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Forenliste / Slowenien / Allgemeine Gespräche / Satelliten-SOS- und SMS-Kommunikation

Satelliten-SOS- und SMS-Kommunikation

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j.9. 02. 2020 17:19:02
Hallo.

Mich interessiert, ob in Slowenien jemand schon einen Satelliten-Messenger benutzt. Das sind relativ kleine Geräte (100 bis 300g schwer), nützlich natürlich in Gebieten ohne GSM-Signal. Sie ermöglichen Satelliten-SMS-Versand, kontinuierliches Tracking (und Echtzeit-Daten an GEOS-Zentrum) und Notruf per Spezialknopf.

Gerade zum SOS-Knopf kriege ich keine konkreten Infos zur Nutzbarkeit hier. SOS-Ruf wird automatisch via Satellit an US-GEOS-Zentrum https://support.garmin.com/en-US/?faq=dENvi0yoo51ib0Zh8L4El6 weitergeleitet, das mit SAR-Diensten in über 150 Ländern verbunden ist, auch Slowenien. Per E-Mail unseren www.sos112.si-Zentrum um Bestätigung gebeten, keine Antwort.

Natürlich will ich mich nicht auf ein Gerät verlassen, das in kritischen Momenten nutzlos ist. GEOS ist kommerziell, bei Bedarf informieren sie lokales SAR. Bei Registrierung (Abo ab ca. 15 EUR, Daten eingeben - auch Verwandtenkontakte etc.). Keine Bestätigung, ob sie an lokale Retter diese und andere Infos schicken: z.B. letzte Trackpunkte, SOS-Komms-Protokoll, dass Anrufer nur per SMS erreichbar nicht Telefon, noch ob während Rettung direkt ans lokale Team oder alles über GEOS (Verzögerungen, Infoverlust etc.). Garmin-Händler (Dienst InReach) sagt, alles top. Das war's. Würde mich freuen über Erfahrungen.

Neues Thema eröffnet, da nicht unter "Telefone" passt. Wenn nicht ok, bitte verschieben.

Noch: GPS nutze ich schon länger, kenne Vor- und Nachteile von Satelliten (tiefe Täler ohne Signal, Baumkronen, falsche Koords, Batterieprobleme etc.). Freue mich, wenn Diskussion auf reale Messenger-Erfahrungen fokussiert.

Danke schön!





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JM202014. 02. 2020 17:58:44
Ich nutze Garmin inReach seit ca. eineinhalb Jahren. Im Ausland sende ich damit SMS und Mails nach Hause. Wenn ich in der "Wildnis" bin, benutze ich das Telefon nicht mehr, auch wenn Signal da ist.

Bidirektionale Kommunikation funktioniert problemlos, getestet. Und die Familie kann einfach von ihren Handys auf deinen inReach antworten.

Akku hält bei mir ewig (zweifle, dass ein Durchschnittsnutzer ihn in ca. 1 Monat leert z.B.).

Richtig ist, dass unter dichten Baumkronen (z.B. Dschungel) Signalstörungen auftreten können. Was eh erwartet wird.

GPS-Position war bei mir bisher in Europa, Nordamerika und anderswo auf 1-2 Meter genau.

SOS-Knopf noch nicht gedrückt (Glücklicherweise). Angesichts des kostenpflichtigen Services und optionaler Pakete vertraue ich persönlich auf GEOS.

In Slowenien keine Nutzer solcher Geräte gesehen. Im Ausland massenhaft und sie sagen, man kann sich drauf verlassen.
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JM202014. 02. 2020 18:47:30
Das finde ich auf Garmin Support:
http://download.garmin.com/InReach/inReach_Field_Experience_Webinar-SOS.pdf

Vermutlich versteht GEOS über 200 Sprachen und Dialekte, hehe.

EXCLUDED TERRITORIES
The GEOS SAR entitlement extends to all countries of the World subject to the following
excluded territories and are subject to change:
• Afghanistan
• Chechnya
• Democratic Republic of Congo (DRC)
• Iraq
• Israel (West Bank, Gaza Strip and Occupied Territories Only)
• Libya
• North Korea
• Somalia
• Syria
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j.18. 02. 2020 14:13:05
Ooo, JM2020, vielen Dank! Wenigstens einer!

