| VanSims9. 11. 2011 19:06:28 |
Sentiero degli Alpini ist ein Rundweg, der am Pass Cola Melosa beginnt und endet (Via Michelin: Ziel "Cola Melosa") in den ligurischen Alpen, verläuft auf italienischer und zurück auf französischer Seite. Zum Pass kommt man von Ventimiglia über Dolceacqua und Pigna, auch erreichbar von Sanremo-Seite. Am Pass ist die Hütte Rifugio Allavena, wo ich übernachtet habe (Preis mit Frühstück: 29 EUR, mit PZS-Karte 20 EUR). Im Internet gibt es viele Beschreibungen dieses Weges (google: "Sentiero degli Alpini" aber nicht verwechseln mit Weg ähnlichen Namens in Dolomiten), leider meist auf Italienisch. Unter Italienern anscheinend sehr populär, fast keine Ausländer. Hier eine Beschreibung auf Deutsch, die ich gefunden habe, die überspringt aber den interessantesten Teil - Aufstieg auf Monte Torragio: http://www.gps-tour.info/de/touren/detail.38064.html Vom Rifugio Allavena gehe ich zuerst Straße ca. 10 Min., wo sich der Weg Richtung Sattel Gola dell'Incisa abspaltet. Der Weg geht zuerst durch Wald, dann exponiert und bis zum Sattel über Abgrund. Weg ziemlich breit, Seile nur zur Sicherung nicht zum Fortschreiten - keine technischen Schwierigkeiten. Von Gola dell'Incisa (wo ich auf französische Seite gespäht habe, auf der ich später zurückkehrte) ist der Weg noch etwas exponiert, dann Aufstieg Richtung Passo di Fonte Dragurina, wo der finale Aufstieg zum Monte Torragio (1973 m) beginnt. Markiert mit roten Punkten, erfordert leichtes Klettern bis max. Grad I. Vom Gipfel kann man zurück zum Passo di Fonte Dragurina absteigen, von dort weiter französische Seite zurück, interessanter ist direkter Abstieg auf französische Seite (Mark. "Passaggio Nord Ovest"), der dann zum Weg vom Passo di Fonte Dragurina führt. Ich wähle letzteres und bereue es nicht. Am Abstiegsanfang treffe ich zwei Damen, die sich anscheinend umentschieden haben und zurückkamen. Weg zu schwer und rutschig, klagten sie. Muss zugeben, ihr habt mich etwas erschreckt. Da der meiste Tag im Schatten ist, wirklich etwas feuchter. Nun, stellte sich als gesicherter Weg heraus, Anfang mit Seilen dann über Felsstufe (max ca. B Schwierigkeit) mit Seil, denke für jemanden mit Erfahrung auf mind. leichten-mittleren Klettersteigen sollte Abstieg kein Problem sein. Dann orientierungsmäßig etwas anspruchsvollerer Teil. Weg zur Abzweigung zum Weg vom Passo di Fonte Dragurina verläuft exponiertem (aber technisch leichten) Grat mit schlecht sichtbaren sporadischen roten Dreiecken markiert. Typisch schlechte französische Markierung. Satz aus Da Vinci Code fällt mir ein: "Frenches cannot be trusted!"  Als ich endlich mit etwas Improvisation zum Weg vom Passo di Fonte Dragurina komme, zurück zur Gola dell'Incisa, franz. Pas de l'Incise. Während italienische Seite kahler, französische leuchtete in schönen Herbstfarben. Vom Pas de l'Incise weiter zurück zum Rifugio Allavena. Unterwegs Abstecher zu Monte Pietravecchia (vom Weg gute halbe Stunde). Da sie von italienischer Seite mächtig und unzugänglich wirkte, dachte ich nicht, dass vom französischen Weg ein schöner leichter Pfad hinführt. Dann zurück italienische Seite zum Rifugio Allavena, wo ich übernachtet habe. Zeitplan: ohne Pausen ca. 5-6 Std. (ohne Aufstieg Monte Pietravecchia). SCHWIERIGKEIT: Leicht - wenn nur bis Gola dell'Incisa und zurück franz. Seite (aber ital. Seite exponiert) Anspruchsvoll - bei Verlängerung zu Monte Torragio. Aufstieg Monte Torragio Klettern Grad I, direkter Abstieg franz. Seite per Seile und gesichertem Felsen max B Schwierigkeit und Ende orientierungsmäßig etwas anspruchsvoll. Helm empfohlen auf Weg, obwohl ich der Einzige war, der ihn trug!  Wenn jemand dort rumstreift oder auf dem Weg zur Côte d'Azur oder Spanien ist, soll anhalten. Im Sommer evtl. etwas heiß (genug Wasser!).
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