Brana und NW-Grat Planjave (25.09.21)
Es war kurz nach 5:00 Uhr, als Denis und ich vom halbleeren Parkplatz unter der Rinka starteten. Mit konstantem Gehen ist man im Nu auf Okrešlju. Wir haben uns dieses Wunder angeschaut das entsteht und es wird wirklich toll. Alles Lob an die Arbeiter und Spender, denn jetzt steht wirklich eine moderne Biwaksstelle. Wir sind endlich aus dieser balkanischen Tradition raus. Wir müssen uns langsam den europäischen Standards annähern. Die Kopflampe "summte" noch am Kopf, aber in der Steilheit zur Wand haben wir sie ausgemacht. Wir haben sie gleich rechts in die Kotliška grapa gelenkt. Etwas umgestürzte Bäume, aber das ist das Geringste. Auf markiertem Weg links zum Ort wo im Winter der Schnee am längsten liegt. Hier setzen wir Helme auf und nach nicht langem Überlegen beißen wir ins Klettern. Anfang III, aber Schwierigkeit nimmt mit Höhe ab und Fels wird auch leichter. Ausstieg auf unteren Teil des Daches. Etwas Wind war da. Blick schweifte sicher zur Nachbarin Gospodična und ihrem NW-Grat. Auf Touren stürmen wir nicht blind rein, ohne Infos sind solche Routen unmachbar. Auf Sattel natürlich froher Iztok und sein Kaffee der neuen Schwung gibt. Keine Eile, da fast 2h vor meinem geplanten Zeit. Um neun stehen wir schon bei populären spitzen Kragen und schauen die schöne Wand an. Wir querten rechts, getretener Steig und gleich danach erblicken wir oben den Schuttgerinne. Schutt haben wir nicht gequält, aber schön rechtsseitig fast II+ geklettert und über den verklemmten Block wie richtig gekommen. Am Grat und schon hier siehst du Fortsetzung auf Rampe links über Logarska dolina. Führer führen sie sicher, da einige Haken drin. Würde sagen gar keine langweilige Rampe, bessere Felsqualität gibt's nicht als hier. Aufmerksam siehst du gute Spuren von Steigeisen, daher auch Winterbesuche hier. Nur hoch, folgt kurzer Abstieg in Kerbe zum Schutt. Von hier hoch ins Gerinne, schönes Klettern bis vielleicht schwerster Teil. Haken drin, würde mit III+ bewerten. Nach durchklettertem Kamin auf ebenen Boden unter Füßen. Alles öffnet sich, hier einziger umgestürzter Steinmann. Nach Zeugnis vieler gibt's deren viele, oder Führer führen unter Hauptgrat rechts auf leichtem Gelände und steigen später zurück auf Grat. Wir schummeln nicht, also nichts anderes als Original. Schon am Grat den wir links hoch in Minuten erreichen. Wirklich schön. Muss am Grat bleiben, gleich erwartet dich luftige Fels, aber Griffe so gut dass diesem Teil keine Drei geben würde. Oft siehst du kein Weiter, aber oben ist alles schön verbunden. Muss man vorher wissen was man sich vornimmt. Hier und da hängt die Route zur Logarska aber nicht zu schwer. Rdeči kup tief unten, gut gemacht Drago dass du Lust drauf hattest. Kurzer Abschnitt ähnlich Säge aber nicht vergleichbar mit der zwischen Dimniki und Luknja Peč. Grat nicht kurz, wirklich langes Querung von Kragen am Sattel. Richtiger Steinmann erst kurz vor Westgipfel Planjave. Verdiente Handschlag oben. Rückblick zeigt nur ca. 50% des ganzen Grats von Kragen, andere 50 dahinter versteckt. Geträumt von Sandwich und oben mit Kiste haben wir uns Pause gegönnt. Schon schwer freien Platz zu finden da Gipfel mit Kiste belagert. Solchen Fels nicht erwartet und kann sagen in KSA so gute noch nicht getroffen. Beschreibung, gute Orientierung, vor allem schönes Wetter Voraussetzung für Tour. Abstieg bis Schere und runter über Grlo. Schöner Abstieg, besonders später Zeitpunkt. Morgens hoch wahrscheinlich Pickel wegen nassem Gras, Gebüsch nötig. Quer durch Wald zu unserem Morgenstart. Zur Info noch das: Morgens haben Perlen Autos so geparkt dass Buskolonne, kein Platz zum Wegfahren. Wir haben uns durchgewogelt und anders abgefahren. Jemand guckte komisch aber bald gecheckt wir einzig Vernünftige dort. Wenn nicht per Hand Autos heben können bis morgen Schlange stehen, Frage was wenn Besitzer heute bivakieren?
Nun, war wirklich herrlicher warmer Samstag voller Kletterspaß, ach und himmlisches Bier im Logarski Kot darf ich nicht vergessen.