Ich bewege mich derzeit hauptsächlich zu Hause und in benachbarter Italien und Österreich, aber trotzdem denke ich, ich besorge mir das. Am wertvollsten ist Tracking (für meine Familie), natürlich Location-Ping und bidirektionale SMS-Kommunikation. Den roten Knopf aus Vorsicht lieber nicht erwähnennasmeh.

Zögere nur zwischen Gerätetypen: inReach SE+ und inReach Mini. Erstes hat mehr Leistung und Akku, ist aber auch doppelt so schwer (230g vs 100g). Welche Erfahrungen hast du?

Viel Erfolg!
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JM2020alt19. 02. 2020 16:59:17
Auch ich habe anfangs überlegt, ob ich mir so was zulege oder nicht. Andererseits besser Prävention oder man muss in Bergen/Wildnis richtig ausgerüstet sein. Solch ein Gerät ist definitiv eine Ausgabe, aber "safety first" für mich.

Es gibt andere Firmen neben Garmin, schau mal im Netz.

Ich habe Explorer+. SE+ ohne Topo-Karten. Mini ist "mini"-Version des Explorers ohne großes Display/visuelle Karten. Wird angeblich sehr gelobt.

Gewicht ist relativ. Wenn jemand zu Ultralight-Hikern gehört, zählen Gramm. Für Tages- oder Mehrtagesbesuch SLO-Berge (wo du nur "Tages"-Ausrüstung hast) +/- 100g - meiner Meinung nach - unbedeutend.
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j.19. 02. 2020 17:56:51
Denke fast identisch, Sicherheit geht vor. Klar kein Ultralight, aber mit der Zeit hat sich im Rucksack neben normaler Ausrüstung einiges angesammelt, "für jeden Fall"-Kram. Telefon mit Navigation, Ersatzakku, Erste Hilfe, Kleinkram (Kerze, Feuerzeug, Schnüre..), Bivaksack, manchmal kleine Steigeisen neben echten, usw. Und Mini-Preis ist viel niedriger.

Brauche grundsätzlich keine Karten, hab sie auf dem Handy, das nur 10-15% Akku pro Tag verbraucht im Flugmodus (gaiagps dient mir prima, manchmal helfe ich mit mapy.cz).

Nehme mir noch ein oder zwei Tage zum Nachdenken und kaufe wahrscheinlich die Mini-Version.

Mir ist immer noch nicht ganz klar, wie man SMS an slowenisches 112 aus Satellitennetz schickt (vielleicht 00 386 112), falls via GEOS, das die ganze Kommunikation beim Rescue managt, was schiefgeht (Sprache, Zeitverzögerung, Zusatzinfos für Team vor Ort etc.). Werde es schon rausfinden. Hab schon zwei Mails an urszr@urszr.si geschickt, noch keine Antwort.

Nochmals vielen Dank, deine Infos sind mir richtig motivierend!

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JM2020alt19. 02. 2020 18:38:27
OK, "dumb" Frage von mir velik nasmeh
Slowenisches 112 nimmt auch SMS an, sagst du? Dachte nur Anrufe. Offenbar nicht, haha (btw, nie anrufen müssen, Glück).

SMS schickst du normal, wie aus dem Ausland. Egal ob Satellit oder sonstwas. 386 ist es.

Wenn unsicher bei Telefon-112, mail ihnen? inReach schickt auch Mails. Hat 112 Email?
GEOS muss zuverlässig sein, weiß nicht.
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j.19. 02. 2020 19:15:30
Frage gar nicht dummnasmeh. 112 nimmt auch SMS. Bei normalem GSM natürlich 00 386..., 112 funktioniert anders, ohne Vorwahl. Sogar wenn GSM kein Signal zeigt, sucht es Signal von Provider ohne Vertrag (österreichisch, italienisch oder was es kriegt). Nehme an, es schickt Nachricht an zuständigen SAR (search and rescue) basierend auf Triangulation. Andererseits ist mir mal in Kroatien Čakovec passiert, dass ich Cammeo Taxi +385(01) 1212 rufen wollte. Hab nicht gemerkt, dass ich im slowenischen Netz war und bekam 112. War bisschen peinlich, als ich nach Transport gefragt hab zmeden Das Notrufsystem hat die lokale +385(01)-Vorwahl offenbar komplett ignoriert.

