Punta Fiames über Klettersteig Strobel
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| bagi12. 10. 2023 11:52:44 |
Punta Fiames gehört zur kleineren Berggruppe Pomagagnon in der Nähe von Cortina d’Ampezzo, zu ihr führt der interessante Klettersteig Albino Strobel. Er ist geprägt vom Aufstieg über steile Felsstufen, wo man die Last der senkrechten Wände über sich stark spürt. Der Klettersteig ist ziemlich schattig und verläuft in ernster Atmosphäre. Wo möglich folgt die Route natürlichen Passagen, in ernsteren Situationen mit Hilfe metallener Hilfsmittel. Schwierigkeiten drehen sich um B/C-Kategorie, der Ausstieg aus dem Klettersteig ist nur leicht abseits des höchsten Punkts, Punta Fiámes. Wir parkten auf dem größeren Parkplatz beim Sportpark und spazierten entlang der Hauptstraße zum Hotel Fiámes. Dahinter laden Schilder rechts in den Wald ein. Der breite Waldweg hat uns getäuscht und wir sind schnell verloren gegangen, den richtigen, aber schlechter sichtbaren Abzweig links haben wir anfangs gar nicht bemerkt . Es folgte etwas Aufstieg auf einem zugestopften Pfad bis zum Einstieg in den Klettersteig. Wie üblich waren wir wegen der frühen Stunde ganz allein, was uns natürlich perfekt passte . Es ist schwer, den Verlauf der Route zu beschreiben, viel schöner sie zu gehen . Sofort folgen einige Querungen über Wände, es gibt auch freie Querungen über Simse. Sicherung war ausreichend, am attraktivsten ist eine ca. 10 m hohe Leiter. Sie hilft beim Queren der steilen Stufe und hat parallel ein Sicherungsseil. Danach folgen wieder Querungen und Aufstiege und bald waren wir auf dem nicht sehr geräumigen Gipfel Punta Fiámes. Der Rückweg ins Tal war eine eigene Geschichte und wir wiederholen ihn nicht mehr. Abstieg vom Gipfel bis zur Forcella del Pomagagnon war noch einfach, dann folgte Abstieg ins Tal über eingestürztes Geröll. Hier verläuft offiziell Weg 202, in der Praxis existiert er nicht mehr. Zwei Drittel des Gerölls hat die Natur bis zur harten Unterlage abgeschliffen, unglaublich tiefe Rillen eingeschnitten und mit höchster Vorsicht brauchten wir fast eine Stunde für extrem unbequemen Abstieg. Die Steilheit vor Ort ist konkret, Untergrund wie Beton mit kleinen Steinchen bestreut. Rillen bis 5 m hoch und unpassierbar. Wir folgten seltenen Fußspuren und suchten beste Zufahrten, meist am Rand des Rutsches. Solche Geröllzustände haben wir dieses Jahr schon oft gesehen, aber noch nie in solchem Ausmaß darauf gelaufen. Im Plan hatten wir noch den nahen Klettersteig Zumeles, aber es hat uns einfach nicht mehr gereizt. Ins Tal sind wir über den linken Ast des Wegs 218 abgestiegen, da der rechte zugeschüttet war, gleiches Schicksal ereilte die Fortsetzung von 202. Nach etwas ebener Querung links schlossen wir uns bald dem Radweg mit Markierung 211 an. Der brachte uns zuerst zur Hauptstraße, von da hatten wir noch einige hundert Meter zum Ausgangspunkt. Koordinaten des Ausgangspunkts (Sportpark Fiámes): 46.5722192N, 12.1175064E
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| panda12. 10. 2023 13:57:04 |
Gratulation. Ist Monte Pelmo im Hintergrund von Bild Nr. 24?
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| bagi13. 10. 2023 07:54:21 |
Ja, im Hintergrund ist Monte Pelmo, und genau zwischen beiden ist Cortina d'Ampezzo.
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