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Forenliste / Slowenien / Julische Alpen / Požgana Mlinarica

Požgana Mlinarica

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Bandzo19. 09. 2020 19:45:56
Heute auf dem wundervollen Aussichtspunkt. Wie der Vorgänger schrieb, ist die Tour im Nebel alles andere als orientierungsmäßig einfach. Trotz toller Vorhersage sind wir oberhalb Vrata-Tals in Nebel geraten, der uns genau am Ausgang aus dem Wald zum Aufstieg übers Schotterfeld erwartete. Nebel macht sein Ding und der Pfad bergan übers Schotterfeld zu folgen, wo die meisten gut ausgetretenen Pfade für Abstieg sind, ist ganz schön knifflig. Trotzdem nicht aufgegeben und trotz sehr dichtem Nebel den Abzweig zur Mlinarica gefunden. Unter den Wänden der Vrbanovih Špicen Steinmännchen im Überfluss und genau dort wo sie sein sollen. Sobald wir diesen Teil passiert hatten, der im Nebel am schwersten war, bringt der gut angelegte Steg dich schön zum Gipfel. Beim Rückweg hat es aufgeklart und wir waren richtig froh, dass wir oben unterwegs die Ausblicke verpasst haben und umso mehr beim Abstieg zum Start genossen haben. Wenn du den Weg bei klarem Wetter anschaust ist er wirklich leicht nachzuverfolgen. Ganz gegenteiliges Gefühl wie beim Aufstieg nasmeh Mich interessiert, da es mir nicht ganz klar ist, wo der Weg "Za Cmirom" weitergeht, da ich aus der Ferne mehrere ausgetretene Varianten sah. Bleibt der Weg rechts unter Cmir, wo er von fern bis zu einer großen Felsbarriere zu kommen scheint, oder biegt er gleich über dem Abzweig zur Mlinarica unter die Wände der Vrbanovih Špicen und steigt weiter in diesem Talabschnitt auf? Antwort würde freuen nasmeh Auf dem Weg nur ein einziges Gams getroffen. Wunderschöne einsame Welt!

LP,
Ben
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Ein Moment, der die Orientierung etwas erleichterte :)3
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Welcher Pfad ist der richtige - zu Cmir9
Auf dem Rückweg ganz andere Ausblicke :)10
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ben19. 09. 2020 20:08:24
Über beide Varianten kommst du bergauf ins Tal hinter Cmir. Aber beide haben ziemlich schwierigen Aufstieg über Schotter, daher hier definitiv besser abwärts. Erste Variante, wo du unter Cmir abbiegst, ist besser vermannt und die Barriere ist unproblematisch. Unter der Wand der Vrbanovih Špic wartet oben auch so ein Mini-Sprung und darüber sofort rechts abbiegen und du bist bei der ersten Variante. nasmeh
(+3)gefällt mir
Bandzo19. 09. 2020 20:14:33
Danke für die Erklärung!

Es kam mir schon so vor, denn ich erinnere mich, den Weg vor Jahren vom Gipfel des Cmirs gesehen zu haben. Ich werde diesen Weg definitiv einmal gehen, aber DEFINITIV BERGAB velik nasmeh

Danke und sicheren Tritt,
Ben
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j.10. 10. 2020 22:43:00
Gestern (Freitag, 9. Oktober) vom Kosmač-Pass über den Gipfel Pri Turnih, vorbei am Biwak Pri Hanžku zur Črna gora und weiter entlang dem Grat über Lengarjeva glava, Požar, Rušnata Mlinarica bis Požgana Mlinarica. Abstieg zurück auf dem Weg zum Abzweig des Jagdwegs und dann diesen hinunter nach Lengarjev rovt und weiter zum Auto.

Der unbeschwerte Nachmittagsspaziergang (gestartet kurz nach elf) durch die freundlichen bewaldeten Gipfel des ersten Teils des Grats endet unwiderruflich ca. 15 Minuten vom Abzweig des Jagdwegs in Richtung Rušnata Mlinarica. Von da führt ein gut nachverfolgbarer Weg durch irgendwann beschnittene Latschen, der ständige Aufmerksamkeit erfordert, manchmal erhöhte Vorsicht. Als Belohnung erhält der Besucher unbeschreibliche Einsamkeit und Wildnis sowie einzigartige Blicke auf die Berge über den Tälern Vrata und Kot, die der Grat teilt.