Im Web gefunden mindestens einen Fall, wo GEOS bei Kommunikation krass versagt hat (vom Typ in Bergen mit gebrochenem Bein forderten sie Adresse, als er Koordinaten schickte, verstanden sie sie nicht). Beschreibung hier. Typ hatte SPOT-Gerät, aber dahinter immer noch GEOS.

Was ich für entscheidend halte: Field-Rescuer informieren, dass sie mit mir via normalem GSM auf Satellitennummer kommunizieren können, aber nur per SMS oder Mail. Und komplett auf meine Kosten. Anrufen können sie nicht. Solche Info wäre für die Jungs vor Ort sehr willkommen.

Mich hat glücklicherweise noch keiner retten müssen. Aktuell (bezüglich Kommunikationsweg) frage ich alle Freunde und Bekannte mit 112-Bezug, keine Ahnung, wie's läuft.

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JM2020alt20. 02. 2020 08:31:21
Aha, danke.

Im Link sagt der Typ, Sheriff und andere wussten nicht, wie Koordinaten zu nutzen. Seine Familie und GEOS hatten volle Infos. Peinlich ja, aber eher Problem der Retter nicht GEOS?

Was sagst du, können slowenische Polizei / Bergretter GPS-Koordinaten handhaben? Wenn du rausfindest, sag Bescheid bitte.
(Kein Zweifel an Fähigkeiten SLO-Bergdienst etc., vertraue ihrer Ausbildung und Bereitschaft zu helfen, nur Frage nach Praxis und was/wie Leute kommunizierennasmeh)

inReach sendet default bei SOS Koordinaten ans Zentrum, das weitergeleitet wird. Deine Familie kann "Vermittler" sein, schätze ich, wenn wirklich nötig. Soweit ich den Prinzip verstehe, ist GEOS sowieso Vermittler zwischen dir und Rettern. Direkter Kontakt nicht nötig. Oder doch?
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JM2020alt20. 02. 2020 08:36:58
Noch was...

Wenn Person Handy leer, kaputt oder gar keins hat, Retter haben keine Nummer. Letzte Option: Rettung per Koordinaten (für Debatte: vorhanden). Wird sich regeln.
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črow20. 02. 2020 15:41:37
Unsere kennen sich damit aus, und sehr gut.
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j.21. 02. 2020 10:16:46
Also, langsam sammeln wir Fakten:
1. GEOS funktioniert tatsächlich
2. GEOS schickt Nachname und Vornamen, Position und bisherige/aktuelle SMS-Kommunikation ans lokale Zentrum (Quelle: Garmin, SLO)
3. SLO-Retter kennen (gut) Koordinaten im GEOS-Format
4. Unklar, ob lokale SAR-Zentren die Satelliten-Telefonnummer des Anrufers und Info bekommen, dass direkter Kontakt möglich ist, aber nur per SMS (wichtig für Leute im Einsatz; dass Retter ihren 112 rufen, der GEOS, GEOS den Anrufer und zurück scheint mir unlogisch. Zeitverlust, Sprache, Fehler bei Übermittlung etc.)
5. Auch unklar, ob lokale Zentren via GEOS weitere Anruferdaten aus der Registrierung bekommen (Adresse, Telefon von Verwandten/Freunden, Gesundheitszustand etc.)
6. Variante ohne GEOS: Von InReach SMS an Familie, die 112 benachrichtigt und alles Nötige mitteilt (auch Satellitennummer der InReach für SMS-Kommunikation)
7. Im sehr schweren Fall, Anrufer drückt nur SOS, keine anderen Kommunikationen möglich (zerstörtes GSM-Phone per Bluetooth mit InReach für SMS, Verletzung etc.), hoffen, dass alles via GEOS "by the book" läuft.

Danke euch beiden!

Noch: JM2020: Du hast recht: 100g (1 Deziliter Wasser) wiegt nicht viel im Vergleich zu anderen Vorteilen von SE+ und Explorer, die robuster wirken.
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