überlebt allgemeines Metallschänden vor ca. 50 Jahren. Da noch nicht Interiorweg bekannt, durch Linse innen fotografiert. Zurück Gipfel. Getretener Pfad über "Buckel". Von Straße zuvor dritter Block der Festung gesehen, nenne Grmada. Umrundet Eingang aber ACHTUNG!!! jetzt wirklich aufpassen, bald nach Eingang tödliche Falle. Ohne Lampe und Boden beachten, plötzlich tiefer Schacht ungesichert ohne Vorwarnung! Leiter dabei aber sinnlos klettern, später eleganterer Weg zum Grund. Nach Falle Weg endet bald MG-Nest. Statt markiert südlich getretenem Pfad, mit Aufmerksamkeit Eingang Grmada-Tunnel. Weniger riskant aber vorsichtig flache Schächte/Kanäle Ränder. Erreicht echtes Vierwegekreuz. Links Boden senkrecht Schacht Leiter. Sicher "tödlicher" aus Block. Rechts Tageslicht Treppe Beobachtung, wahrscheinlich die unter Gipfel schon gefunden. Oder geradeaus, Gang rechts abbiegen Treppe weitere ähnliche. Rückkehr Planina: beste inoffizielle gut getretene Abkürzungen südlich bald Marienkirche oder Kreuz-Abzweig (hier Anschluss markiert steil schwieriger). Schon stark abgestiegen jugoslawische Seite alter Rapallo-Grenze, weiterer Abzweig. Markiert links oder kurzer Umweg gerade Jakobsweg. Bald Ruinen sv. Duha-Kirche. Gefunden: Frühling 1943 verbrannt Kämpfe Partisanen "Weiße Garde" (damals wohl Dorf-Wache). Malerisch aber nicht darunter verweilen. Daneben frischer Holzturm mit Glocke. Weiter abwärts links (Unter-)Planina.
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