Kurz vor Rušnata Mlinarica ist ein verdrehter Stahlseil, das schon lange abgerissen ist. Dort folgte ich Spuren und Kratzern im Gestrüpp rechts und landete schnell in schwer passierbarem Dickicht, aus dem ich auf die Scharte entkam. Auf dem Rückweg stieg ich zum Hügelchen über dem Seil auf und stieg direkt hinunter dazu. Weiterhin nötig Zickzack von einer Gratseite zur anderen, Abstiege in Scharten zwischen Gratgipfeln, einmal etwas Klettern in kurzer Rinne mit großen Tritten und Griffen, Auf- und Abstiege durch bewachsene Gräben und vorsichtige Schritte auf exponierten, aber mit Latschen oder Griffen ausreichend gesicherten Bändern. Der Weg, besonders der Abschnitt bis Rušnata Mlinarica und etwas dahinter, erlaubt keine Pause, nicht einmal für einen Moment.

Auf dem Gipfel Požgana Mlinarica spielte ich mit dem Gedanken, über die Schuttfelder unter Cmir express in die Vrata abzustiegen, aber das Fußmarschieren nach Mojstrana und weiter zum Kosmač-Pass (geschätzt 3 Stunden) hat mich schnell davon abgebracht.

Ich stieg also zurück denselben Weg zum Jagdweg. Auf diesem, schon im Dämmer, zum Lengarjev rovt. Der Biščkov-Brunnen war deutlich wasserärmer als vor drei Tagen und das Überqueren kein Problem. Bis zum Auto am Kosmač-Pass waren noch knapp vier Kilometer Marsch.

Auf dem ganzen Weg niemanden getroffen. Wie in den Beschreibungen angegeben, ist der Weg im letzten Drittel ziemlich anspruchsvoll, stellenweise exponiert, aber sorgfältig "arrangierte" Latschensicherungen helfen sehr. Mir kam es vor, dass die trockenen besser halten als die grünen nasmeh. Auf dem gesamten letzten Teil gibt es einige Steinmännchen, für mich genau richtig platziert. Immer wenn ich unsicher war, wie es weitergeht, tauchte eines auf. Stöcke waren im Weg, sogar zusammengeklappt am Rucksack. In mehreren Berichten gelesen, dass das Gestein bröckelig ist, aber gestern hielten die Griffe meist gut. Man muss aber aufpassen. Wäre gar nicht angenehm, wenn ich durch Dummheit einen beladenen Brocken aus dem Gleichgewicht bringe und in das Tal sende.

Beim Abstieg habe ich ständig mit dem Gedanken gespielt, wie ich das unvergessliche Erlebnis auf diesem einsamen, langen, steilen und exponierten Latschengrat beschreiben soll. Aber immer wieder kam nur ein Synonym zurück: ursprünglich. So soll es bleiben.


Hanžkov-Biwak.1
Škrnatarica und Kukova špica über Vrati.2
Peričnik war bis zum Grat zu hören.3
Es hat einen Durchmesser von 1,30 Metern, und es ist wie im Scherz entzweigerissen.4
Einmaliger Spaziergang in 1400 m Höhe.5
Lärchen bekommen ihre schönste Farbe.6
Links Rjavina, dahinter Vrbanove špice und ganz dahinter Begunjski vrh, rechts Cmir. Im Vordergrund Požgana und Rušnata Mlinarica und der Rest des Grats.7
Veliki und Mali Črlovec unter Škrnatarica und Kukova špica.8
Auf dem Gipfel des Požar.9
Hier stößt der Jagdpfad aus Lengarjevem Rovt zum Grat.10
Abgerissene Drahtseil kurz vor Rušnata Mlinarica.11
Preduh auf einem der Hügel vor Rušnata Mlinarica.12
Kurze Rinne mit guten Griffen und Tritten.13
Rušnata Mlinarica liegt schon hinter mir.14
Der Pfad war schon lange in den Schutt eingearbeitet.15
Blick vom Gipfel der Požgana Mlinarica zum Fuß des Kota. In der Mitte unter der Wand und über den Lärchen ist das kleine PP-Pfad sichtbar.16
Felsige Falten unter Luknja peč.17
Stenar.18
Erfindungsreiche Box für das Gipfelbuch auf Požgana Mlinarica.19
Blasse Abendsonne versteckt sich hinter Cmir.20
Vom Mondlicht erleuchteter Grat.21
Ich hoffe, dass es noch lange so bleibt.22
Einer der zahlreichen Gipfel im Grat.23
Die Sonne ist fast weg.24
Der Tag verabschiedete sich, und Lärchen-Nadeln stellenweise auch.25
Über dem Vrat-Tal.26
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alyas11. 10. 2020 09:02:02
Glückwunsch nasmeh, schön erlebt und folglich gute Weg- und Fotobeschreibung.
(+1)gefällt mir
KarmenT11. 10. 2020 15:09:02
Gestern (10.10.2020) ebenfalls zur Požgana Mlinarica wie der Vorgänger, aber aus anderem Tal.

