| djimuzl1. 12. 2025 18:24:35 |
Am vorletzten Tag dieses Novembers bin ich zum Berg Punta Zornada oberhalb der Ortschaft Amaro aufgebrochen, die nahe der Mündung von Tilment und Bela liegt. Obwohl letztere hier mächtiger wirkt, fließen beide zusammen doch unter dem Namen Tilment ab… Ich parkte im sonnigen oberen Teil des Städtchens, bei der Kirche St. Nikolaus, und ging durch den Olivenhain zu einer Straße ca. 100 Meter über der Kirche. Ich folge der Straße bis zum Fahrweg, der links abzweigt; kurz vor seinem Ende finde ich einen Pfad, der zunächst ostwärts führt. Der Pfad sinkt bald in eine Rinne ab und quert den Bach Sgenaule. Gut nachzuverfolgender Pfad führt mich durch dichtes Gehölz zunächst unter der Hochspannungsleitung, nach einigen Abzweigen steigt er nach NO. Wenig Ausblick entlang des Pfades, Blicke zum genannten Zusammenfluss, Muzce und San Simeon, nach etwas über einer Stunde erreiche ich die steilen Wände Clap dal Mus, wo eine Fixseil den Abstieg in die Rinne unter ihnen erleichtert, trocken hier keine Probleme. Gefolgt von weiteren guten 100 Höhenmetern Aufstieg zum östlichen Graten der Pyramide, wie die Einheimischen Zornado nennen (irgendwo las ich auch Mont dal Soreli). Der Pfad erreicht den Grat an seiner flacheren Stelle, dort Wegkreuzung. Während rechts zur Mulde des Baches Favarinis weitergehen möglich, zur Pyramide bergauf am Grat (Richtung West). Pfadchen in steilen, laubbedeckten Gräsern wird bald schwer nachzuverfolgen, am einfachsten dem Grat folgen. Ca. 50 Höhenmeter unter dem Gipfel bog ich statt steilerer Steilheit auf (scheinbar) leichteren, aber schmalen und ziemlich exponierten Pfad zur Nordseite des Hügels um, als „Dessert“ noch einige gestürzte Bäume darauf. Aber bald am Sattel westlich des Gipfels, dann noch Minuten Aufstieg zwischen Felsen und Gebüsch. Oben erwartet mich warme Sonne und schöner Blick auf umliegende Karnische Alpen, Täler mit schönem Zusammenfluss, nicht fern die Westlichen Julier. Zunächst plante ich Rundweg mit Fortsetzung zum Gipfel des benachbarten Monte Posselie, dann Abstieg auf Wegen westlich davon. Aber lieber längere Pause auf Pyramiden-Gipfel und Rückkehr gleichen Wegs. Obwohl Strecke nicht groß, Tour nicht ganz einfach: Steigungen, exponierte Passagen und unmarkierte Jägerpfade erfordern gute Orientierung, etwas Erfahrung und ggf. Wander-App. Ich ging bei trockenen Bedingungen fast empfehlenswert für diese Tour, obwohl trockenes Laub in Steilheit eigene rutschige Eigenschaften hat… Anspruchsvollere Wanderer wählen diesen Pfad manchmal als Zwischenziel vor Aufstieg zum Amariano, das wohl nach genanntem Amaro benannt ist. Sah auch Beschreibungen der erwähnten Rundtour, habe sie aber – wie erwähnt – für ein andermal aufgespart. 
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