Sextner Dolomiten – Klettersteig Mazzetta
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| bagi17. 10. 2023 11:26:25 |
Mazzetto haben wir vor Jahren schon bemerkt, als wir das Gebiet der Sextner genauer erkundet haben (hier). Damals konnte ich es wegen Logistik nicht in die geplanten Überquertungen einbauen, es kam aber dieses Jahr als eintägige Tour dran. Der Klettersteig stellt den Übergang von dem offenen Tal Val Padola in den hochmontanen Kessel Valle Ambata dar, wo zahlreiche Dolomitentürme den Eindruck wahrer Wildnis erzeugen. Dass der Steig keinen Gipfel erreicht, ist unwichtig. Gestartet sind wir in Padola, einem größeren Dorf nahe der österreichisch-italienischen Grenze. Zuerst sind wir knapp einen Kilometer entlang der Hauptstraße bis zu den ersten Markierungen gelaufen, wo wir rechts auf Weg 125 in den Wald abbogen. Der Weg ist schön, Markierungen reichen. Höher stiegen wir über die Waldgrenze und am nächsten Abzweig bogen wir auf den Querweg 153 ab. Dieser führte uns weit rechts über steile Hänge bis zum nächsten Abzweig. Dort gingen wir auf den linken Verbindungsweg 152, der uns ziemlich steil zum Einstieg in den Klettersteig brachte. Der Klettersteig geht gleich ins Felswerk und überquert rasch Forcella di Tacco auf die andere Seite des Grats. Sicherungen reichen, Schwierigkeit überschreitet nicht B/C. Dazwischen gibt es einige exponierte und ungesicherte Passagen, die keine größeren Probleme darstellen. Die gesamte Route dreht sich langsam um die Crode di Tacco bis zum geschlossenen Kessel Valle Ambata. Hier endet der Klettersteig, die Fortsetzung zum Bivacco Gera folgt noch Weg 152. Beim Bivacco haben wir Weg 123 Richtung Forcella Ambata gewählt. Dieser ist anfangs gut nachverfolgbar, gegen das Sattel hin verliert er sich in der Steilheit. Wegen Veränderungen in der Natur sind die roten Punkte nicht immer aktuell, daher stiegen wir dem am meisten begangenen Varianten nach. Der Abstieg vom Sattel ist allerdings nicht zu loben. Auf der konkreten Steilheit ist alles zerbröselt, viel Schutt auf hartem Untergrund. Hier waren wir extrem dankbar für gelegentliche Drahtseile, die trotz Schwierigkeiten an vielen Stellen unverständlicherweise fehlen. Dort ging es Zentimeter für Zentimeter auf allen Vieren . Störend sind auch alte, nicht mehr aktuelle Wegmarkierungen, die dich schnell in längst ungangbare Bereiche locken. Vorsicht hier! Nach etwas lästiger Akrobatik stiegen wir endlich auf sichereren Boden ab und kamen bald zum nächsten Abzweig. Dort sind wir ganz rechts auf Weg 153 abgebogen. Nach längerer Wanderung erreichten wir die Alm Casera Aiarnola und kurz davor den Hinweiser nach Padola. Dorthin kamen wir von der anderen Seite als morgens und schlossen so die Rundtour. Koordinaten des Ausgangspunktes (Padola): 46.6018725N, 12.4794864E
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