Parkplatz für Vrtaški vrh und Sleme in Mojstrana fast voll bis zum letzten Platz. Gleich beim Črlovec-Murgang. Ganz anders im Turkov rovt. Kein Auto. Flussüberquerung unmöglich, da stark angeschwollen und breit. Nach kurzer Erkundung geparkt etwas über dem nahen Haus, kleinen Bach problemlos überquert und nur wenige Meter später Hauptbett über breiter Brücke.

Himmel bewölkt, wie vorhergesagt für 9 Uhr.
Schnell auf der anderen Seite des beschriebenen Ausgangs und weiter auf Waldweg. Wir haben uns etwas geirrt und später zweimal verloren. Aber gerade deswegen hatten wir einen noch schöneren Tag als geplant. nasmeh Auf dem Weg nur eine Markierung und viele Steinmännchen.

Als wir bei den ausgedehnten Schuttflächen unter Cmir ankamen, waren Gipfel jenseits Vrata schon voll in der Sonne. Wolken rissen auf und Himmel bläute sich. Wir gingen im Schatten, über Vrbanove špice spürte man die Sonne.

Erstes Schuttfeld war ganz schön anstrengend. Weg geht buchstäblich senkrecht hoch. Dann quer über zahlreiche Schotterzungen. Nur an einer Stelle Vorsicht nötig, sonst ganz leicht.

Mehrmals angehalten und Schönheiten um uns bewundert. Was für Ruhe und Ausblicke ringsum!
Unser zweiter Fehler war an der Stelle, wo der Weg bzw. besser Schuttweg bergan geht. Offenbar brach Sonne über Vrbanove špice durch, Grund dass wir Abzweig oder Richtung zur Požgana Mlinarica übersahen. Wir bissen uns ins Schuttfeld Richtung Tal Za Cmirom. Natürlich trug es uns bei jedem Schritt runter.

Obwohl Beschreibung nicht zu unserer Richtung passte, machten wir weiter. Nach drei Stunden vom Start, wo wir oben sein sollten, gaben wir auf. Endgültig kapiert nicht richtiger Weg. Waren schon ziemlich hoch im Za Cmirom-Tal.

Abstieg übers Schutt express! Gefühle fantastisch. Etwas besorgt wo verfehlt, aber am Fuß des Za Cmirom-Tals gleich richtigen Weg gesehen. Zwei Abzweige sogar und an beiden für Rückweg Steinmännchen gesetzt.

Weiter im steinigen Gelände zu Wänden der Vrbanove špice, dann links zum Lärchenwäldchen und dann steil hoch zum Gipfel.
Weg etwas verlängert und nach vier Stunden Gehen oben an Požgana Mlinarica.
Gefühle oben schwer zu beschreiben. Außergewöhnlich. Gipfel toller Aussichtspunkt rundum. Fast Stunde geblieben. Zeit für Fotos, Brotzeit und einfaches Genießen.

Abstieg nach Vrata schnell. Im Wald am "kritischen" Abzweig noch zwei Steinmännchen gesetzt.
Auf ganzer Strecke niemanden getroffen, drei Gämsen erschreckt, aber oben waren auch Besucher an Rušnata Mlinarica.

