| IgorZlodej19. 04. 2011 15:47:44 |
Genau wie Kugy seit Jahren vom Fuße der Kukla zum Jalovec schaut, so habe ich jeden Frühling nach oben unter die Pelce geguckt, die Schneefelder darunter bewundert und davon geträumt, wie schön es wäre, sie abzufahren. Heute mache ich mich endlich auf. Zvonko gibt mir in Trenta noch ein paar Tipps zur Route, grüße Simon, der gerade über den Vršič kommt und schaut, wie der Pogačnikov dom den Winter überstanden hat. In Zapodnem finde ich eine schöne neue Hütte, gleich dahinter Wald, und wenn vorher nichts war, zeigt sich nach wenigen Metern ein schöner Pfad, der mich zu einer kleinen Halde bringt und weiter in eine breite Rinne, in der sich ein langer Schneelawine ausgegossen hat. Ich gehe am rechten Rand entlang, dann links und direkt den Lawinen hoch, so wie Zvonko mir heute Morgen geraten hat. Höher unter der Wand des Konj finde ich einen schönen Übergang rechts, dann links entlang der undeutlichen Rinne hoch durch Buchenwald, bald erreiche ich ausgedehnte Schneefelder. Hier wandern die Ski natürlich vom Rucksack, rüste sie mit Fellen und Ski-Steigeisen aus und es beginnt ein schöner Aufstieg über weite sanft geneigte Schneefelder bei noch schöneren Ausblicken bis zur Schutzhütte unter dem Špiček. Folgt eine kurze Pause, Besichtigung der Hütte, Nachricht an Nada, dass mit ihrer "Hütte" alles in Ordnung ist, und weiter ins Kar unter dem Mali Ozebnik. Noch eine Weile bleibe ich auf Skiern, da aber ein Teil der Schneefelder unter der Scharte im Schatten liegt und dementsprechend vereist, gehe ich lieber zu Fuß. Von der Scharte öffnet sich ein schöner Blick talabwärts zur Bala und bis zur Bavšica. Ich gehe noch etwas höher, wo ich in angenehmer Sonne sitze. Nur bekannte Berge, die ich Dutzende Male besucht habe, umgeben mich, unten weite unberührte Schneeflächen. Ich fahre ab, herrlich, zwischendurch etwas harten Schnee, aber schon einige 10 Meter weiter wieder pure Freude. Ich fahre ins Kar hinunter, unter dem Gipfel der Zelenice beobachten mich Gämsen von oben. Zu Fuß steige ich über den Špiček hoch, die Gämsen ziehen zum Mali Ozebnik. Ich schnalle die Ski an und schlängle talwärts. Es ist 11:15 Uhr und besseren Schnee hätte ich nicht haben können. Ich wähle die schönsten Gelände aus und so bis hinunter zu jener undeutlichen Rinne, wo die Ski wieder auf den Rucksack wandern. Der Abstieg war überhaupt nicht langweilig, ständig geschaut zum Prisojnik und Razor, tiefer unten die Aurikelblüten bewundert und plötzlich, na in 45 Minuten bin ich am Ausgangspunkt. Trentarisches einsam, romantisch, schön, Skifahrt unvergesslich.
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