Erstes Mal hier, werden sicher wiederkommen. Tolle Wahl vor Wetterwechsel! nasmeh
Überfluteter Ausgangspunkt.1
Schöner Übergang über den Hauptstrom.2
Bereits auf der gegenüberliegenden Seite des breiten Baches.3
Die einzige Markierung auf dem ganzen Weg :)4
Herbstmomentaufnahme.5
Die Wolken reißen auf, Blicke reichen zu den höchsten Bergen.6
Auf den ausgedehnten Schutthalden unter dem Cmiri.7
Ausblick ins Tal.8
Auch das Kreuz auf der Škrlatica war sichtbar :)9
Unser Ziel von unteren Ästen der Lärche bedeckt.10
Tal Za Cmirom.11
Da ist sie - Požgana Mlinarica rechts vom Lärchenwald.12
An diesem Punkt im Tal Za Cmirom haben wir uns umgedreht.13
Richtung Vrbanovi Spitzen.14
Werden wir den richtigen Pfad finden??15
Schon auf dem richtigen Weg. In diesem felsigen Abschnitt gibt es viele Steinmännchen, die dich sehr gut führen.16
Majestätischer Cmir und steiles Schuttfeld. Wir sahen eine braune Spur, die hinter uns blieb.17
Entlang der gelben Lärchen gehen wir steil bergauf in den Wald.18
Erhaben!19
In alle Richtungen.20
Auf dem Gipfel - Blick vom Macesnovec zur Rjavina21
Nette Eintragskiste.22
Wir zwei :) und majestätische Berge - Rjavina, Begunjski vrh und Cmir.23
Macesnovec in der Mitte - linker Grat zu Biščkova glava und rechter Grat zu Dimniki und Luknja peč.24
Schon absteigend. Lärchen vergelben...25
Požgana Mlinarica in der Sonne, unten am Schuttfeld haben wir ein Steinmännchen aufgestellt und nahe dem zweiten Abzweig noch eines.26
Waldmoment.27
Und noch zwei Steinmännchen gleich zu Beginn im Wald.28
Verlässt das Tal...29
Noch eine vom Gipfel :)30
Im Hintergrund Gipfel über der Vrata-Tal.31
(+5)gefällt mir
j.12. 10. 2020 00:01:41
Alyas, danke!
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Marlot26. 10. 2020 18:45:00
Und sieht man den Peričnik-Wasserfall von diesem Grat?
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Jusk26. 10. 2020 19:27:55
schön zu sehen von Črna gora, dort am Aussichtspunkt beim Biwak, wirklich verrückte Sicht darauf aus anderer Perspektivenasmeh die meisten sind gewohnt Peričnik von unten zu sehen, von oben ist er noch schönernasmeh von Požgana mlinarica denke nicht sichtbar, war noch nicht oben, aber kürzlich Grat von Požar bis Črna gora durchquert und unterwegs nicht gesehen, Grat gut bewachsen.. hört man aber den ganzen Weg das Tosen des Wasserfalls und der Triglavska Bistrica
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Parkeljc26. 10. 2020 19:45:10
Blick auf Peričnik hinterm Biwak..
Gelegentlich auch vom Grat auf dem Weg zum Gipfel Požar sichtbar..
Blick Richtung Peričnik von hinter dem Biwak1
..und vergrößert..2
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suhy31. 10. 2021 17:42:36
Etwas spät, aber direkt aus dem Bergsteigerherz. Letzten Sonntag sind wir vom Kot zur Rušnata und Požgana Mlinarica gestürmt, erwartend dass Wettervorhersage eintrifft, d.h. Fülle Sonnenstrahlen und blauer Himmel. Und natürlich Wichtigstes gelbe Lärchen vor Alpenkulisse. Aber kein Brot aus dem Mehl od. Sonne lugte nicht aus Prognose. Nebel hielt den ganzen Vormittag bis Gipfel Požgana Mlinarica. Da wir Gewehr nicht gleich ins Korn warfen, für Stunden Ausdauer, als letzte Nebelfetzen zerstreut, belohnt mit zuckrigen Herbstlandschaften, siehe beigefügte Bilder. Besonders Wenigergeübte auf schwierigem Gelände überlegen gut, ob Gipfel geeignet. Dort muss man mit Felsen kämpfen und sich hand über hand hochziehen, und Schwindel, Zittern, Ängstlichkeit und andere für sicheres Vorankommen gefährliche Gebrechen unerwünscht auf Gratsweg.mežikanje Genossen Ž&M
unser Weg1
Schutzhütte im Nebel2
auf der Oberfläche des nebligen Meeres (Gipfel der Požgana Mlinarica)3
Dolkova Špica, Škrlatica usw.4
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Nebel unter den Vrbanovih Špicah und Cmirom6
köstlich7
Kukova Spitze8
Škrlatica9
Škrlatica10
Škrnatarica, Kukova Špica, Vrtaško Sleme11
Kukova Spitze12
Felsen unter Macesnovec13
Wald14
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Trobec21. 11. 2023 11:00:28
Gratüberquerung Črna gora und Mlinarice. Geeignete Tour für diese Zeit. Im Sommer fast "Verschwendung" für ganzen Tag, da relativ niedrig, jetzt mit höheren Verhältnissen mittelmäßig, nicht ganz verdichteter Schnee genau richtig velik nasmeh

Keinesfalls kurz und einfach, aber sehr schön und aussichtsreich.

https://trobec.blogspot.com/2023/11/greben-crne-gore-in-mlinaric.html
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suhy28. 10. 2024 23:59:14
Der Verbrecher kehrt zum Tatort zurück. Nun, kein echter Verbrecher, um präzise zu sein, er ist nur ein passionierter Berggänger, der sich wieder sehnsüchtig die Požgana Mlinarica gewünscht hat. Genau wie vor drei Jahren und fast am selben Tag. Ja, er liebt diese einsamen, abgelegenen und wilden Winkel über alles. Und da diese Winkel nach dem 4. November, wenn laut verlässlichen Gerüchten aus den Kneipen und anderen offiziellen Quellen auf Befehl der Bürgermeisterin von Kranjska Gora eine gebührenpflichtige Schranke am Eingang zu den Vrata in Betrieb gehen soll, für normale Sterbliche viel weniger zugänglich werden, grübelt der Mann, der bis ins Mark von Volksweisheit durchdrungen ist, nicht lange über sein Tun nach. Er weiß nämlich: Verpasste Gelegenheit kommt nie wieder, und besser Spatz in der Hand als Taube aufs Dach, und außerdem: Schieb nicht auf den 4. November, was du eine Woche vorher erledigen kannst.

Und so plant er in diesem frühen Morgen, sein Velo zur Turkov rov zu fahren, von wo aus Winter-Skitourengeher bergauf zum Cmír starten, und es dort am Wegweiser anzuketten. Der Mann beabsichtigt eine Rundtour, die nach Bergsteigerlogik nicht alltäglich ist, sondern ziemlich besonders, denn es wird teils zu Fuß, teils mit pedaliert werden. Etwa so, nur ein bisschen weniger hektisch als unsere Helden Pogi und Rogla, die mit Freude, Lust und Siegesrausch die Herzen des Volkes südlich der Alpen füllen.

Dann fährt der Mann mit dem Auto zurück nach Mojstrana und Richtung Radovna zum Abzweig Kot, von wo er zu Fuß die Steilheit zur Črna gora angeht. Die eingestürzte Hütte bei ca. 1200 m, wegen der von der Spur nichts übrig ist, stört den in Weglosem gestählten Mann nicht viel. Wissend, dass alle Wege nach Rom führen, und von der Ewigen Stadt nicht weit zu heimischen Wiesen, und dass das alles nur gewöhnlicher Katzenhusten ist, blickt er in alle sieben Himmelsrichtungen und bricht rechts an der traurigen Holzr ruinierenden Szene vorbei fast senkrecht zum Biwak durch wie im Scherz. Dort die Überraschung. Fest überzeugt, am heutigen Arbeit-Montag in seliger Einsamkeit und Stille den ganzen Grat solo bis Požgana Mlinarica und talabwärts zum angeketteten Velo zu laufen, überrascht ihn – na so was, verdammt, wo kommt der her – ein Bergsteiger, der wohl dasselbe dachte. Wie es unter Berggängern schöne Sitte ist, Wort auf Wort, und aus der Wortflut erraten die Männer schnell, dass sie ganz ähnliche Absichten haben. Darum regen sie sich und marschieren gemeinsam in dieselbe Richtung. Zumal der eine Roman heißt, der andere Miha. Da beide unabhängig vom Namen offene Köpfe haben, dazu noch schwatzhafte Naturen und die Zungen nicht schonen, auf dem Weg über Črna gora, Predelov vrh, Lengarjeva glava, Požar und über Rušnata Mlinarica zur Požgana, wie es sich für echte Kerle gehört und nur sie es draufhaben, diskutieren sie mannhaft über alles für Leben und Dasein allgemeinnützlich Wichtige. Für leeres Geschwätz, beliebtes Futter dort, wo Federn und Schnäbel sich tummeln, interessiert sie herzlich wenig. Der Gratweg ist lang wie eine Frühlingsnatter, hier und da braucht's ein bisschen Klettergeschick am Fels, damit der Bergsteiger nicht versehentlich ins traurige Verderben kullert, doch in so angenehmer Gesellschaft ging der Weg schnell vorbei.

Obwohl die Männer anfangs von der Požgana Mlinarica jeweils ihren eigenen Abstieg planten, einigten sie sich am Ende auf denselben (Planica – Pokljuka) ins Vrata. Nach anderthalb Stunden erreichen sie die Straße, wo das Velo auf einen wartet, der andere muss leider noch nach Mojstrana laufen. Bevor sie auseinandergehen, reichen sie sich die Hände und verabschieden sich. Miha schwingt sich aufs Velo und nach gut halb Stunde am Auto pinnelt er die Wurst, die sich zu 21 km Länge und stolzen 1587 m Höhenmeter aufgehäuft hat. nasmeh
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djimuzl29. 10. 2024 08:15:01
Schöne und wortmalerische Runde nasmeh
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panda29. 10. 2024 10:42:19
Sehr witzig geschrieben nasmeh Gratulation zur Tour.
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